Susanne Kurz M.A.

Arabisch IV: 2 st., Mo 8-10


Nach Abschluss des Lehrbuchs werden wir uns klassischer Prosa aus der Chrestomathie von Ernst-Rudolph Brünnow und August Fischer zuwenden (7. Aufl. Wiesbaden 1988, eine andere Auflage tuts ggf. auch).

(Beginn: Montag der ersten Vorlesungswoche)

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PD Dr. Lutz Berger

Probleme der frühislamischen Geschichte:
2 st., Fr 8-10 --> PS

Die frühislamische Geschichte ist im Laufe der letzten Jahrzehnte Gegenstand einer Reihe von Forschungskontroversen geworden. In deren Verlauf wurde versucht, das traditionelle Bild der Entstehung des Islam, wie es etwa die Studien des jüngst verstorbenen Gelehrten Montgomery Watt zeichnen, radikal zu revidieren: Mekka sei keine Handelsstadt, die arabischen Herrscher bis zu den frühen Abbasiden seien keine Muslime gewesen, der frühe Islam sei eine judaisierende, nativistische Sekte gewesen, endlich könnten wir ohnehin über die Geschichte des Nahen Ostens vor dem 9. Jh. n. Chr. de facto überhaupt nichts wissen.

Andere Gelehrte dagegen vertreten die Ansicht, dass eine genaue Sichtung des überlieferten Materials eine bis in die Einzelheiten gehende, im Wesentlichen mit der muslimischen Geschichtssicht übereinstimmende Rekonstruktion der Geschichte des ersten Jahrhunderts des Islam ermögliche.

Wir werden diese gegensätzlichen Thesen unter die Lupe nehmen und sehen, was bei einer Revision der revisionistischen Geschichtssicht nach heutigem Forschungsstand von der frühislamischen Geschichte erkennbar ist. Darüber hinaus werden wir uns durch arabische Quellenlektüre selbst ein Bild davon machen, mit Hilfe welchen Materials die Haupt-protagonisten dieser Debatten zu ihren unterschiedlichen Ansichten gekommen sind.

Lektüre:
Albrecht Noth: "Früher Islam" in Ulrich Haarmann: Geschichte der arabischen Welt, 4. Auflage München 2001.

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Ich möchte zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung allen Studierenden im 4. Semester Arabisch die Teilnahme an diesem Seminar wärmstens ans Herz legen.

(Beginn: Freitag der ersten Vorlesungswoche)

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PD Dr. Lutz Berger

Muslime und Mongolen: 2 st., Mi 9-11 --> HS

Die mongolische Eroberung des Ostens der islamischen Welt bringt große Umwälzungen der politischen, sozialen und religiösen Struktur mit sich. Zum ersten Mal sehen sich Muslime islamischen Kernländern mit nichtmuslimischer Herrschaft konfrontiert, was im sunnitischen Islam einen Schock auslöste, der in den Schriften Ibn Taimiyas bis in die Gegenwart nachwirkt.

Wir werden in diesem Seminar versuchen, den Erfolg der mongolischen Eroberer zu erklären und uns dann der Frage zuwenden, welche Auswirkungen die massiven Zerstörungen, die mit der Eroberung einhergingen, und die Zuwanderung nomadischer Gruppen für die Sozialgeschichte der betroffenen Gebiete hatten. Kam es tatsächlich zu dem vielfach postulierten Niedergang städtischen und agrarischen Lebens oder war das späte 13. Jh., wie man jüngst gemutmaßt hat, ein Blütezeit iranischer Geschichte?

Nicht allein die materielle Kultur ist von den durch die mongolischen Eroberungen ausgelösten Wandlungsprozessen betroffen. Neue, zentralasiatische Vorstellungen von (Welt-)Herrschaft gewinnen Raum. Das zeitweilige Verschwinden sunnitischer Dominanz in Iran (der Begriff taucht in der Mongolenzeit erstmals seit Jahrhunderten wieder auf) bringt weitgehende Verschiebungen der religiösen Landkarte mit sich, an deren Ende der Aufstieg der Dervisch-Sufik und die Schiitisierung Irans unter den Safaviden steht.

Endlich führt die mongolische Eroberung auch zu einer Frühform von Globalisierung. Zum ersten Mal in der Geschichte kommt es in nennenswertem Umfang zu unmittelbarem Austausch zwischen allen großen Zivilisationen der alten Welt, von Europa im äußersten Westen bis nach China. Das ist auch für die islamische Kultur von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die klassische persische Miniaturmalerei etwa ist ohne die Öffnung der muslimischen Welt für die chinesische Kultur, wie sie in der Mongolenzeit für wenige Jahrzehnte stattfindet, nicht denkbar.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu arabischer und persischer Lektüre.

Zur Einführung:
David Morgan
: The Mongols, Oxford 1987.

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PD Dr. Lutz Berger

Individuum, Identität und Religion im osmanischen 17. Jh. (mit osmanischer Lektüre): 2 st., Mo 11-13 --> HS


Alltagsgeschichte und Leben "normaler" Menschen haben erst in den letzten Jahren verstärkt das Interesse der orientalistischen Forschung gefunden. Ausgehend vor allem von der Autobiographie des Osman Aga, eines in jungen Jahren in österreichische Kriegsgefangenschaft geratenen osmanischen Offiziers der Zeit um 1700 wollen wir versuchen, uns nicht nur vom Alltagsleben in den Türkenkriegen sondern auch vom Selbstverständnis "gewöhnlicher Osmanen" in dieser Zeit ein Bild zu machen.

Das Seminar kann wahlweise auch als osmanisch-türkische Lektüre anerkannt werden.

Lektüre:
Suraiya Faroqhi:
Kultur und Alltag im Osmanischen Reich, München 1995.

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PD Dr. Lutz Berger

Verfassen islamwissenschaftlicher Wikipedia-Artikel:
1 st., n.V. --> Übung


In der Übung sollen die TeinehmerInnen selbstständig islamwissenschaftliche Wikipedia-Artikel verfassen, die Beiträge ihrer KommilitonInnen kritisch sichten und die gemeinschaftlich akzeptierten Beiträge schließlich in Wikipedia einstellen.

Die Übung findet als Blockveranstaltung an drei Terminen statt. Die Vorbesprechung findet statt am Freitag, 11.05. um 14 Uhr im ÜR 2.

Bei entsprechender Leistung können auch Pro- und Haupt-seminarscheine erworben werden.

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PD Dr. Lutz Berger

Texte radikaler Islamisten (arabische Lektüre):
1 st., Di 9-10, CO --> Übung


Im Ansschluss an das Proseminar vom letzten Semester werden Texte von radikalen Islamisten gelesen und besprochen.


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Reinhold Luth M.A.

Islam in Deutschland: Vergangenheit - Zukunft - Perspektiven:
2 st., (Blockseminar), n.V. --> PS

Ziel des Seminars ist es einen Einblick in die Vielschichtigkeit und Besonderheit islamischen Lebens in Deutschland zu verschaffen. Themenkomplexe der Veranstaltung sind Organisationsformen der Gemeinden und Verbände, religiöse Strömungen, Vergleich der Situation der Muslime in Deutschland mit der in anderen europäischen Ländern, insbesondere Frankreichs und Großbritanniens, Ängste der und Reibungspunkte mit der ursprünglich deutschen Bevölkerung sowie die Aussicht, bzw. Wahrscheinlichkeit eines Euroislam.

Des Weiteren soll die Schwierigkeit der Informationsmöglichkeit über den Islam in Deutschland gezeigt werden, die gefangen in den gegenseitigen Interessen der Dialogteilnehmer zu sein scheint. In diesem Zusammenhang werden die einseitigen Darstellungen kirchlicher Interessengruppen, sowie die teilweise verharmlosenden Stellungnahmen der muslimischen Verbände unter die Lupe genommen werden.

Vorraussetzung für den Scheinerwerb ist neben regelmäßiger Teilnahme die Übernahme eines Referates (je nach Teilnehmerzahl eventuell auch ein zusätzliches Kurzreferat über ein weiteres Thema) und die Anfertigung einer Hausarbeit (10-15 Seiten).

Zur Vorbereitung soll eine umfangreiche Internetrecherche durchgeführt werden unter Berücksichtigung der Frage wer die Diskussion über den Islam bestimmt, welche Verbände, Vereine und Organisationen hauptsächlich zu Wort kommen.

Literaturempfehlung zur Einführung:

Heimbach, Marfa: Die Entwicklung der islamischen Gemeinschaft in Deutschland seit 1961. Berlin: Klaus Schwarz Verlag. 2001.
(Es wird in der UB ein Seminarapparat eingerichtet werden)

Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt und richtet sich an Studierende des Grundstudiums. Die Vorbesprechung findet statt am Mittwoch, 25.04. um 19 Uhr, CO

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Hala Attoura M.A.

Arabisch II (Begleitübungen): 3 st., Di 8-10 (wöchentlich) im HS der Uni-Kasse, Wilhelmstr. 26 (Eingang über den Hof), Mi 8-10, (14-täglich) im HS 6, Neue Aula

In dieser Veranstaltung, die sich in ihrem Ablauf am Hauptkurs "Arabisch II" von Prof. Dr. Richter-Bernburg orientiert, sollen die Übungen der im Hauptkurs besprochenen Lektionen durchgeführt, die Grammatik vertieft bzw. deren Probleme besprochen werden.

(Beginn: Dienstag der ersten Vorlesungswoche / Mittwoch der zweiten Vorlesungswoche)

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Hala Attoura M.A.

Arabisch IV (Begleitübungen): 1 st., Mi 8-10 (14-täglich), ÜR 1


Nach dem Abschluss der vom letzten Semester verbliebenen Übungen aus dem "Lehrbuch des modernen Arabisch" sollen in dieser Veranstaltung verschiedenartige, einfache modernarabische Texte, die nicht aus dem Lehrbuch stammen, bearbeitet werden.

Ziel ist die Einführung der Studierenden in muttersprachige Texte für die höheren Kurse des Modernarabisch (Arabische Lektüre und Konversation sowie das Verfassen von arabischen Texten).

(Beginn: Mittwoch der ersten Vorlesungswoche)

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Hala Attoura M.A.

Arabische Lektüre: 2 st., Di 14-16, ÜR 2 --> 3 ff.

In diesem Kurs sollen moderne arabische Lesestücke, z.B. Zeitungsartikel zu verschiedenartigen aktuellen Themen, Kurztexte aus anderen modernen arabischen Quellen (z.B. Lexika) und aus der modernen arabischen Literatur (Prosa und Poesie) gelesen und besprochen werden. Bei Texten über den Orient werden die kulturellen Zusammenhänge, die in Verbindung mit dem Textinhalt stehen, erklärt.

Bei den Übersetzungen der Texte sollen Probleme und Methoden des Übersetzens besprochen und erläutert werden.

(Beginn: Dienstag der zweiten Vorlesungwoche)

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Hala Attoura M.A.

Arabische Konversation: 2 st., Mi 16-18 --> 3 ff.

Hier sollen, je nach Sprachniveau der Kursteilnehmer, möglichst viele Situationen des täglichen Lebens auf Arabisch nachgeahmt und
be-/gesprochen werden. Mit Hilfe der verschiedenen Lernmaterialien (Kurztexte, Folien, Kassetten, Spiele usw.) kann unterschiedlicher Gesprächsstoff provoziert werden. Zudem sollen Lese- und Hörverständnis anhand für Anfänger bzw. Muttersprachler vorgesehener Kurztexte geübt werden.

(Beginn: Mittwoch der zweiten Vorlesungswoche)

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Hala Attoura M.A.

Landeskunde der arabischen Länder II: 2 st., Do 8:30-10, ÜR 1
--> Vorlesung.

In dieser Veranstaltung wird die Vorstellung der im letzten Semester noch nicht behandelten arabischen Länder in derselben Gliederung und mit derselben Zielsetzung fortgesetzt. Die Länder werden in ihrer Geographie, modernen Geschichte (nachkolonialer Zeit), Staatssysteme und Wirtschaft, Demographie usw. zu geben. Einstieg neuer Teilnehmer ist möglich. Der erste Teil kann nachgeholt werden.

(Beginn: Donnerstag der ersten Vorlesungswoche)

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Eva Widmann M.A.

Türkisch II: 4 st., Di 9-11 und Mi 18-20 --> A

In dieser (vierstündigen!) Veranstaltung werden der Inhalt sowie die Übungen des Lehrbuches durchgenommen, die Grammatik vertieft bzw. noch anstehende Probleme besprochen.

Als Lehrbuch benutzen wir Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Türkisch von Tevfik Turan.

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Dr. Lutz Ilisch

Münzumlauf und Münzhoheit im 7. Jahrhundert: die Genese des islamischen Münzwesens:
2 st., Fr 14-16, Wilhelmstr. 26 (Uni-Kasse) in den Räumen der FINT (2. OG )--> Übung

Münzfunde und Münzprägung gehören zwar zu den wenigen Primärquellen der islamischen Frühzeit. Doch die Benutzung unterschiedlicher Ären zur Datierung, der weitgehend imitative Charakter der Münzprägung und die fortgesetzte Nutzung der byzantinischen Währung führen zu Problemen der Interpretation. Diese sind im ehemals byzantinischen Raum größer als im ehemals sasanidischen, können aber mit den numismatischen Methoden aufgelöst werden.

Literatur:

Stephen Album, Tony Goodwin, The Pre-Reform Coinage of the Early Islamic Period, Sylloge of the Islamic Coins in the Ashmolean vol. I, Oxford 2002
M. Bates, History, Geography and Numismatics in the First Century of Islamic Coinage, in: Schweizerische Numismatische Rundschau 65, 1986, 231-262
Heinz Gaube, Arabosasanidische Numismatik, Braunschweig 1973
Rika Gyselen, Arab-Sasanian Copper Coinage, Wien 2000

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PD Dr. Birgit Krawietz

Damonen (Dschinn) zwischen Anthropologie und Islamwissenschaft:
2 st., n.V. --> Blockseminar, HS

Dieses Seminar entfällt leider!

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Dr. Hamid Hosravi

Persisch II: Mo 10-12, Fr 10-12, ÜR 1

Der in Persisch I begonnene Sprachunterricht/Grammatikunterricht wird fortgesetzt.

Lehrbuch:

F. Behzad/S. Divshali:
Sprachkurs Persisch (Farsi): Eine Einführung in die persische Sprache der Gegenwart, 5. Auflage Bamberg. 2004.

Mitarbeit: Regelmäßige Teilnahme, Abfassung kleinerer Hausaufgaben, Testat.

Beginn: Mo. der ersten Vorlesungswoche

 
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Dr. Hamid Hosravi

Persisch IV (Moderne persische Prosa):
Mo 12-14, ÜR 1

Nach einer Einführung in die persische Literatur werden die spezifischen Merkmale von klassischer und moderner Prosa dargestellt. Anschließend lesen wir verschiedene Texte zeitgenössischer Prosaliteratur eines modernen iranischen Autors, übersetzen sie ins Deutsche und analysieren sie sprachlich.

Die Studierenden werden über das rein Sprachliche hinaus an die Textinterpretation herangeführt.

Voraussetzung: Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits die Kurse Persisch I und II besucht haben bzw. über entsprechende Vorkenntnisse verfügen.

Mitarbeit: Vorbereitung, regelmäßige Teilnahme und Lektüre. Die Texte werden in der ersten Sitzung ausgeteilt.

Beginn: Mo. der ersten Vorlesungswoche.

 
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Prof. Dr. Heinz Gaube/ Dr. Fazlolah Pakzadsoraki

Altpersisch: 2 st., Di 10-12, --> Übung

Nach einer grammatikalischen Einführung lesen wir die wichtigsten altpersischen Inschriften.

Schrifttum:
Brandenstein, W. u. M. Mayrhofer: Handbuch des Altpersischen. Wiesbaden 1964.
Hinz, W.: Altpersischer Wortschatz. Leipzig 1942 (AKM 27).
Kent, R. G.: Old Persian. New Haven 1953.
Sharp, R. N.: The Inscriptions in Old Persian of the Achaemenide Emperors. (Tehran o.J.).

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Prof. Dr. Heinz Gaube

Die Shapur I. - Nachfolge und die Paikuli - Inschrift:
2 st., Di 12-14 --> HS

Die Zeit zwischen Shapur I und Narse ist eine der interessanten Perioden der frühen Sasanidengeschichte. Staat und Religion gewinnen ihre Gestalt. Dass Narse erst so spät auf den Thron seines Vaters kam, hat auch mit den Aktivitäten des Priesters Kartir zu tun, der in der Zeit zwischen Shapurs Tod und Narses Regierungsantritt eine "Staatskirche" geschaffen hatte. Ausgehend vom ersten Teil der großen Shapur I (242-272) - Inschrift, der Kartir-Inschrift, den literarischen historischen Quellen in westlichen Sprachen und Arabisch werden wir die parthisch-mittelpersische Paikuli-Inschrift des Narse (293-302) lesen.


Schrifttum:

Back, M.: Die Sasasanidischen Staatsinschriften. Leiden 1978.
Christensen, A.: LIran sous les Sassanides. ²Kopenhagen 1944.
Herzfeld, E.: Paikuli. Berlin 1924.

Für die wichtigste arabische Quelle at-Tabari:
Nöldeke, T.: Geschichte der Perser und Araber zur Zeit der Sasaniden. Leiden 1879.

Für die westlichen Quellen:
Winter, E. u. B. Dignas: Rom und das Perserreich. Berlin 2001.

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Prof. Dr. Heinz Gaube

Iranische Städte:
2 st., Do 10-12 --> PS

Nach einer Einführung in "die" iranische Stadt werden wir uns in Fortführung der Veranstaltung "Kashan und Qazwin" des WS mit Qazwin und der Altstadt von Tehran beschäftigen, Stadtpläne analysieren, westliche Reisebeschreibungen, arabische und persische Quellen sowie persische Sekundärliteratur lesen.

Schrifttum:

Gabriel, A.: Die Erforschung Persiens. Wien 1952.
Gaube, H.: Iranian Cities. New York 1979.
Le Strange, G.: The Lands of the Eastern Caliphate. Cambridge 1905.
Schwarz, P.: Iran im Mittelalter. ²Hildesheim 1969.
Seger, M.: Tehran. Eine stadtgeographische Studie. Wien 1978.

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Prof. Dr. Heinz Gaube/ Prof. Dr. Johannes Kalter

Islamische Kunst: Blockveranstaltung im Linden-Museum:
2 st., n.V. --> PS

Die Veranstaltung findet ganztägig an zwei Montagen im Linden-Museum/Stuttgart statt. Nach einer Einführung in die Technik der Keramikherstellung werden wir uns anhand von Originalen mit der Entwicklung der islamischen Keramikkunst beschäftigen.

Schrifttum:

Lane, A.: Early Islamic Pottery. London 1947.
Lane, A.: Later Islamic Pottery. London 1957.
Weiß, G.: Alte Keramik neu entdeckt. Frankfurt 1985.

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Prof. Dr. Heinz Gaube/ Prof. Dr. Ulrich Schapka

Mittelpersische und parthische manichäische Texte:
2 st., Do 15.30-17 --> HS

Wir setzten die Lektüre des kand Gumnk Vir, einer zoroastrisch-apologetischen Schrift des 9. Jahrhunderts fort, die nur in der Pazandversion überliefert ist und in der von uns benutzten Form von J. de Menasce ediert wurde.

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Prof. Dr. Stephen Gerö/ Prof. Dr. Klaus Butzenberger

Mönchtum und Askese in Ost und West: 2 st. Mi 15-17 --> PS,
Seminar für Indologie, Gartenstr. 19, 1. OG

Zahlreiche Religionen haben "asketische" Praktiken hervorgebracht oder anempfohlen, wobei unter diesem Begriff sowohl individuelle Lebensstile singulärer Persönlichkeiten wie auch die normierte und geordnete Lebensführung monastischer Gemeinschaften verstanden werden können. Das Seminar wird sich hauptsächlich mit Formen von Mönchtum und Askese in Indien und im Christlichen Orient beschäftigen, aber auch Entwicklungen in Zentral- und Ostasien sowie in Westeuropa berücksichtigen. Grundlage der Arbeit sollen (in Übersetzung vorliegende) Primärtexte sowie neuere Sekundärliteratur sein.

Folgende Themen werden im Mittelpunkt stehen:

  • die Entstehung asketischer Praktiken; die Stellung des Asketen in seiner Gesellschaft;
  • Asketen als Sondergestalten, die sich aus der Gesellschaft entfernen und in den Urwald (sramana-Bewegungen in Indien) bzw. in die Wüste (Styliten, z.B. Symeon Stylites) gehen; Sondergestalten wie die des "Heiligen Narren";
  • Gruppen von Asketen, häufig Schülergruppen um einen Lehrer, die als Bettelmönche in die Städte ziehen
  • Organisiertes Mönchtum (Buddhismus, Jinismus; St. Antonius, christliches Mönchtum in Ägypten); Spannungen zwischen dem organisierten Asketizismus als einer "Parallelgesellschaft" und den weltlichen Autoritäten.

Bei bestehendem Interesse können auch zeitgenössische Themenstellungen untersucht werden.


Literatur:
wird während des Seminars bekanntgegeben;
zur Einführung:
Oliver Freiberger (ed.): Asceticism and Its Critics: Historical Accounts and Comparative Perspectives, New York: Oxford University Press, 2006

Scheinerwerb:
Referat mit schriftlicher Ausarbeitung

Erster Termin ist am Mi, 25. April 2007

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Prof. Dr. Stephen Gerö

Syrisch II: 2 st. Mo 17-19, CO --> Übung

Vertiefung in die syrische Grammatik; Lektüre vokalisierter und unvokalisierter Texte.

Literatur:

Chrestomathie in: A. Ungnad, Syrische Grammatik, 2. Auflage, Neudruck, 2001 und
C. Brockelmann, Syrische Grammatik, 1968.

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Prof. Dr. Stephen Gerö

Altgeorgisch II:
2 st., Do 16-18, CO--> Übung

Lektüre von Bibeltexten aus den Chrestomathien von Zorell und Marr/Brière.

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Prof. Dr. Stephen Gerö

Koptisch II:
2 st., Fr 17-19, CO--> Übung

Koptische Dialekte: Grammatik und Lektüre, aus W. Till, Koptische Dialektgrammatik, 2. Auflage.

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Prof. Dr. Stephen Gerö

Colloquium für Magistranden und Doktoranden:
2 st., Di 17-19 (14-tägig)

Vorstellung und Besprechung von laufenden und vor kurzem abgeschlossenen Arbeiten.

Erster Termin ist am Di, 08. Mai 2007

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Dr. Alexander Toepel

Einführung in die Gnosis: 2 st., Di 15-17, ÜR 1 --> PS

Zeitgleich mit dem Christentum entstanden, stellt die Gnosis eine der wichtigsten und bis heute wirkmächtigsten religiösen Strömungen dar. Im Proseminar soll versucht werden, dieses Phänomen als ganzes in den Blick zu nehmen. Neben der Darstellung der einzelnen Systeme wird auch auf die Frage des Ursprungs der Gnosis und auf gegenwärtige Gnosis-Theorien (Hans Jonas, Gershom Scholem, Elaine Pagels, Harold Bloom) eingegangen.

Voraussetzungen: Keine

Literatur:
Eine gute Einführung bietet C. Markschies, Die Gnosis, München: Beck 2001.

Ein Klassiker der Gnosis-Literatur ist weiterhin K. Rudolph, Die Gnosis, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1994ff.



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Dr. Alexander Toepel

Koptische Lektüre: Das Judas Evangelium::
2 st., Di 17-19 (14-täglich) --> Ü, CO

Im Frühjahr 2006 sorgte die Veröffentlichung des bis dahin unter Verschluß gehaltenen Judasevangeliums für publizistischen Wirbel. Obwohl die erhofften Enthüllungen über das Urchristentum ausblieben, stellte sich das Judasevangelium als Dokument einer antinomistischen Gnosis heraus, das in sich von großem Interesse ist. In der Lektüre wird das Judasevangelium kursorisch im koptischen Original gelesen. Daneben sollen in einzelnen Seminarsitzungen Verständnisfragen geklärt werden.

Voraussetzungen: Koptische Sprachkenntnisse. Teilnahme ohne koptische Sprachkenntnisse ist nach Rücksprache möglich.
Kontakt: Dr. Alexander Toepel, Tel.: 069-95 77 56 35,
Email: Dr. Alexander Toepel

Literatur:
R. Kasser/M. Meyer/G. Wurst (Übers.) Das Evangelium des Judas, Wiesbaden: White Star 2006.

Der koptische Text ist als PDF-Datei zugänglich unter:
http://www.nationalgeographic.com/lostgospel/pdf/CopticGospelOfJudas.pdf

Erster Termin ist am Di, 17. April 2007


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Dr. des. Bärbel Dümler

Christliche Architektur Syriens in der Spätantike:
2 st., Fr 14-16, ÜR 1--> PS

Auf dem Gebiet des spätantiken Syriens ist eine große Anzahl von Monumenten christlicher Architektur erhalten, die aufgrund ihrer je spezifischen Form, dem verwendeten Material und entsprechender Bauweise regionale Eigenheiten und Vorlieben erkennbar werden lässt. Vor allem das Nordsyrische Kalksteingebirge, Nordmesopotamien, der Tur Abdin und der Hauran können so architekturhistorisch differnziert werden.

Die bedeutendsten Zeugnisse der Architektur des christlichen Syriens sind Kirchengebäude, die mit der so genannten Hauskirche von Dura Europos im 3. Jh. ihren Anfang nehmen. Ab dem 4. Jahrhundert entwickelt sic eine monumentale kirchliche Architektur, die sich zunächst in longitudinalen Bauten mit syrischen Spezifika in Anlage und Ausstatung artikuliert, während Zentralbauten in der frühen Phase als Baptisterien oder Martyria fungieren; im späten 5. und 6. Jh. finden Zentralbauten dann auch als Gemeindekirchen Verwendung. Neben dieser eigentlichen Sakralarchitektur bildet bildet sich zudem eine eigene Kloster- und Wallfahrtsarchitektur und eine nicht zu vernachlässigende Zömeterialarchitektur heraus, die wie auch die eigentliche Sakralarchitektur über die Grenzen Syriens hinaus weitergewirkt haben.

Im Seminar sollen möglichst die Besonderheiten aller genannten Regionen exemplarisch vorgestellt werden.

Beginn: Fr der zweiten Vorlesungswoche, 27.04.2007

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