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Universität
Tübingen Botanisches Institut |
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Lehrstuhl Physiologische Ökologie der
Pflanzen
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| SHIFT-Forschungsschwerpunktregion "Südliche Mata Atlantica": Naturnahe Wiederaufforstung des sübrasilianischen Araukarienwaldes Gesamtprojektleiter: Prof. Dr. W. Engels, Zoologisches Institut, LS Entwicklungsphysiologie, Universität Tübingen Teilprojekt Genetische Diversität und Mykorrhizierung natürlicher Araucaria-Bestände Prof. Dr. Rüdiger Hampp, Dr. Werner Einig, Dr. Elisabeth Magel, Dr. Uwe Nehls, Magdalene Breuninger, Andrea Mertz, Botanisches Institut, Physiologische Ökologie der Pflanzen, Universität Tübingen Grundlagen / Zielsetzung: Genetische Diversität Araucarien-Bestände sind über über die brasilianischen Bundesstaaten Minas Gerais, Sao Paulo, Parana, Santa Catarina und Rio Grande do Sul verteilt. Untersuchungen zur genetischen Diversität dieser Bestände liegen nicht vor, sind aber wichtig, wenn anhand genetischer Marker an bestimmte Standortbedingungen optimal angepaßte Pflanzen erkannt und entsprechend für Aufforstungsmaßnahmen eingesetzt werden sollen. Eigene Voruntersuchungen an Araucarien- Samen aus den aufgeführten Gebieten belegen die genetische Vielfalt des Materials und die Verwendbarkeit der gängigen Methoden. Bäume des natürlichen Bestandes und zur Wiederaufforstung verwendete Keimpflanzen sollen auf diese Art genetisch eingeordnet werden, mit dem Ziel, eine mögliche Korrelation zwischen Genotyp und Standortanpassung herauszufinden. Mykorrhizierung Die Pilz-Wurzel-Symbiose (Mykorrhiza) ist essentiell für die Wasser- und Nährstoffaufnahme von Pflanzen. Dies gilt auch für Araucarien. Es werden daher u.a. Mykorrhizapilze isoliert und identifiziert. Die qualitativen Untersuchungen sollen mit Hilfe molekularer Marker abgesichert und mittels biochemischer Pilzmarker quantifiziert werden. Dabei wollen wir den Einfluß des Mykorrhizierungsgrades auf Wachstum und Entwicklung von Araucarien-Jungpflanzen untersuchen. Wir wollen aber auch Wurzeln von Pflanzen im Umfeld von Araucarien erfassen, da diese als "Pilzreservoir" für neu zu pflanzende Araucarien fungieren können. Besondere Bedeutung kommt hier Nutzpflanzen zu, da z.B. Mykorrhiza-Pilze von Maispflanzen auch Mykorrhizen mit Araucarien formen (R. Seitz, Curitiba, pers. Mitteilung) Längerfristig sollen diese Untersuchungen auf die Entwicklung von Araucarien erweitert werden. Dazu gehört eine genauere Untersuchung der Standortansprüche in verschiedenen Entwicklungsphasen (Licht-, Temperatur-, Wasser- und Nährstoffbedarf). Dies erscheint unumgänglich, da hierzu kaum Daten vorliegen. Dazu gehört aber auch die Analyse von Araucaria-Holz, das einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt. Es soll daher in einem späteren Stadium der Stamm in die Untersuchungen einbezogen werden. Dazu sind Analysen an Bohrkernen vorgesehen. Die für die Stammentwicklung wichtige kambiale Aktivität soll mikroskopisch über die Bildung von Leitgewebe (Phloem, Xylem) und über das Verhältnis von Frühholz/Spätholz beschrieben werden. Außerdem kann durch die Auswertung von Jahrringbreiten genetisch charakterisierter Bäume das Zuwachsverhalten und dessen Beeinflussung durch Genetik/Standort bestimmt werden. | |||
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