Das Netzwerk Elektronenmikroskopie Tübingen wird von folgenden vier Institutionen getragen: Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie (MPI EB), Naturwissenschaftlich Medizinisches Institut (NMI), Universität Tübingen (UT) und Universitätsklinikum Tübingen (UKT).
Im Netzwerk sind mehr als 15 Arbeitsgruppen zusammengeschlossen, die 5 verschiedenen Fakultäten der Universität (Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Medizin und Physik) angehören
Es stehen 8 Transmissionselektronenmikroskope mit 120 kV Beschleunigungsspannung oder größer sowie 4 TEMs mit Energiefilter im Einsatz |
Arbeitsgebiete des Netzwerks: Die Arbeitsgruppen decken von der Elektronenoptik und Gerätetechnik über die Materialforschung, die anorganisch/biologisch Grenzflächenforschung und die Forschung in den Lebenswissenschaften einen breiten Bereich der Forschung mittels Elektronenmikroskopie und -spektroskopie ab. Ein Schwerpunkt liegt bei der Erarbeitung neuer Methoden für Abbildung und Spektroskopie, sowie bei Anwendungen in den Lebenswissenschaften. Es bestehen vielfältige Kooperationen zwischen den Arbeitsgruppen, die weiter ausgebaut werden sollen |
Aufgaben des Netzwerks :
(i) die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Elektronenmikroskopie sicherzustellen
(ii) die notwendigen Vorarbeiten/Probenpräparation an mehreren Instituten zur Verfügung zu haben und
(iii) das gesamte methodische know how, das zur Bedienung der Geräte sowie der Datenauswertung notwendig ist, an die Personen zu vermitteln, die diese Geräte nutzen wollen
(iv) ein Forum des wissenschaftlichen Austausches und der Lehre darzustellen
(v) eine nach außen sichtbare, leistungsfähige Struktur in Tübingen zu schaffen, die die Einwerbung von Drittmitteln erleichtert
(vi) die Funktion eines Brückenkopfes zu externen, leistungsfähigeren Mikroskopzentren sicherzustellen |
Bedeutung der Elektronenmikroskopie
Die Bedeutung der Elektronenmikroskopie für die Lebenswissenschaften und Materialforschung steigt durch immer leistungsfähigere Mikroskope und Präperationsverfahren stetig an. Innovationen wie die energiegefilterte Abbildung, Spektroskopie mit Elektronen und Röntgenstrahlen erlauben, Struktur und chemische Zusammensetzungen von Proben in einem Gerät mit höchster Ortsauflösung und hoher Genauigkeit zu messen. Durch Energiefilter, Monochromatoren und Cs Korrektoren werden in Zukunft noch leistungsfähigere Geräte verfügbar sein, die die Materialforschung und Lebenswissenschaften entscheidend beflügeln werden. Um von diesen Entwicklungen profitieren zu können, muss die Lehre und Ausbildung gestärkt werden. |