Schnitt
40 (CAS
98/00):
Am
Südwesthang der Castellina wurde ein langer von SW nach NO verlaufender
Mauerzug untersucht. Diese nachantike Struktur besteht aus Macigno- und
Scagliablöcken. Da einige Mauersteine als unregelmäßige Orthostaten
verbaut wurden, kann es sich nicht um aufgehendes Mauerwerk handeln. Die
Funktion dieses locker gefügten Mauerzuges kann nicht näher bestimmt
werden, eventuell handelt es sich hier um eine Abgrenzung verschiedener
Besitztümer. Östlich dieser Struktur wurde neben einer Nord-Süd
orientierten Mauer ein ca. 1,50 x 0,70 Quadratmeter großes, verputztes
Becken (c) gefunden. Dieser
Komplex gliedert sich in das Nord-Süd orientierte Raster des römischen
Bebauungsschemas ein und auch die Funde (Bronzemünze
aus Apameia in Kleinasien,
Dachziegel
mit Stempel) weisen in die römische Phase der Siedlung.
Ebenfalls
bemerkenswert sind die Oberflächenfunde von Fragmenten späthellenistischer
Architekturterrakotten.
Schnitte
39, 45 und 49 (CAS
99/00):
Am
Südwesthang wurde ein Wohnbereich aus etruskischer Zeit aufgedeckt, der
noch während der römischen Zeit in Benutzung war. Im östliche Teil
von Schnitt 45 (a) wurden
sogar Strukturen des 6. Jh. v. Chr. gefunden. In hellenistischer
Zeit erfolgte die Pflasterung der beiden Nord-Süd orientierten Straßen,
die in unmittelbarem Zusammenhang zu den angrenzenden Gebäuden stehen.
Die zwei Bauten im Mittelteil des Abschnittes wurden in römischer Zeit
umgebaut: Am östlich gelegenen Gebäude (a)
wurde unter Verwendung von Spolien eine neue Mauer errichtet. Der in
Versturzlage gefundene Teil eines Ziegelfußbodens gehört der gleichen
Phase des Gebäudes an. In der nordwestlich gelegenen Raumeinheit (b)
wurde vermutlich zur selben Zeit der Eingangsbereich erneuert und ein Fußboden
aus Opus
Signinum
eingezogen. Zu den Funden in Schnitt 45 zählen unter anderem ein
attisch rotfiguriges Keramikfragment, zwei Öllämpchen aus
hellenistischer Zeit, ein frühaugusteischer
Sesterz und ein Marmorköpfchen
des 3. Jh.
n. Chr.
Schnitt
47 (CAS
00):
Unterhalb
von Schnitt 40 wurde eine vereinzelte Säulentrommel gefunden.
Vermutlich gehörte diese Trommel zu einem weiter oben stehenden, nicht
mehr erhaltenen Gebäude.