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- Glossar Vorderseite
von Münzen, häufig mit Bildmotiven von Gottheiten oder - ab der römischen
Kaiserzeit - mit den Herrscherportraits geschmückt. Sie
umfaßt die prähistorischen Kulturen des 2. Jt. v. Chr. Steinkiste
für Körperbestattung mit firstdachförmiger Abdeckung durch
Flachziegel, Ihre Wände
bestehen aus kleinen Steinblöcken oder hochkant gestellten Ziegeln. Das
Cappucina-Grab ist die typische Bestattungsform in der römischen
Kaiserzeit. Etruskische
Großstadt und Seemacht ca. 20 km südlich der Castellina del Marangone
gelegen, die seit dem 7. Jh. v. Chr. zum Territorium von Cerveteri gehört
haben dürfte. http://www.eterna.it/cerveteri/indice.htm Bürgerkrone
aus Eichenlaub als besondere Auszeichnung römischer Politiker. Bedeutendes
Architekturelement der dorischen und etruskischen Säule im Übergang
vom Säulenschaft zur Deckplatte des Kapitells. Seine Form war in
etruskischer Frühzeit wulstförmig (Echinus = Seeigel), in der
griechisch-dorischen Architektur hingegen gestrafft. Bewohner
der griechischen Insel Euböa östlich von Attika. Sie sind berühmt als
frühe Seefahrer und älteste griechische Kolonisten im westlichen
Mittelmeerraum, u.a. als Gründer von Pithekussai und Kyme. Langrechteckige
Grube für einzelne Körperbestattungen. Sie sind
mit einer kleinsteinigen Wandversteifung und einer horizontalen
Deckplatte versehen und charakteristisch für
die Frühe Eisenzeit (Villanova Kultur) des späten 9. bis frühen 7.
Jh. v. Chr. und als Vorstufe des Kammergrabes anzusehen. Zeitraum
vom frühen 7. bis etwa Mitte des 5. Jh. v. Ch., der Blütezeit und
Seehoheit der Etrusker im westlichen Mittelmeerraum. Hellenistische
schwarze Glanztonkeramik Diese
für die etruskische Spätzeit (4. - 2. Jh. v. Chr.) typische Keramik
wird auch als Schwarzfirnis-Ware oder italienisch als Vernice nera
bezeichnet. Diese Keramik ist mit einem schwarz glänzendem Überzug
versehen und weist vereinzelt auch Stempeldekor auf. Sie fand besonders
als Trinkgeschirr Verwendung. Die
Spätzeit der etruskischen Kultur in der Folge der durch die Eroberungen
Alexanders des Großen im späten 4. Jh. v. Chr. ausgelösten
Hellenisierung (Übernahme griechischer Kultur) weiter Teile des
Mittelmeerraumes, einschließlich Italiens und Etruriens. Anders
als in den benachbarten Tuffzonen (Cerveteri, Tarquinia) mit gehöhlten
Grabanlagen sind die Gräber der Nekropolen der Castellina del Marangone
weitgehend aus Steinblöcken errichtet. An den Seitenwänden sind sie
mit meist steinernen Totenbetten
ausgestattet. Sie enthalten eine oder zwei Grabkammern und waren zwecks
Nachbestattung mit einem gemauerten Zugang (Dromos) versehen. Als
Dachkonstruktion wird aufgrund von wenigen verstürzten
Dachblockfragmenten ein Satteldach aus Kraggewölbe mit abgeschrägten
geraden inneren Sichtseiten angenommen Landschaft
in Süditalien. Hier wurden im 8. Jh. v. Chr. die griechischen Kolonien
Pithekussai (auf Ischia) und Kyme, das spätere Cumae, gegründet. In
der griechischen Architektur der dreistufige Unterbau des Tempels. Der
Begriff wird jedoch auch für die steinerne Umfassungsbasis etruskischer
Tumulusgräber verwendet (hier senkrecht gestellte Steinplatten). Bedeutende
Stadt in Kampanien. Sie wurde gegen 750 v. Chr. als älteste griechische
Kolonie des italischen Festlandes gegründet. Die
agrarisch genutzen Flächen erstreckten sich von der Castellina aus nach
Norden und Osten. Hier befinden sich seichte Hügel sowie eine
ausreichende Wasserversorgung. Der
Wahl dieser Gebiete könnte sowohl der Schutz der Ackerflächen durch
Angriffe vom Meer aus als auch die leichte Erreichbarkeit der Felder
ohne Unterbrechung durch Wasserläufe zugrundegelegen haben. Solche
Wasserläufe befinden sich z. B. in den Bereichen entlang der Küste mit
den Tälern des Malpasso, Marangone, Fossotellone und Fosso Cupo. Oberflächenfunde,
die bei systematischem Absuchen von noch nicht ergrabenen antiken
Siedlungen gesammelt und systematisch ausgewertet werden Ein
lokal anstehendes, sprödes, plattig brechendes, grobklastisches
Sedimentgestein. Es wurde als Baumaterial für die Fundamente der Wohnhäuser
sowie für Kammergräber verwendet. Es ist nicht
für das Einhöhlen von Gräbern geeignet. Die
Friedhöfe waren als Totenstädte mit oberirdisch sichtbaren Grabbauten
ausgestattet, die sich außerhalb der Wohnsiedlung befanden und diese an
Fläche weit übertrafen. Fußbodenbelag
aus fest gepreßtem Ziegelmörtel mit vereinzelten hellen Steineinlagen,
typisch für das 3./2. Jh. v. Chr. Offene
Schalenform, häufig für Trankopfer verwendet. Hartes,
schwarzgraues Vulkangestein, konsistenter als Tuff und deshalb als
Material für Plastiken und Architekturelemente geeignet. Älteste
Kolonie der griechischen Euböer im Westen, die im 8. Jh. v. Chr. als
Handels- und Industrieplatz auf der Insel Capri in Kampanien gegündet
wurde. Großes,
häufig mannshohes Vorratsgefäß aus Ton, das meist im Boden verankert
war. Wichtiges
Handelsvolk aus der Levante. Seit dem 8. Jh. v. Chr. nach der Gründung
von Karthago (Tunesien) Partner und meist Verbündeter der etruskischen
Stadtstaaten. Rückseite
von Münzen, in der Regel mit Bildmotiven und Schriftzeichen versehen. Saggio Die
italienische Bezeichnung für Grabungsschnitte mit rechtwinkligen Außenbegrenzungen.
Sie werden in der Regel bis zum Felsboden freigelegt, die Erdschichten
stratigraphisch erfaßt und die Einzelfunde sowie die Architekturbefunde
untersucht. Heller
lokal anstehender Kalkstein. Er ist weicher und leichter zu bearbeiten
als Macigno und eignet sich besonders für Rechteckquader. Deutsche
Bezeichnung für den italienischen Begriff -->
Saggio. Die
jüngere Phase der Bronzezeit (ca. 13./12. Jh. v. Chr.) und die Spätphase
der Apennin Kultur. Die Keramik zeichnet sich durch unverzierte Wände
und Henkel mit stilisierten Tierfiguren aus. Systematisch
durchgeführte Begehung von nicht ergrabenen antiken Plätzen, bei
der alle signifikanten topographischen Elemente sowie Baustrukturen
registriert sowie die Einzelfunde gesammelt und ausgewertet werden. Schmuckband
aus Stoff, das um den Kopf gelegt wird oder auch an Denkmäler befestigt
sein kann und dessen Enden lose herabhängen. Etruskische
Großstadt und Seemacht seit dem 8. Jh. v. Chr. und Hauptort des nördlich
an die Castellina del Marangone angrenzenden Territoriums. Apotheker
und Archäologe aus Civitavecchia. Er öffnete 1967 einen
Grabungsschnitt auf der Castellina (Toti-Schnitt) und fand u. a.´Eisenschlacken
sowie griechisch euböische Keramik des 8. Jhs. v. Chr. Sein wichtigstes
Forschungsgebiet ist die Frühe Eisenzeit im Gebiet der Tolfaberge. Vulkanisches,
leicht zu bearbeitendes Gestein. Griechische
Bezeichnung für Etrusker. Seit dem 8. Jh. v. Chr. literarisch und später
auch durch Inschriften belegt. Die Bezeichnung wird häufig auch für
Seeräuber im östlichen Mittelmeerraum verwendet, wobei bisweilen
ungeklärt ist, ob es sich dabei ebenfalls um Etrusker oder um Leute aus
der Ägäis handelt. Früheisenzeitlicher
Friedhof östlich von Bologna. Er ist namengebend für die Villanova
Kultur des 10.-8. Jhs. v. Chr., die heute als die älteste Phase der
etruskischen Kultur angesehen wird. Römischer
Architekt und Schriftsteller zur Zeit des Augustus (1. Jh. v. Chr.).
Seine Zehn Bücher über Architektur sind die Grundlage unserer
Kenntnis des damaligen Bauwesens. Zudem liefern sie die Fachausdrücke für
die antike Architektur überhaupt. Weihegabe
an eine Gottheit. Diese wird an sakralen Orten (Heiligtümer, Gräber)
deponiert, meist in der Form von figürlichen Plastiken, anatomischen
Modellen oder Gefäßen, häufig mit Weihinschriften versehen. Eine
Votivgabe dient dem Ziel Unterstützung durch die angerufene Gottheit zu
erfahren. Unterirdisch
angelegtes Wasserreservoire. Zisternen sind entweder in den Felsen
eingearbeitet oder wie auf der Castellina aus Steinen hochgemauert. Zur
Isolierung der Wände diente in etruskischer Zeit eine äußere
Erdpackung aus gereinigtem Lehm. In römischer Zeit besaßen die Wände
innen einen wasserundurchlässigen Ziegelmörtelverputz.
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