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Nachdem
die Grabung durch Zeichnungen, Fotografien und Filmaufnahmen an Ort
und Stelle dokumentiert wurde, müssen die Einzelpläne in Tübingen
digitalisiert und zu einem einheitlichen Plan zusammengefügt werden.
Die Arbeitsberichte der Schnittleiter werden auf der Basis des
Grabungstagebuches ausformuliert.
Parallel dazu wird die
Funddokumentation überarbeitet. Bereits auf der Grabung wurden die Stücke
klassifiziert, inventarisiert,
wenn nötig restauriert, fotografiert und gezeichnet. Darüber hinaus
wurden Computerdatenbanken mit der Beschreibung der Objekte angelegt und
von
einzelnen Objekten Matrizen für Abgüsse hergestellt.
In Tübingen werden die Zeichnungen
ausgetuscht, inventarisiert und im Fundinventar nachgetragen.
Ebenso werden die digitalen Fotografien mit der Datenbank verbunden und
Abgüsse und Rekonstruktionen einzelner Fundstücke hergestellt.
Die Aufnahmen der Videokamera
werden archiviert und dienen neben der allgemeinen Dokumentation der
Grabung auch für die Herstellung von Kurzfilmen.
Erst jetzt beginnt die
eigentliche Auswertung der Grabungskampagne. Um die einzelnen Abschnitte
der Benutzung der Siedlung herauszuarbeiten, müssen die Funde
gezielt bestimmt, datiert und in Relation zur
Fundsituationen gesetzt werden. Mit ihrer Hilfe können
schliesslich Phasenpläne erstellt werden, die nun als Grundlage für
die Interpretation dienen können. In der Diskussion und Zusammenarbeit
aller Grabungsteilnehmer, meist in Übungen oder Seminaren, wird
schliesslich ein Gesamtbild verschiedener Strukturen, etwa Gebäude,
Strassen, Zisternen etc. herausgearbeitet, die einen Einblick in die
Organisation der Besiedlung und ihre Veränderungen im Laufe der Zeit
erlauben.
Die
Abgüsse, Rekonstruktionen und auf den Ergebnissen basierende Modelle
werden mit kurzen Erläuterungen in Vitrinen im Institut einem breiteren
Publikum präsentiert.
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