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Tübinger Nachwuchsgruppenleiterin in der Chemie erhält Jahrespreis der ADUC  link

Dr. Dai Zhang wird mit Habilitandenpreis ausgezeichnet

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Tübinger Nahfeldmikroskop liefert höchstaufgelöste optische Bilder eines organischen Halbleiters  gb

Millionenfache Verstärkung des Leuchtens an molekularen Stufen erreicht

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Alfred Meixner und Dr. Dai Zhang vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Tübingen hat ein Nahfeldmikroskop entwickelt, das die optischen Eigenschaften einer organischen Halbleiterprobe mit einer Auflösung und Empfindlichkeit zeigt, die lange Zeit aufgrund physikalischer Gesetze als unmöglich galten. Das neu entwickelte Tübinger Mikroskop gestattet es, auf den Nanometer genau gleichzeitig optische Spektren und das Höhenprofil einer Oberfläche zu vermessen ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter. ''Molekulare Stufen eines Halbleiterfilms leuchten und sind deutlich als helle 17 Nanometer breite Streifen zu erkennen. Daraus ergeben sich erstaunliche neue Erkenntnisse, die bisher mit keiner anderen Methode erhalten werden können'', sagt Alfred Meixner. Die Ergebnisse wurden am 5. Februar 2010 in der Zeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht und beruhen auf einer Zusammenarbeit mit Ute Heinemeyer und Prof. Dr. Frank Schreiber vom Institut für Angewandte Physik der Universität Tübingen und Dr. Reinhard Scholz von der TU München.

Halbleiter aus organischen Dünnfilmen spielen eine wichtige Rolle in neuartigen elektronischen Anwendungen, zum Beispiel in organische Solarzellen zur Energiegewinnung aus Sonnenlicht oder in organischen Leuchtdioden (OLEDs) für biegsame hochauflösende Bildschirme. Ihre elektronischen und optischen Eigenschaften unterscheiden sich wesentlich von den Eigenschaften der organischen Moleküle, aus denen sie aufgebaut sind. Insbesondere die mikroskopische Struktur ist noch nicht gut verstanden, obwohl zum Beispiel molekulare Inseln, Kanten und Fehlstellen die Filmeigenschaften stark beeinflussen.

Genau dies macht das Tübinger Mikroskop sichtbar. Dazu wird eine äußerst feine Goldspitze bis auf ein bis drei Nanometer an die Halbleiteroberfläche herangebracht und gleichzeitig mit einem scharf fokussierten Laserstrahl beleuchtet. ''Wir haben bei nanometergenauer Auflösung eine optische Signalverstärkung von bis zu einer Million erhalten'', erklärt Alfred Meixner. ''So eine hohe Verstärkung ist möglich, weil die Spitze im Fokus eines Parabolspiegels steht: Diese Kombination ergibt eine perfekte optische Antenne. Die Goldspitze konzentriert das Licht lokal in den nur Nanometer großen Spalt direkt zwischen Spitzenende und Probenoberfläche und erzeugt dort ein optisches Nahfeld, welches die Probe anregt. Photonen, die dort von der Probe erzeugt werden, gelangen auf dem umgekehrten Weg über die Spitze und den Parabolspiegel auf einen empfindlichen Detektor.''
dip

Bildlegende: Das obere Bild zeigt die topografische Messung eines Diindenoperylen-Films. Hell bedeutet hohe, dunkel bedeutet niedrige Gebiete. Im unteren Bild sind die topographische und die optische Messung überlagert letztere in Rot-Gelb-Tönen; je heller der Farbton, desto höher die Lichtintensität.(Weiteres Bild) Bild: AG Meixner, Universität Tübingen

Die Nahfeldmessungen der Halbleiterfilme aus Diindenoperylen-Molekülen (DIP) ergaben, dass die Kanten der DIP-Nano-Terrassen leuchten: die Kanten sind nur eine bis drei Molekülschichten hoch und erscheinen als helle Streifen von etwa 17 Nanometer Breite. Dies liegt an Elektronenlochpaaren, sogenannten Exzitonen, die in dem Halbleiter DIP durch das Nahfeld der Spitze erzeugt und auch detektiert werden. ''Wäre unsere Goldspitze nicht da, würden die Exzitonen hauptsächlich thermisch zerfallen'', erklärt Alfred Meixner. ''Dieser Durchbruch könnte dazu führen, dass die Nahfeldmikroskopie Eingang in die Materialforschung findet und dort zu grundlegenden neuen Erkenntnissen führt'', sind sich Reinhard Scholz und Frank Schreiber einig.

Weitere Informationen Nahfeldmikroskopie, Parabolspiegelmessungen

OrignalveröffentlichungPhys. Rev. Lett. 104, 056601 (2010)

Für Nachfragen: Professor Dr. Alfred Meixner, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Auf der Morgenstelle 8, 72076 Tübingen, Tel.: 07071/29-76903, E-Mail:alfred.meixner(at)uni-tuebingen.de

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solar report

Mapping Solar Cells

Recently, a large amount of evidence has shown that the device performance of bulk heterojunction solar cells is critically influenced by the nanometer-scale local morphology of the blend film. By applying transmission electron microscopy (TEM) it has been possible to image the distribution of polymer and fullerene domains with a spatial resolution of a few nanometers. However, so far it has not been possible to monitor the photophysical processes on this length scale.

Now, in new work published by Dr. Dai Zhang and co-workers from around Germany, high-resolution near-field spectroscopic mapping has been successfully applied to investigate the influence of thermal annealing on the morphology of the poly(3-hexylthiophene) and [6, 6]-penyl-C61 butyric acid methyl ester (P3HT:PCBM) blend film, proving its ability to map the local chemical composition and photophysics of these blends at a length of a few nanometers.. Based on the simultaneously recorded morphology and spectroscopic information, the interplay among the blend film morphology, the local P3HT:PCBM molecular distribution, and the P3HT photoluminescence (PL) quenching efficiency were analysed.

PL and Raman signals of the electron donor (P3HT) and acceptor (PCBM) were probed at an optical resolution of approximately 10 nm, which allowed the direct identification of the chemical nature of the different domains. In addition, the authors quantitatively revealed the local PL quenching efficiency, which is related to the electron transfer from P3HT to PCBM.
cover


Wang,X. et al.  Advanced Functional Materials  20 (2010) 492-499
News report on materialsviews.com
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nanotech
Tailoring gold nanostructures for near-field optical applications
Nanotechnology 21 (2010) 065301