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| 1904
| | Auf Druck des württembergischen Ministeriums des Kirchen- und Schulwesens läßt Tübingen als sechste Universität im Deutschen Reich Frauen zum Studium zu. Vorangegangen waren die Länder Baden und Bayern mit ihren Universitäten Freiburg, Heidelberg, München, Erlangen und Würzburg.
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| 1912
| | Neue Universitätsverfassung: Trennung des Akademischen Senats in einen Großen und einen Kleinen Senat. In diesen Gremien sind erstmals auch Nichtordinarien repräsentiert.
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| 1918
| | Gründung des AStA in seiner modernen Ausprägung.
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| 1920
| | Gründung der "Tübinger Studentenhilfe", seit 1930 unter der Bezeichnung "Studentenwerk".
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| 1922
| | Zusammenlegung von juristischer und staatswissenschaftlicher Fakultät zur Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
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| 1924
| | Gründung der verdienstvollen Fördergesellschaft "Vereinigung der Freunde der Universität Tübingen". - Erste Verleihung der Würde eines Ehrensenators.
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| 1933 - 1935
| | Gleichschaltung der Universität im Nationalsozialismus. Nach der Bestellung von Gustav Bebermeyer zum Regierungskommissar "mit besonderen Vollmachten" legt der Universitätskanzler August Hegler sein Amt nieder, das in der traditionellen Form seither nicht wiederbelebt wurde. Von den 185 im Wintersemester 1932/33 der Universität angehörenden Lehrkräften brauchen auf Grund des antisemitischen Gesetzes "zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" lediglich 3 entlassen zu werden. Im Wintersemester 1933/34 gehören 62^% des Lehrkörpers der NSDAP an.
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| 1935 - 1936
| | Zwangsauflösung der studentischen Verbindungen, Umwandlung in sogenannte "Kameradschaften". Starker Rückgang der Hörerfrequenz (Tiefpunkt 1940: 889).
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| 1940
| | Aufteilung des Studienjahrs in drei Trisemester, nachdem durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs das Wintersemester 1939/40 ausgefallen war.
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| 1942
| | Verlust der Rechtsfähigkeit der Universität und Übereignung des bis in die Gründungszeit zurückgehenden Universitätsvermögens an den württembergischen Fiskus.
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| 1945
| | Schließung der Universität bei Kriegsende. Nach der Aufnahme des Lehrbetriebs am 20. August in der Evangelisch-theologischen und der Katholisch-theologischen Fakultät als erstes Nachkriegssemester in Deutschland erfolgt am 15. Oktober die feierliche Wiedereröffnung der Universität. - Entlassung der ehemaligen NSDAP-Mitglieder unter dem Lehrkörper. - Einführung des Numerus clausus, zeitweilige Aufnahmesperre für Frauen zugunsten von Kriegsheimkehrern. Durchschnittsfrequenz in den ersten Nachkriegsjahren: 3000. Später rapides Ansteigen der Studentenzahlen (1954: 5.000, 1962: 10.000, 1974: 15.000).
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| 1948
| | Als Folge der Währungsreform können die zumeist als Familienstiftungen organisierten Tübinger Studienstipendien, die schon in der Inflation 1923 den größten Teil ihrer Kapitalien verloren hatten, ihren Stiftungszweck nicht mehr erfüllen. Ihre Vermögensreste werden 1962 in der "Tübinger Stipendienstiftung" und der "Stiftung Wissenschaftlicher Nachwuchs" zusammengefaßt.
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| 1952
| | Durch die Bildung des Südweststaats verliert Tübingen den de-facto-Status einer württembergischen Landesuniversität.
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| 1957
| | Die Universität erlangt wieder ihre Rechtsfähigkeit als Körperschaft des öffentlichen Rechts. - Beginn einer breiten staatlichen Studienförderung durch das "Honnefer Modell", 1971 abgelöst durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz "BAföG".
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| 1958
| | Ein Generalbebauungsplan legt die Ausdehnung der Universität im Norden der Stadt in den Gewannen Schnarrenberg, Morgenstelle und Rosenau fest.
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| 1961
| | Zu einer der Massenuniversitäten des 20. Jahrhunderts angewachsen, führt Tübingen den 1953 aufgehobenen Numerus clausus wieder ein, zuerst für Medizin und Zahnmedizin, später auch für alle anderen in Baden-Württemberg eingerichteten Studiengänge.
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| 1967
| | Beginn der Studentenunruhen. In den nächsten Jahren polarisieren Demonstrationen, "Sit-ins", Vorlesungsboykotte, Gerichtsverhandlungen, ja selbst Abbruch von Gottesdiensten Studenten- wie Professorenschaft.
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| 1969
| | Neue Verfassung ("Grundordnung") der Universität: Aufgliederung der 6 Fakultäten in 17 Fachbereiche.
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| 1972
| | Ablösung des Rektorats- durch das Präsidialsystem.
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| 1973
| | Das vom Studentenwerk verwaltete Studentendorf "Waldhäuser-Ost" wird mit inzwischen 1606 Plätzen in Betrieb genommen.
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| 1974
| | Nach zehnjähriger Planungs- und Bauzeit ziehen die ersten naturwissenschaftlichen Institute auf der Morgenstelle ein.
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| 1975
| | Umwandlung des Studentenwerks in eine Anstalt des öffentlichen Rechts, neben der das alte Studentenwerk als Verein fortbesteht.
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| 1977
| | Die Universität feiert ihr fünfhundertjähriges Jubiläum.
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| 1978
| | Das zum 1. Januar in Kraft getretene Landes-Universitätsgesetz leitet mit der Abschaffung der Lehrstühle eine tiefgreifende Reform der Lehrkörperstruktur ein. Änderung der "Grundordnung" der Universität. Organe der Universität: Universitätspräsident (vertreten durch 3 Vizepräsidenten), Großer Senat (63 Mitglieder), Senat (39 Mitglieder) und Verwaltungsrat (11 Mitglieder). Statt 17 Fachbereiche jetzt 16 Fakultäten. Nach der Auflösung der Verfaßten Studentenschaft erhält der AStA als Ausschuß des Großen Senats eine neue Organisationsform.
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| 1979
| | Tübingen zählt erstmals im Wintersemester 1979/80 mehr als 20.000 Immatrikulierte, darunter ebenfalls erstmals über 1.000 ausländische Studierende.
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| 1989
| | Wahl der ersten Frauenbeauftragten an der Universität.
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| 1991
| | Eine neue Fakultät für Informatik nimmt ihre Arbeit auf.
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| 1992
| | Vereinigung der beiden Medizinischen Fakultäten.
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| 1993
| | Bei einem Frauenanteil von 45,6^% erreicht im Wintersemester 1993/94 die Frequenz mit 26.245 Studierenden den bisherigen Tübinger Höchststand.
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| 1995
| | Einführung des Instituts des Studiendekans an den Fakultäten.
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| 1997
| | Eröffnung des Museums Schloß Hohentübingen mit Glanzstücken aus der Ur- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie, Ägyptologie, Altorientalistik und Ethnologie.
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| 1998
| | Erstmals seit fast 20 Jahren sinkt im Wintersemester 1998/99 die Zahl der Studierenden wieder unter 20.000.
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