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Karl Heinz Beckurts-Preis 2009 geht an Eberhart Zrenner
Auszeichnung für das weltweit erste Netzhautimplantat
Prof. Dr. Eberhart Zrenner, Direktor des Forschungsinstituts für Augenheilkunde der Universität Tübingen, ist einer der beiden Gewinner des Karl Heinz Beckurts-Preises 2009. Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung zeichnete am 18. Dezember 2009 zwei Wissenschaftler mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis 2009 aus. Die Preise in Höhe von jeweils 30.000 Euro werden vergeben für herausragende wissenschaftlich-technische Leistungen, von denen Impulse für die industrielle Innovation ausgegangen oder zu erwarten sind.
Eberhart Zrenner erhält den Beckurts-Preis 2009 für seine herausragenden Forschungsergebnisse in der Forschung, Entwicklung und klinischen Erprobung des weltweit ersten subretinalen elektronischen Netzhautimplantats. Es kann bei erblindeten Menschen Sehleistungen wiederherstellen, die bis hin zur Erkennung von Buchstaben und Wörtern reichen. Dabei wird ein Chip mit 1500 lichtempfindlichen Dioden, Verstärkern und Elektroden unter die Netzhaut eingepflanzt, der das Bild in ein Raster von elektrischen Impulsen umwandelt und über Netzhautneurone an das Gehirn weiterleitet.
Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung wurde 1987 von der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gegründet, um den Forscher und Manager Karl Heinz Beckurts, der 1986 einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist, zu ehren und das Andenken an ihn wachzuhalten. Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Wirtschaft brachten gemeinsam die Mittel für eine Stiftung auf, die sich vor allem die Förderung der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Ziel gesetzt hat.
Weitere Informationen: www.beckurts-stiftung.de

