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11.02.2009 11:05

Erste Osteuropa-Tage der Universität Tübingen vom 17. bis 20. Februar

In mehreren Fakultäten wird über Ost- und Mitteleuropa und die EU diskutiert

Vom 17. bis 20. Februar 2009 finden erstmals die Osteuropa-Tage der Universität Tübingen statt. Im Jahr der Europawahlen haben das Dezernat für Internationale Beziehungen und mehrere Fakultäten ein umfangreiches Programm für die Öffentlichkeit organisiert. Wissenschaftler der evangelischen Theologie, der Wirtschaftswissenschaften, der Sozial- und Verhaltenswissenschaften, der Slavistik, der Chemie und der Geowissenschaften haben Wissenschaftler(innen) der osteuropäischen Partnerhochschulen und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus Osteuropa eingeladen, um öffentlich über "Ost- und Mitteleuropa und die EU: Lernprozesse – Barrieren – Chancen" zu diskutieren. Im Rahmen der Osteuropatage werden auch die zahlreichen und langjährigen Partnerschaften der Universität mit Hochschulen in Osteuropa der Öffentlichkeit präsentiert.

Eröffnet wird das Symposium am Vormittag des 17. Februar mit einem Festakt im Großen Senat durch Staatsminister Prof. Wolfgang Reinhart. Den Auftakt des öffentlichen Programms bildet dann um 17 Uhr eine Podiumsdiskussion der Politikwissenschaft zum Thema "Europaparlamentswahlen 2009 in den osteuropäischen EU-Staaten". An der Diskussion werden u. a. zwei Abgeordnete des europäischen Parlaments aus Bulgarien und Rumänien teilnehmen.

An den Folgetagen werden öffentliche Vorträge und teilweise ganztägige Workshops zur aktuellen Situation einzelner osteuropäischer Länder das Programm fortsetzen: Russland, Weißrussland, Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Lettland, Kroatien und Slowenien. Es wird um Themen gehen wie "Staat und Kirche in Ländern der russisch-orthodoxen Kirche" oder "Erziehungswissenschaftliche Perspektiven der Hochschulentwicklung in Osteuropa" und "Probleme der Stadtentwicklung in Ost- und Südosteuropa". Einzelne Vorträge widmen sich außerdem der sozialen Lage in bestimmten Regionen – so etwa eine fotografische Erkundung von Obdachlosigkeit im Stadtgebiet von Lodz oder ein Beitrag zur Freizeitkultur der russischen Provinzstadt Kazan um 1900. Ein Vortrag im Ludwig-Uhland-Institut widmet sich der Krawatte als Symbol nationaler Identität in Kroatien.

Das Slawische Seminar bietet außerdem ein begleitendes Kulturprogramm mit Lesungen, Filmvorführungen und einer literarisch-musikalischen Collage zu Kafkas "Verwandlung" an. Lidia Amejko, die polnische Autorin des Stücks "Nondum", das an drei Abenden in einer szenischen Lesung im Brechtbautheater vorgestellt wird, ist ebenfalls zu Gast.

Die Veranstaltungen richten sich explizit an eine breitere Öffentlichkeit und sollen zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Studium Generale-Reihe fortgeführt werden.

 

Nähere Informationen:


Dr. Kordula Glander
Dezernat für Internationale Beziehungen
Wilhelmstr. 9
72074 Tübingen
T. 0 70 71/29-7 74 92
E-Mail k.glander [at] uni-tuebingen.de

 

 

EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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