Die Universitätsleitung informiert - Archiv

31.03.2009 14:26

42. Sitzung des Tübinger Universitätsrats am 26. März 2009

In seiner Sitzung am 26. März beriet der Universitätsrat ausführlich die Maßnahmen zur Neustrukturierung der Fakultäten. Neben der allgemeinen Entwicklung wurde besonderes Augenmerk auf die Bildung der vorgesehenen naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät gerichtet. Zu diesem Anlass waren die Dekane der derzeit noch fünf naturwissenschaftlichen Fakultäten (Biologie, Chemie und Pharmazie, Geowissenschaften, Informations- und Kognitionswissenschaften, Mathematik und Physik) zu den Beratungen eingeladen, um einen Überblick über den aktuellen Stand bei der Einrichtung einer Großfakultät - insbesondere deren interne Organisation - zu geben. Deutlich wurden dabei die bereits großen Erfolge der Bemühungen, woraufhin das Gremium die Fakultäten sowie die gesamte Universität zur Fortführung des eingeschlagenen Kurses aufrief.

Sabine Stadler, Leiterin des Zentrums für Evaluation und Qualitätssicherung der Universität, berichtete anschließend über den Stand der Arbeiten auf dem Wege zur Systemakkreditierung, welche die Universität unter strengen Qualitätsstandards zu einer selbständigen Akkreditierung von Studiengängen berechtigen würde.

Danach berieten die Mitglieder des Universitätsrates die Möglichkeit zur Einführung achtsemestriger Bachelor-Studiengänge in geeigneten Fächern. Bedeutsam sei dabei eine Profilierung im wissenschaftlichen Bereich, auch im Hinblick auf Promotionsmöglichkeiten und in Unterscheidung zu stark praxisorientierten Studiengängen an Fachhochschulen. Ein achtsemestriger Bachelor-Studiengang soll durch Mobilitätsfenster verstärkt Auslandsaufenthalte und Praktika ermöglichen.

Befürwortet wurde des weiteren die Einrichtung eines "Board of Advisors" aus hochkarätigen internationalen Spitzenwissenschaftlern aus dem Bereich der Lebens- und Naturwissenschaften, der die Universität etwa in Hinblick auf die Exzellenzinitiative beratend begleiten soll.

Ebenso zugestimmt wurde der Einrichtung und Ausschreibung einer hauptamtlichen Prorektorenstelle und der damit verbundenen Änderung der Grundordnung.
Anschließend beschloss der Universitätsrat die Einrichtung von mehreren Studiengängen: zwei Bachelor- und Master-Studiengänge "Psychologie" und "Kognitionswissenschaft" an der Fakultät für Informations- und Kognitionswissenschaften, einen Studiengang "Sozialpädagogik / Allgemein bildendes Fach für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen" am Institut für Erziehungswissenschaft sowie zwei M.A.-Studiengänge "Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie" und "Archäologie des Mittelalters".

Das Gremium stimmte des weiteren den Anträgen auf Freigabe und Ausschreibung folgender W3-Professuren zu: "Bürgerliches Recht, Deutsche Rechtsgeschichte und Juristische Zeitgeschichte" an der Juristischen Fakultät; "Physik / Medizintechnik" an der Fakultät für Mathematik und Physik; "Deutsche Literatur des Mittelalters im europäischen Kontext" an der Neuphilologischen Fakultät; "Neuroimaging", "Innate Immunity", "Klinische Infektiologie und Immunologie" und "Neurologie mit dem Schwerpunkt Epileptologie" an der Medizinischen Fakultät sowie "Umweltphysik" und "Umweltanalytik" an der Geowissenschaftlichen Fakultät.

Am Ende der Sitzung befürwortete der Universitätsrat die Neuordnung der Institute an der Fakultät für Biologie, was vor dem Hintergrund der Neuordnung der Fakultätsstrukturen allerdings als Übergangslösung angesehen wurde.

Professor Dr. Bernd Engler – Rektor

Tilman Todenhöfer – Vorsitzender des Universitätsrats


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