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31.07.2017 12:31

Richtfest für den Ersatzbau des Interfakultären Institutes für Biochemie (IFIB) der Universität Tübingen auf der Morgenstelle in Tübingen am 31. Juli 2017, 11.00 Uhr

Gruppenfoto der Hauptbeteiligten des Neubaus des Interfakultären Instituts für Biochemie der Universität Tübingen (IFIB) (von links nach rechts): Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät; Prof. Dr. Ralf Jansen, IFIB; Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen; Bernd Selbmann, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen; Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen; Dr. Andreas Rothfuß, Kanzler der Universität Tübingen.

Richtfest des Ersatzbaus des Interfakultären Instituts für Biochemie der Universität Tübingen (IFIB). Hauptbeteiligte des Neubaus (v. l. n. r.): Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät; Prof. Dr. Ralf Jansen, IFIB; Prof. Dr. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen; Bernd Selbmann, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen; Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen; Dr. Andreas Rothfuß, Kanzler der Universität Tübingen. Foto: Friedhelm Albrecht/Universität Tübingen

Nach rund 19 Monaten Bauzeit ist der Rohbau eines der derzeit größten Institutsbauvorhaben des Landes, der Ersatzbau des Interfakultären Instituts für Biochemie (IFIB) auf der Tübinger Morgenstelle, abgeschlossen. Gemeinsam mit Handwerkern und Architekten konnten Vertreter von Landesbehörden und der Universität daher am Montag das Richtfest feiern.

 

Das IFIB ist ein weiterer Meilenstein in der Realisierung des Konzepts „Campus der Zukunft“, welches die Universität seit 2008 entwickelt hat. Dieses Konzept erlaubt es, die Universitätseinrichtungen straffer zu organisieren und damit im nationalen und internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben. Darüber hinaus soll es den Sanierungsstau in Gebäuden der Universität beseitigen.

 

Der Strukturplanung des „Campus der Zukunft“ folgten konkrete Prioritätenlisten für die bauliche Umsetzung. Die biochemische Grundlagenforschung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer hochkomplexen life-science entwickelt. Die unterschiedlichen Forschungsschwerpunkte werden an der Universität Tübingen im „Interfakultären Institut für Biochemie“ zusammengeführt.

 

Das über 50 Jahre alte Bestandsgebäude auf dem Schnarrenberg wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Eine Sanierung als Laborgebäude ist wirtschaftlich nicht vertretbar.

 

Die Unterbringung der Biochemiker in einem Forschungsneubau in direkter Anbindung an das Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) schafft nicht nur die realistische Basis für ein funktionierendes Gesamtnetzwerk, sondern fördert vor allem die intensive wissenschaftliche Kommunikation zwischen den Forschungsgruppen und verbessert wesentlich die methodisch-technologische Infrastruktur der zentralen Bereiche.

 

Mit der Standortwahl für das neue Forschungszentrum auf der Morgenstelle ist beabsichtigt, die Vorteile der Lage in einem hochwissenschaftlich orientierten Institutsgebiet auszuschöpfen. Dieser Standort führt durch das Vorhandensein von Hörsälen, Seminarräumen und Werkstätten im zentralen Bereich der Morgenstelle zu erheblichen Einsparungen in den Raumprogrammen des IFIB. Weitere Synergieeffekte entstehen durch die gemeinsame Nutzung sehr hochwertiger Flächen durch die Biochemiker des IFIB und die Molekularbiologen des ZMBP. Dazu gehören etwa die Mikroskopie oder auch die Infrastruktur von Fotolaboren, Gaslager und Werkstätten. Der Neubau als zweiter Bauabschnitt des ZMBP schließt die östliche Raumkante des neuen Campusplatzes und ist damit ein weiterer Baustein der städte-baulichen Gesamtkonzeption „Morgenstelle“.

 

Die planerische Grundidee des Neubaus folgt der Erkenntnis, dass die Institutshochhäuser nur in völlig entleertem Zustand und nicht in Abschnitten saniert werden können. Deshalb wurden für die neuen Institutsgebäude eine geringere Geschosszahl und vor allem eine stärkere funktionale Trennung von Labor-, Büro- und Studierbereichen entwickelt. Daraus resultiert die flächige Bauweise, zu deren Belichtung und Verknüpfung die eingeschnittenen Atrien dienen. Nachhaltigkeit bedeutet auch die Planung der Sanierbarkeit nach einem ersten Nutzungszyklus.

 

Dieses Prinzip wurde beim ZMBP von den Architektinnen und Architekten des Amtes Tübingen zuerst erprobt und dann für den Ersatzbau des Interfakultären Instituts für Biochemie im Rahmen der Entwurfsplanung fortgeführt.

 

Nachdem parallel zur Planung auch die Finanzierung gesichert werden konnte, erfolgte der Baubeginn Mitte Januar 2016. Am 27. Oktober 2016 wurde der Grundstein gelegt und am 31. Juli 2017 erfolgt nun das Richtfest zum Zeichen der Dankbarkeit der Bauherrschaft gegenüber den Handwerkern, die diesen Rohbau errichtet haben.

 

Das Amt Tübingen geht davon aus, dass die Universität zum Wintersemester 2019/20 die neuen Räume beziehen kann.

 

Im Ersatzbau des Interfakultären Instituts für Biochemie (IFIB) werden rund 4.900 qm Hauptnutzfläche zur Verfügung gestellt.

Einige wesentliche Daten:

Objekt: Ersatzbau Interfakultäres Institut für Biochemie (IFIB) der Universität Tübingen
Bauherr: Land Baden-Württemberg, Ministerium für Finanzen, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen
Entwurf / Planung: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen
Werkplanung / Bauleitung:Arbeitsgemeinschaft Wenzel + Wenzel Architekten, Stuttgart und RDS Partner Hattingen Wenzel
Hauptnutzfläche: rd. 4.900 Quadratmeter
Bruttogrundrissfläche:rd. 10.500 Quadratmeter
Umbauter Raum:rd. 43.000 Kubikmeter
Gesamtbaukosten:41,20 Mio. €. Die Finanzierung erfolgt aus dem Bauhaushalt des Landes Baden-Württemberg/Finanzministerium
Baubeginn:Januar 2016
Gepl. Übergabe:August 2019

Pressemitteilung von Vermögen u. Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen

 

 

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