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27.04.2017 11:31

Ehrensenatorenwürde für Kulturwissenschaftler Martin Roth

Ehemaliger Direktor des Victoria and Albert Museum erhält die höchste Auszeichnung der Universität Tübingen

Der Kulturwissenschaftler Martin Roth erhält die Ehrensenatorenwürde der Universität Tübingen. Foto: Spencer Murphy

Der Kulturwissenschaftler Martin Roth erhält die Ehrensenatorenwürde der Universität Tübingen. Foto: Spencer Murphy

Der Kulturwissenschaftler und ehemalige Direktor des Victoria and Albert Museum, Professor Martin Roth, wird neuer Ehrensenator der Universität Tübingen. Wie der Rektor der Universität, Professor Bernd Engler, am 27. April bekannt gab, soll Roth die höchste Auszeichnung der Universität am 19. Mai im Rahmen einer Ausstellungseröffnung in Tübingen verliehen werden. „Kultur überwindet Grenzen, schärft unseren Blick für die Wirklichkeit und gibt nicht zuletzt Menschen, die am Rand stehen, eine Stimme“, sagte Engler. „Diese Auffassung ist bestimmend für das Selbstverständnis Martin Roths.“

 

Mit großer Tatkraft treibe Martin Roth kulturellen und sozialen Dialog voran, immer auch im Bewusstsein der politischen und gesellschaftlichen Dimensionen seines Schaffens, erklärte der Rektor: „Seine Arbeit zeigt in vorbildlicher Weise, wie Wissenschaft und Kultur in der Gesellschaft wirken können und macht ihn zu einer unschätzbaren Bereicherung für die Universität Tübingen.“ Als Kulturschaffender und überzeugter Europäer erhebe Roth in der aktuellen Debatte seine Stimme für eine freie, offene Gesellschaft, die aufkeimenden nationalistischen Entwicklungen mit Vehemenz entgegentrete.

 

Der gebürtige Stuttgarter Martin Roth studierte in Tübingen Empirische Kulturwissenschaft und promovierte 1987 mit einer Arbeit über die Geschichte der kulturhistorischen Museen. Er lebte und forschte längere Zeit in Paris, ehe er 1989 als Mitarbeiter an das Deutsche Historische Museum in Berlin kam. 1991 wurde er Direktor des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, das sich unter seiner Führung zu einem der innovativsten kulturhistorischen Museen des wiedervereinigten Deutschlands entwickelte. Im Jahr 2000 zeichnete er verantwortlich für die Themenausstellungen der EXPO 2000 in Hannover, ehe er 2001 als Direktor an die staatliche Kunstsammlung Dresden wechselte. Von dort bereitete er die viel beachtete Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ vor, die im Chinesischen Nationalmuseum in Peking 2011 eröffnete. Im gleichen Jahr übernahm er schließlich die Leitung des Victoria and Albert Museum in London, des weltgrößten Museums für Kunst und Design. Künftig wird Martin Roth die Geschicke des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart leiten, das sich gemäß seinem Leitbild im „Kulturaustausch für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Völkern, Staaten und Religionen“ engagiert.

 

Die Verleihung der Ehrensenatorenwürde findet am Freitag, den 19. Mai, im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung „Ursprünge. Schritte der Menschheit“ des Museums der Universität Tübingen MUT in der Schlosskapelle auf Schloss Hohentübingen statt.

 

Die Universität Tübingen verleiht die Ehrensenatorenwürde an Persönlichkeiten, die sich um Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur und gesellschaftliche Verständigung verdient gemacht haben. Martin Roth ist aktuell der 36. Ehrensenator der Universität Tübingen, zu denen unter anderem Horst Köhler, Erwin Teufel, Margot Käßmann und Johannes Kärcher gehören.

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