Attempto Palme

Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Institut für Medizinische Biometrie

Regenbogenbalken

Institut für Medizinische Biometrie

Institutsbericht 1999/2000

1. Mitarbeiterverzeichnis

2. Lehrveranstaltungen

3. Beratungen

4. Studienarbeiten

5. Projekte

6. Wissenschaftliche Veröffentlichungen

7. Vorträge, Poster, Berichte, Skripten

8. Sonstiges


1 Mitarbeiterverzeichnis

Professor:

Dietz, Klaus (Dr. rer. nat., Dipl.-Math.)

Wissenschaftliche Mitarbeiter:

*

Diebner, Hans (Dipl.-Phys.)

(bis 07/1999)

Eichner, Martin (Dr. rer. nat., Dipl.-Biol.)

Schenzle, Dieter (PD, Dr. rer. nat., Akad. Oberrat)

(bis 09/1999)

Schwabe, Rainer (PD, Dr. rer .nat., Dipl.-Math.)

(ab 10/1999)

*

Stilianakis, Nikolaos (Dr. rer. nat., Dipl.-Math.)

(bis 09/1999)

*

Träuble, Martin (Dipl.-Math.)

(01/2000-12/2000)

Vonthein, Reinhard (Dr. rer. pol., Dipl.-Stat.)

Nichtwissenschaftliche Mitarbeiter:

Hofmann, Margarete (Fremdsprachensekretärin)

(bis 08/2000)

Kaiser, Birgit (M.A., Fremdsprachensekretärin)

(ab 07/2000)

Reiber, Ulrike (Med. Dokumentarin)

(ab 09/2000)

Wissenschaftliche Hilfskräfte:

Gnirk, Torsten

(05/1999-07/1999)

*

Guo, Jiong

(08/1999-12/2000)

*

Kayalar, Atilla

(03/1999-07/1999;

10/1999-12/1999)

*

Khosravizadeh, Amir Bahram

(01/2000-08/2000)

*

Zehnder, Stefan

(bis 05/1999)

Doktoranden:

*

Dürr, Hans-Peter

Praktikanten:

*

[1]Reiber, Ulrike

(02/2000-07/2000)

Gastwissenschaftler:

Rafajlowicz, E., Prof. Dr., TU Warschau, Polen

14.12. - 21.12.1999

*

Kowal, W., Dr., TU Kiew, Ukraine (DAAD)

16.10. - 15.12.2000

* Mitarbeiter bei Drittmittel-Projekten und Stipendiaten


2 Lehrveranstaltungen

2.1 SS 1999

Biomathematik für Mediziner (Kurs)

Diebner, Dietz, Eichner

Stilianakis, Vonthein

Seminar über aktuelle Fragen der medizinischen Biometrie und Informationsverarbeitung

Dietz, Selbmann

Arbeitsgemeinschaft: Epidemiologie

Diebner, Dietz, Eichner

Stilianakis, Vonthein

Klinische tropenmedizinische Forschung

Dietz, Knobloch, Kremsner, Wiesing

2.2 WS 1999/2000

Biomathematik für Mediziner (Kurs)

Dietz, Eichner, Schwabe,

Vonthein

Seminar über aktuelle Fragen der medizinischen Biometrie und Informationsverarbeitung

Dietz, Schwabe,

Selbmann

Arbeitsgemeinschaft: Epidemiologie

Dietz, Eichner, Schwabe,

Vonthein

Klinische tropenmedizinische Forschung

Dietz, Knobloch, Kremsner, Wiesing

2.3 SS 2000

Biomathematik für Mediziner (Kurs)

Eichner, Schwabe,

Vonthein

Seminar über aktuelle Fragen der medizinischen Biometrie und Informationsverarbeitung: Qualitätszirkel „statistische Beratung“

Eichner, Meisner, Schwabe, Vonthein

Statistical Course (Graduate School of Neural and Behavioural Sciences)

Eichner, Vonthein

Arbeitsgemeinschaft MCMC-Modellierung

Eichner, Schwabe, Träuble, Vonthein

2.4 WS 2000/01

Biomathematik für Mediziner (Kurs)

Dietz, Eichner, Schwabe,

Vonthein

Seminar über aktuelle Fragen der medizinischen Biometrie und Informationsverarbeitung

Dietz, Meisner, Schwabe, Selbmann

Arbeitsgemeinschaft: Epidemiologie

Dietz, Eichner, Schwabe,

Vonthein

Klinische tropenmedizinische Forschung

Dietz, Knobloch, Kremsner, Wiesing

Statistik in der Augenheilkunde

Dietz, Eichner, Schwabe, Vonthein

Linux für Anfänger (Praktikum)

Eichner

Ausgewählte statistische Auswertungen mit dem Computerprogramm JMP 4

Mitarbeiter von IMI und IMB

Einführung in S-Plus und R (Praktikum)

Vonthein


3 Beratungen

Klinik/Institut

1999

2000

Summe

Medizinische Universitätsklinik und Poliklinik

42

35

77

Universitäts-Kinderklinik

25

20

45

Chirurgische Universitätsklinik

20

21

41

Radiologische Universitätsklinik

7

30

37

Universitäts-Augenklinik

21

15

36

Universitäts-Hautklinik

21

15

36

Akademische Lehrkrankenhäuser

15

14

29

Psychiatrische Universitätsklinik

13

16

29

Orthopädische Universitätsklinik

15

5

20

Universitätsklinik für Anaesthesiologie und Transfusionsmedizin

5

13

18

Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

10

6

16

Neurologische Universitätsklinik

10

5

15

Universitäts-Frauenklinik mit Poliklinik

7

8

15

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik

8

6

14

Hygiene-Institut

6

7

13

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

7

5

12

Institut für Tropenmedizin

6

2

8

Institut für Hirnforschung

3

2

5

Sonstige

20

29

49

Summe

261

254

515


4. Studienarbeiten


Reiber, Ulrike (2000): Sehdefektvolumenbestimmung mittels automatisierter fundusorientierter statischer Perimetrie.

Praktikumsbetreuer: Dr. R. Vonthein

5. Forschungsprojekte

5.1 EU Concerted Action: Mathematical models of the immunological and clinical epidemiology of Plasmodium falciparum malaria

Projektleiter: Prof. Dr. K. Dietz

Projektmitarbeiter am IMB: Dipl. Phys. H.H. Diebner, Dr. M. Eichner, M. Träuble

Kooperationspartner: Dr. L. Molineaux, Genf, Schweiz, Prof. Dr. P. Kremsner, Tübingen sowie 17 weitere Partner in der EU und in Entwicklungsländern

Förderer: EU

Förderzeitraum: 1997 - 2000

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Es sollen mathematische Modelle zur immunologischen und klinischen Epidemiologie der durch Plasmodium falciparum hervorgerufenen Malaria tropica erstellt und deren Modell­parameter an Daten angepasst werden. Die Modelle sollen, beginnend mit der Beschreibung des Erkrankungsverlaufs, sukzessive weiterentwickelt werden und sollen schließlich die individuelle Entwicklung der Immunität sowie der Kreuzimmunität zwischen verschiedenen Parasitenclonen mit einbeziehen. Das Einbinden der so gewonnenen Modelle für Individuen in Populationsmodelle soll es erlauben, Interventionsstrategien sowohl auf individueller Ebene wie für die Gesamtbevölkerung zu bewerten und zu optimieren. Außerdem sollen mittels eines mathematischen Modells Produktionsraten und Überlebens­wahr­scheinlichkeiten der sexuellen Stadien (Gametozyten) des Malariaerregers Plasmodium falciparum geschätzt werden.

Methoden: Als Basismodell wurde zunächst ein semi-stochastisches Differenzengleichungsmodell erstellt, das die Parasitämie einer Person beschreibt, die erstmals Kontakt mit dem Malariaerreger hat. Zur Parameter­schätzung stehen täglich erhobene longitudinale Daten von Syphilispatienten zur Verfügung, die sich einer Malariatherapie unterzogen. Die Modell­ergebnisse wurden hierbei mit einer „Target-Statistik“ des Datensatzes verglichen, die aufgrund biologisch relevanter Aspekte erstellt wurde.

Eine Delaygleichung erlaubt es, durch eine Zeitreihenanalyse aus dem Verlauf der asexuellen Parasitämie Vorhersagen für den Gametozytenverlauf zu machen. Das Modell trägt der Sequestrierungsphase der entstehenden Gametozyten Rechnung. Da der Malariaerreger während einer Infektion verschiedene Varianten exprimiert, die mit einzelnen lokalen Maxima der Parasitämie assoziiert sind, wurde versucht, den einzelnen Intervallen um die lokalen Maxima eigene Produktionsparameter zuzuordnen.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Das erstellte Modell erlaubte es, für einen vorläufig ermittelten Parametersatz, simulierte Parasitämieverläufe zu generieren, welche die aus den Daten gewonnene "Target-Statistik" reprodu­zieren. Dabei zeigten die individuellen Parameterwerte hohe Variabilitäten, die in zukünftigen epidemiologischen Interventions-Simulationen zu berück­sichtigen sind.

Die mediane Überlebenszeit der Gametozyten beträgt sechs Tage, variiert jedoch stark zwischen den Patienten (von einem bis zu 22 Tagen). Die Produktionsparameter variieren sowohl zwischen als auch innerhalb der Patienten. Da sich nur die Gametozyten in den Überträgermoskitos entwickeln können, haben die hier ermittelten Parameterwerte wichtige epidemiologische Implikationen.

5.2 Durchbruchzeiten bleibender Zähne

Projektleiter: Prof. Dr. K. Dietz

Projektmitarbeiter am IMB: Sarah Benlloch-Garcia, M. Schäfer, PD Dr. M. Roters

Kooperationspartner: Prof. Dr. Dr. G. Götz, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abteilung Poliklinik für Kieferorthopädie

Förderzeitraum: 1998 – 1999

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Auswertung der von Dr. Hermann Hoffmeister an der Waldorfschule in Stuttgart zwischen 1969 und 1976 erhobenen Daten. Insgesamt wurden 964 Kinder erfasst, die in der Regel alle sechs Monate untersucht wurden. Die Zahl der Untersuchungen pro Kind variiert zwischen 1- und 13mal mit einem Median von 5. Insgesamt fanden 4.925 Untersuchungstermine statt. Für die 28 zu untersuchenden Zähne ergibt sich damit ein Datensatz von 137.900 Zeilen. Ziel der Untersuchung ist die Bestimmung der Verteilung der Durchbruchsalter der bleibenden Zähne.

Methoden: Da bei einer Untersuchung jeweils nur festgestellt werden kann, ob ein Zahn noch nicht bzw. schon durchgebrochen ist, sind alle Daten intervallzensiert. Mit der Maximum-Likelihood-Methode wird für das Alter beim Durchbruch für jeden der 28 Zähne geschlechtsabhängig eine Normalverteilung bzw. eine Lognormalverteilung geschätzt.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Auf Grund der Qualität der Daten (longitudinale Beobachtungen an fast 1000 Kindern) kann für eine deutsche Bevölkerung die Verteilung der Durchbruchsalter der bleibenden Zähne geschätzt werden und mit internationalen Studien verglichen werden. Ähnlich qualitativ gute Daten sind in neuerer Zeit in Deutschland nicht erhoben worden.

5.3 Effiziente biometrische Methoden in der Gesichtsfeldmessung

Projektleiter: PD Dr. R. Schwabe, Prof. Dr. K. Dietz

Projektmitarbeiter am IMB: Dr. R. Vonthein

Kooperationspartner: Prof. Dr. U. Schiefer, Dr. T. J. Dietrich (Universitäts-Augenklinik)

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Ziel der Perimetrie ist die Detektion, Bewertung und Verlaufskontrolle von Gesichtsfelddefekten. Dabei kommt es darauf an, Abweichungen möglichst frühzeitig eindeutig zu erfassen, um Therapieindikationen bzw. eventuell notwendige Therapieumstellungen ableiten zu können. An einzelnen vorgegebenen Stellen des Gesichtsfeldes wird das Sehvermögen durch eine Dosis-Wirkungsbeziehung beschrieben, deren ED50 als Kenngröße dient. Zur (lokalen) Bestimmung der ED50 werden verschiedene Modifikationen von „Up-and-Down"-Verfahren eingesetzt. Global beschreibt die Kenngröße der ED50 eine Wirkungsfunktion über dem gesamten Gesichtsfeld, die suggestiv als „Gesichtsfeld-Berg“ bezeichnet wird. Bei herkömmlichen automatisierten Untersuchungs­strategien beschränken sich Modellierungen des Sehver­mögens auf einige wenige Punkte des Gesichtsfelds, die als Prüforte für das jeweils bei der Untersuchung benutzte Raster vorgegeben sind.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Im Hinblick auf Therapieindikationen und Therapieumstellungen sollten an informativen Beobachtungsorten genauere Untersuchungen bezüglich Orts- und Defekttiefen-Auflösung durchgeführt werden, was nicht nur die Detektion eines beginnenden Gesichtsfeldausfalls, sondern auch die Früherkennung einer Änderung (Progression) im Rahmen von Verlaufskontrollen gewährleistet kann. Hierzu ist eine globale Modellierung des Gesichtsfeld-Bergs über das gesamte Gesichtfels notwendig, die eine Bestim­mung von Normwerten für sämtliche interessierende Gesichtsfeldorte erlaubt. Fernziel des Projektes ist eine adaptive Steuerung, die basierend auf detektierten Befunden gezielt das Prüfortraster zur genaueren Untersuchung kritischer Gesichtsfeldbereiche verfeinert.

Methoden: An die Daten aus einer am „Tübinger Computer-Campimeter“ durchgeführten Normwertstudie wurde mit Hilfe eines sparsam parametrisier­ten Regressionsmodells eine Wirkungsfunktion angepasst, die flexibel genug ist, sowohl die typischen Charakteristika des Gesichtsfeld-Bergs als auch deren altersspezifischen Veränderungen zu beschreiben. Zur Illustration der Charakteristika des Gesichtsfeld-Bergs wird die Wirkungsfunktion mit Hilfe eines Computers visualisiert und ihre altersabhängige zeitliche Entwicklung animiert. In einem nächsten Schritt sind verschiedene, alternative Unter­suchungs- und Auswertungsstrategien bezüglich ihrer Effizienz zu bewerten und gegebenenfalls zu modifizieren.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Die angepasste Wirkungsfunktion ermöglicht unabhängig vom benutzten Raster die Bestimmung von Normwerten für das Sehvermögen an allen Stellen des Gesichtsfeldes, so dass bei Patienten Prüforte flexibler gewählt werden können. Durch die räumliche Darstellung des Gesichtsfeld-Bergs kann der Alterungsprozess plastisch visualisiert werden. Ebenso ist eine Visualisierung und Quantifizierung der Asymmetrien innerhalb des Gesichtsfelds sowie deren altersspezifische Veränderungen möglich.

5.4 Effiziente Versuchsplanung in der Conjoint Analyse

Projektleiter: Prof. Dr. H. Holling (Institut für Psychologie IV, Universität Münster), PD Dr. R. Schwabe

Kooperationspartner: Dr. U. Graßhoff (Fachbereich Mathematik und Informatik, Freie Universität Berlin) Dipl.-Math. H. Großmann, Dipl.-Math. A. Jütting, Dr. U. Kanning (Institut für Psychologie IV, Universität Münster)

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderzeitraum: ab 10/1999

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Die Conjoint Analyse ist ein häufig eingesetztes statistisches Verfahren zur Analyse von Präferenzen und Entscheidungen. Die Validität dieser Verfahren hängt entscheidend von den eingesetzten Versuchsplänen ab.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Obwohl in der empirischen Praxis zumeist Modelle mit quantitativen Einflussfaktoren gefordert sind, kommen bisher zumeist Modelle mit diskretisierten Faktoren zum Einsatz. In diesem Projekt sollen effiziente Versuchspläne für conjointanalytische Modelle mit sowohl quantitativen als auch qualitativen Einflussfaktoren entwickelt, in ein bestehendes Programm für Computer-Interviews implementiert und schließlich darauf hin überprüft werden, ob sie sich auch in empirischen Studien bewähren.

Methoden: Die Computer-Interviews basieren auf der Präsentation von Paaren von Alternativen, die sich in einer Reihe von Faktoren unterscheiden können. Die Antwort erfolgt über einen Schieberegler, der den Grad der Präferenz für eine der beiden Alternativen wiedergibt. Es sind daher nur Beobachtungen der relativen Präferenz aus Paarvergleichen möglich. In den Anwendungen ist es wegen Beschränkungen in den kognitiven Fähigkeiten nur möglich, innerhalb jeder einzelnen Präsentation lediglich wenige Faktoren zu variieren. In einem ersten Ansatz wurde idealisierend die Stärke der Präferenz durch ein lineare Modell in den Faktoren beschrieben: Mit Hilfe von Symmetriebetrachtungen und Optimierungsstrategien konnten optimale und effiziente Versuchsanordnungen für die Paarvergleiche bestimmt und mit kombinatorischen Methoden auf eine vertretbare Anzahl von Präsentationen reduziert werden. Parallel dazu wurden optimale Präsentationen für den Fall dichotomer Antworten unter der Annahme einer auf einer logistischen Nutzenfunktion basierenden Präferenz untersucht.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Sowohl für Modelle der Regressions- als auch der Varianzananalyse mit und ohne Wechselwirkungen konnten effiziente Versuchsanordnungen mit einer vertretbaren Anzahl von Präsentationen generiert werden, die teilweise theoretische Effizienzgewinne von 20% gegenüber bisher benutzten Präsentationsstrategien aufweisen. Auch bei der praktischen Validierung in empirischen Studien gab es Effizienzgewinne, die jedoch deutlich geringer ausfielen, da auf Grund der Beschränktheit des Schiebereglers Abweichungen im Antwortverhalten vom idealisierenden Modell auftraten.

5.5 Versuchsplanung in (nichtparametrischen) additiven Regressions­modellen

Projektleiter: PD Dr. R. Schwabe

Kooperationspartner: Prof. Dr. E. Rafajlowicz, Dr. E. Rafajlowicz-Szkubalska (Institut für Technische Informatik [Engineering Cybernetics], Technische Universität Warschau, Polen)

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderzeitraum: 1999

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Für nichtparametrische, lokale Regressions­schätzungen ist es ebenso wie für numerische Integration und Approximation effizient, Beobachtungspunkte möglichst gleichmäßig im Versuchsbereich zu verteilen. Üblicherweise werden hierzu feste, äquidistante Gitter verwandt.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Können Beobachtungspunkte für mehrere Einflussfaktoren sukzessive als sogenannte „Gute Gitterpunkte“ mit guten raumfüllenden Eigenschaften generiert werden, die gleichmäßig verteilt sind und effiziente nichtparametrische Schätzungen von Wirkungsfunktion erlauben?

Methoden: „Gute Gitterpunkte“ wurden unter Verwendung algebraischer Strukturen generiert und ihre asymptotische Effizienz validiert. Zur praktischen Umsetzung dieser asymptotischen Resultate wurden in einer extensiven Suche und numerischen Analyse Teilklassen von geeigneten Zahlen ausgewählt, die bereits für kleinere Stichprobenumfänge als Generator­komponenten des Gitters in Frage kommen. Die Effizienz der so erzeugten Gitter wurde für verschiedene Systeme von Wirkungsfunktionen getestet, um die Qualität der so erzeugten Gitter unter nichtparametrischen Ansätzen, d.h. unter unvollständiger Spezifikation des Modells zu gewährleisten. Hierzu wurden umfangreiche Simulationsstudien durchgeführt.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Gegenüber festen Gittern besitzen die vorgeschlagenen Versuchsanordnungen einige entscheidende Vorteile: 1. Es können problemlos weitere Versuchspunkte hinzugefügt werden, ohne die Gitterstruktur und die gleichmäßige Verteilung auf dem Versuchsbereich zu stören. Insbesondere erlaubt dies eine rekursive Berechnung der Schätzungen. 2. Zur Evaluation einzelner Faktoren sind ein- bzw. nieder-dimensionale Projektionen zu betrachten. Diese haben bei den sukzessive generierten Gittern eine wesentlich bessere raumfüllende Eigenschaft als bei herkömmlichen orthogonalen Gittern, die zu unerwünschten Replikationen in den einzelnen Einflussfaktoren führen. 3. Auf Grund der besseren raumfüllenden Eigen­schaften kann sowohl für einzelne Komponenten, als auch für die gesamte Wirkungsfunktion der systema­tischen Fehler („bias“) deutlich verringert werden. 4. Die Verringerung des systematischen Fehlers resultiert sowohl für einzelne Komponenten, als auch für die gesamte Wirkungsfunktion in einer effizienteren Schätzung im Sinne der Minimierung der mittleren quadratischen Abweichung.

5.6 Stochastische Approximation für die Bestimmung von Dosis-Wirkungsbeziehungen

Projektleiter: PD Dr. R. Schwabe

Kooperationspartner: Dr. V. Koval (Nationale Technische Universität der Ukraine „KPI“, Kiew), PD Dr. J. Dippon (Fakultät Mathematik, Universität Stuttgart), Dr. N. Benda

Förderer: Deutscher Akademischer Austauschdienst

Förderzeitraum: 16.10.-15.12.2000

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Verfahren der stochastischen Approximation werden häufig bei der Bestimmung von Charakteristika in Dosis-Wirkungs­beziehungen eingesetzt. Sind keine weiteren Kovariablen vorhanden, ist das asymptotische Verhalten dieser Verfahren weitgehend bekannt.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Es sollte das asymptotische Verhalten beim Vorliegen mehrerer Einflussfaktoren untersucht werden sowie das Verhalten für kleinere Stichprobenumfänge in Abhängigkeit von der Entfernung des Startwertes (Anfangsschätzung) vom Zielwert des Verfahrens („ED50“).

Methoden: Für die Asymptotik wurde eine lokale Linearisierung vorgenommen und das Verhalten des zugehörigen linearen Differential­gleichungssystems untersucht. Für kleiner Stichprobenumfänge wurden umfangreiche Simulationen unter Annahme eines Logit-Modells durchgeführt, wobei klassische Verfahren mit Alternativen verglichen wurden, die zusätzliche Informationen für die sequentielle Wahl der Dosis und eine parametrische Schätzung benutzen.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Auch beim Vorliegen mehrerer Einfluss­faktoren sind Verfahren der stochastischen Approximation asymptotisch effizient. Die alternativen Verfahren zeigen bei kleinen bis mittleren Stich­probenumfängen eine geringere Sensibilität gegenüber großen Abweichungen des Startwertes und sind daher zu empfehlen.

5.7 Die Dynamik von CD4+-T-Zellen und Viren im peripheren Blut und Lymphgewebe bei der HIV-Infektion

Projektleiter: Dr. N. Stilianakis

Projektmitarbeiter am IMB: Dietz, Schenzle

Kooperationspartner: Dr. A. S. Perelson, Theoretical Division, Los Alamos National Laboratory, Los Alamos New Mexico, USA.

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Aus klinischen Studien zur antiretroviralen Kombinationstherapie von HIV-1-infizierten Personen liegen Daten über die Wirksamkeit der Kombinationstherapie im Lymphgewebe solcher Patienten vor.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Es ist bekannt, dass die Behandlung der HIV-Infektion mit antiretroviraler Therapie zur schnellen Abnahme von Plasmavirus, gefolgt von einer langsameren zweiten Phase, führt, und zwar sowohl im Blut als auch im Lymphgewebe. Ziel dieses Projektes ist die Rolle der follikulären dendritischen Zellen (FDZ), die HIV auf ihrer Oberfläche binden, bei der Abnahme des HIV zu untersuchen.

Methoden: Um den Effekt der FDZ auf den Abfall der HI-Viruslast zu explorieren, wurde ein mathematisches Modell für die HIV-Dynamik im Lymphgewebe entwickelt und analysiert. Das Modell besteht aus zwei Kompartimente. Das eine beschreibt den molekularen Prozess der Anbindung von HIV-Partikeln auf die Oberfläche der FDZ und der zweite die damit korrespondierende zelluläre Dynamik.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Die Ergebnisse sprechen dafür, dass der biphasische Charakter des viralen Abfalls zum großen Teil durch reversible mulitivalente Bindung des HIV-1 an die Rezeptoren der FDZ erklärt werden kann. Das heißt, dass die zweite Phase des Abfalls nicht notwendigerweise auf das Sterben von langlebigen chronisch infizierten Zellen und Aktivierung von latent infizierten Zellen zurückzuführen ist, wie bisher angenommen wurde. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die virale Clearance und das Sterben kurzlebiger, produktiv infizierter Zellen schneller ablaufen kann, als dies bis jetzt geschätzt worden ist. Das Modell ist konsistent mit aktuellen Messungen der Viruskinetik bei infizierten Personen.

5.8 Kontrollstrategien für Influenza-Epidemien

Projektleiter: Dr. N. Stilianakis

Kooperationspartner: Dr. A. S. Perelson, Theoretical Division, Los Alamos National Laboratory, Los Alamos New Mexico, USA.

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Behandlung von Influenza-Infektionen mit antiviralen Medikamenten können zur Entwicklung von medikamentöser Resistenz führen.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Bevor man Empfehlungen über den breiten Einsatz von antiviralen Medikamenten während einer großen Influenza-Epidemie oder Pandemie aussprechen kann, muss die epidemio­logische Bedeutung der Emergenz von Medikamentenresistenten Viren genauer untersucht werden. Es wird ein theoretisches Konzept für die Planung und Entwicklung von effektiven Kontrollstrategien für Influenza-Epidemien und Pandemien entwickelt.

Methoden: Eine neue Klasse von epidemiologischen Modellen soll entwickelt werden, die medikamentöse Behandlung und die Möglichkeit der Emergenz medikamentöser Resistenz und der damit verbundenen Ausbreitung berücksichtigen. Das Grundmodell, ohne Behandlungseffekte, wird mit bekannten Daten über Influenza-Ausbrüchen verglichen. Parameter, die die Entwicklung von medikamentöser Resistenz und die Effekte der Behandlung auf die Erkrankung charakterisieren, werden aus alten und neuen Studien geschätzt.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Ergebnisse aus einem ersten Ansatz mit einem Modell angewandt in einer (idealisiert) geschlossenen Population, (z.B. Altenheim, Internat, militärische Einrichtung) zeigen, dass Behandlung mit antiviralen Medikamenten während einer Influenza-Epidemie schnell zur Resistenzentwicklung führen wird. Dennoch unterscheiden sich Kontroll­strategien erheblich im Potenzial der Resistenzentwicklung. Welche Kontrollstrategie am besten ist, hängt stark von der Differenz der Trans­missionsrate zwischen dem ursprünglichen Stamm des Influenza-Virus (wild-type) und dem resistenten Stamm ab. Je kleiner der Unterschied, desto größer die Gefahr einer Verlängerung der Epidemie bzw. der Entwicklung einer zweiten epidemischen Welle, diesmal mit der resistenten Variante als Hauptkomponente.

5.9 Impfdatenauswertung des Betriebsärztlichen Dienstes der Universität und des Universitätsklinikums

Projektleiter: Prof. Dr. K. Dietz

Projektmitarbeiter am IMB: Dr. R. Vonthein

Kooperationspartner: Dr. D. Ndhlovu, Dr. M. Korn

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Die aktive Immunisierung des medizinischen Personals gegen Hepatitis B muss nach einigen Jahren aufgefrischt werden, um den Anti-HBs-Titer über 10 zu halten. Titer-Daten von über 2400 Mitarbeitern des Universitätsklinikums Tübingen liegen vor.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Gesucht ist eine Formel, mit der nach zwei Titer-Messungen eine individuelle Prognose gestellt werden kann, wann ein Titer unter Anti-HBs-Titer 10 zu erwarten und eine Boosterimpfung angezeigt ist. Falls möglich, sollen prognostische Faktoren identifiziert und ein Impfschema für die Grundimmunisierung empfohlen werden.

Methoden: Einfache hierarchische nichtlineare Regression, Bayessche Schätz­ung mit MCMC-Methode. Die Stärke einer jeden Immunreaktion und der Abklinggeschwindigkeit für jedes Individuum werden als latente Variablen betrachtet, die in der Simulation aus einer gemeinsamen Verteilung generiert werden. Die Parameter dieser Verteilung beschreiben die Studienpopulation und erlauben aus nur zwei Messungen an einem neuen Mitarbeiter eine Prognose mittels eines Modells, das zwei Parameter hat.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Das derzeitige Impfschema ist gut und darf höchstens leicht verändert werden. Alter und Geschlecht sind für die Dauer des Impfschutzes unwichtig. Einer der beiden untersuchten Impfstoffe ist etwas besser. Selbst wenn Impflinge gut immunreagieren, kann eine Auffrischungs­impfung nach wenigen Jahren nötig werden. Die derzeitige Empfehlung der Ständigen Impfkommission scheint den hohen Anfor-derungen des Betriebsärztlichen Dienstes der Risikogruppe Klinikums­angestellte nicht vollständig zu genügen.

5.10 Vergleichende Therapieforschung bei Drogenabhängigen

Projektleiter: Dr. A. Günthner

Projektmitarbeiter am IMB: Dr. R. Vonthein

Kooperationspartner: N. Kuper, Dr. A. Günthner, Dr. R. Vonthein

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Drogenabhängige unterscheiden sich z.T. seelisch und sozial von Gesunden und werden meist rückfällig.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Welche Drogentherapie wird welchen Patienten verabreicht? Wie wirken sich Ausgangslage und Therapie auf die Zeit bis zum Rückfall aus?

Methoden: Ausführliche Interviews zu Beginn und Ende der Therapie sowie Katamnese über ein Jahr nach Therapieende wurden mit logistischer, multivariater und Cox-Regression ausgewertet.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Die Einweisung in verschiedene Therapieeinrichtungen ist von der Ausgangssituation des Patienten fast unabhängig, wenn man von gerichtlichen Auflagen absieht, obwohl die Therapien sich an unterschiedliche Patienten richten. Nur die Motivation des Patienten beeinflusst den Therapieerfolg. Eventuell sind Spätabbrecher am stärksten seelisch belastet.

5.11 Biometrische Untersuchungen zur Onchozerkose und Anpassung eines mathematischen Modells

Projektleiter: Prof. Dr. K. Dietz

Projektmitarbeiter am IMB: H.-P. Dürr, Dr. M. Eichner

Kooperationspartner:

Prof. Dr. H. Schulz-Key, Institut für Tropenmedizin, Universität Tübingen

Prof. Dr. D.W. Büttner, Tropeninstitut Hamburg

Kenntnisstand bei Projektbeginn: Onchozerkose („Flussblindheit“) ist eine vor allem in Afrika endemische Parasitose, die durch Fadenwürmer verursacht und von Mücken übertragen wird. Die Erkrankung ist nach Maßgabe der WHO der wichtigste Faktor, der einer erfolgreichen Entwicklung der Landwirtschaft entlang der Flussläufe entgegensteht, weil diese eigentlich fruchtbaren Regionen nicht besiedelt und bewirtschaftet werden. Seit 1974 werden im Rahmen des Onchocerciasis Control Programme (OCP) in endemischen Regionen Afrikas die Überträgermücken bekämpft, indem durch regelmäßiges Einleiten von Insektiziden in Flüsse die Entwicklung der Mückenlarven unterbunden wird. Diese Intervention ist bisher sehr erfolgreich verlaufen, so dass die Übertragung in vielen Orten nahezu vollständig unterbrochen ist. Die langfristige Sicherung dieses Erfolges ist nun eine entscheidende Aufgabe. Die dazu erforderlichen Prognosen werden durch mathematische Modell­rech­nungen und Simulationen erstellt. Für bisherige Prognosen wurden im menschlichen Teil des Entwicklungszyklus keine regulatorische Mechanismen des Parasiten berücksichtigt. Im vorliegenden Projekt sollen parasiten­spezifi­sche Parameter aus einem bisher nur ungenügend untersuchten Datensatzes geschätzt werden. Die Daten wurden vor Beginn der Bekämpfung erhoben und enthalten die Parasitenlasten von Personen unterschiedlichen Alters.

Zielsetzung, Ausgangsfragestellung: Ziel des Projektes ist, den vorhandenen Datensatz hinsichtlich dichteregulatorischer Mechanismen des Parasiten zu untersuchen. In der Natur häufig anzutreffen ist die negative Rückkopplung, die z.B. eine Infektion erschwert, wenn der Wirt bereits stark infiziert ist. Sollte ein solcher Mechanismus vorhanden sein, so ist anzunehmen, dass bisherige Modellvorhersagen zu optimistisch waren, d.h. dass der Effekt der Bekämpfungs­maßnahmen überschätzt, bzw. die drohende Wieder-Etablierung der Endemizität unterschätzt wurde.

Methoden: Es wurde eine simulationsbasierte Schätz-Methode programmiert, bei der mathematisch schwierig zu behandelnde Aspekte der Datenerhebung implementiert werden können. Das Modell berücksichtigt Modalitäten des Studiendesigns und kann sehr genau angepasst werden. Die Modellierung der altersabhängigen Parasitenlasten basiert auf einem Einwanderungs-Absterbe-Prozess und die den Lebenszyklus des Parasiten betreffenden Parameter werden durch Maximum-Likelihood-Schätzung bestimmt.

Ergebnisse und ihre Bedeutung: Der erste Projektteil widmete sich der Untersuchung der altersabhängigen Parasitenlasten. Es zeigte sich, dass die Überlebenskurven der Parasiten trotz sehr genauer Modellanpassung nur unzuverlässig aus den vorliegenden Daten schätzbar sind. Der mittlere Parasitenerwerb pro Jahr konnte dagegen gut geschätzt werden und zeigte, dass die Zahl der pro Jahr hinzukommenden Parasiten fast unabhängig vom jährlichen Übertragungspotential (ATP), und daher stark reguliert ist. Erstaunlicherweise sind die Daten gut zu erklären, wenn eine positive Rückkopplung angenommen wird. Dies würde bedeuten, dass die Entwicklung von Parasiten im menschlichen Körper durch eine bereits vorhandene, hohe Parasitenlast begünstigt wird. Im biologischen Kontext betrifft dies die bereits bekannte Tatsache der parasiteninduzierten Immunsuppression beim Menschen. Es muss noch untersucht werden, ob dieser Rückkopplungs­mechanismus zur Erklärung der Daten essentiell erforderlich ist, was zu wichtigen Implikationen hinsichtlich der Bekämpfung der Onchozerkose führen würde.


6 Wissenschaftliche Veröffentlichungen 1999/2000

Al-Makdessi S, Sweidan H, Dietz K, Jacob R: Protective effect of an extract of Crataegus oxyacantha against reperfusion arrhythmias after global no-flow ischemia in the rat heart. Basic Res Cardiol 1999; 94: 71-77.

Auranen K, Eichner M, Käyhty H, Takala AK, Arjas E: A hierarchical Bayesian model to predict the duration of immunity to Hib. Biometrics 1999; 55: 1306-1313.

Bauer A, Kolling G, Dietz K, Zrenner E, Schiefer U.: Sind Schieler schlechtere Autofahrer? Einfluß des querdisparaten Stereosehens auf das Fahrvermögen. Klin Monatsbl Augenheilkd 2000; 217: 183-9.

Benda N, Schiefer U, Dietrich TJ: Models for the description of angioscotomas. Vision Research 1999; 39: 1889-1896.

Beschorner R, Engel S, Mittelbronn M, Adjodah D, Dietz K, Schluesener HJ, Meyermann R: Differential regulation of the monocytic calcium-binding peptides macrophage-inhibiting factor related protein-8 (MRP8/S100A8) and allograft inflammatory factor-1 (AIF-1) following human traumatic brain injury. Acta Neuropathol (Berl) 2000; 100: 627-34.

Bischoff H, Stähelin HB, Vogt P, Friedrich P, Vonthein R, Tyndall A, Theiler R: Immobility as a major cause of bone remodeling in residents of a long-stay geriatric ward. Calcified Tissue Int 1999; 64: 485-489.

Bischoff HA, Stähelin HB, Urscheler N, Ehrsam R, Vonthein R, Perrig-Chiello P, Tyndall A, Theiler R: Muscle strength in the elderly: Its relation to vitamin D metabolites. Arch Phys Med Rehab 1999; 80: 54- 58.

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Schiefer U, Schiller J, Paetzold J, Benda N, Vonthein R, Dietrich TJ: Evaluation and follow-up of advanced visual field defects with semi-automated kinetic perimetry (s-AKP). Invest Ophth Vis Sci 2000; 41: 295-295.

Schiller J, Schiefer U, Paetzold N, Benda N, Vonthein R, Dietz K, Dietrich TJ: Automated assessment of stato-kinetic dissociation (SKD) in advanced visual field defects. Invest Ophth Vis Sci 2000; 41: 295-295.

Schiller J, Selig B, Dietrich TJ, Becker S, Stumpp F, Dietz K, Schiefer U: Does direction of linear target motion influence reaction time? A [video-] campimetric study in young normal volunteers. Invest Ophth Vis Sci 1999; 40: 845-845.

Schwabe R, Wong WK: Efficiency bounds for product designs in linear models. Annals of the Institute of Statistical Mathematics 1999; 51:723-730.

Schwabe R: Optimal designs for a one-way layout with covariates. Journal of Statistical Planning and Inference 2000; 85:49-59.

Schweinsberg F, Wascher E, Dietz K, Heinzow B: Kommentare: Umgang mit Kritik an wissenschaftlichen Publikationen. Umweltmed. Forsch. Prax 2000; 5: 65-66.

Stilianakis NI, Seydel J: Modeling the T-cell dynamics and pathogenesis of HTLV-I infection. Bulletin of Mathematical Biology, 1999; 61: 935-947.

Wittkowski K, Susser E, Dietz K: The protective effect of condoms and nonoxynol-9 against HIV infection: Wittkowski and colleagues respond. American Journal of Public Health 1999; 89: 109-110

Zittel TT, Glatzle J, Kreis ME, Starlinger M, Eichner M, Raybould HE, Becker HD, Jehle EC: C-fos protein expression in the nucleus of the solitary tract correlates with cholecystokinin dose injected and food intake in rats. Brain Research 1999; 846: 1-11.

7 Vorträge, Poster, Berichte, Skripten

7.1 Vorträge


Dietz K:

Dietz K., Schenzle D; Modellbildung in der Infektionsepidemiologie. DVG-Tagung, Hannover, 10.-12.03.1999.

Dietz, K., Eichner, M.: Critical community size and eradication of infectious diseases. 4th ESMTB Meeting & SMB Annual Meeting, Amsterdam, 29.06.-03-07.1999.

Dietz K.: Wie hängt die Ausrottung einer Infektionskrankheit von der Bevölkerungsgröße ab? Mathematisches Kolloquium, FB Mathematik/Informatik der Universität Osnabrück, 02.07.1999.

Dietz K.., Eichner M.: Critical community size and eradication of infectious diseases. 10th Applied Probability Conference, Universität Ulm, 26.-28.07.1999

Dietz K.: Mathematical models of the immonulogical and clinical epidemiology of Plasmodium falciparum malaria. VII EC Malaria Contract Holders’ Meeting in Heidelberg, 27-29.10.1999.

Dietz K.: Grundlagen der Infektionserfassung. Seminar Infektionskontrolle im Rahmen des 5. Int. Kongresses der DGKH, Dresden , 27.02.2000.

Dietz K.: Mathematische Probleme in der Infektionsepidemiologie. Workshop „Perspektive der Theoretischen und Mathematischen Biologie“, MPI für Physik Komplexer Systeme, Dresden, 10./11.03.2000.

Dietz K., Molineaux L.: Development and validation of new mathematical models of Plasmodium falciparum malaria. AMVTN, Accra, 26.10.2000.

Eichner M:

Eichner M: Gametocytaemia. VII EC Malaria Contract Holders’ Meeting in Heidelberg, 27-29.10.1999.

Eichner M, Diebner HH, Dietz K: Estimation of the time-dependent vaccine efficacy from a measles epidemic. “Design and Analysis of Infectious Disease Studies” am Mathematischen Forschungsinstitut in Oberwolfach, 28.11.-04.12.1999. Abstract-Band S.7.

Eichner M, Dietz K: Die minimale Größe einer Bevölkerung in der eine Infektionskrankheit endemisch übertragen werden kann. 46. Biometrisches Kolloquium der Internationalen Biometrischen Gesellschaft (Deutsche Region) in Rostock, 20.-23.03.2000. Abstract-Band S. 21.

Schwabe R:

Schwabe R, Graßhoff U, Großmann H, Holling H: Some remarks on efficient designs for paired comparisons. Hamburger Stochastik-Tage 2000, Hamburg, 21.-24.03.2000.

Sahm M, Schwabe R: A note on optimal bounded designs. Optimum Design 2000. Optimum Experimental Design: Prospects for the New Millenium, Cardiff, 12.-14.04.2000.

Großmann H, Holling H, Graßhoff U, Schwabe R: Efficient designs for paired comparisons with a polynomial factor. Optimum Design 2000. Optimum Experimental Design: Prospects for the New Millenium, Cardiff, 12.-14.04.2000.

Schwabe R, Benda N: Adaptive design and analysis in forced choice experiments. Pfingsttagung 2000 der Deutschen Statistischen Gesellschaft, Frankfurt (Oder), 14.-16.06.2000.

Schwabe R: Some new results in paired comparison designs. Efficient Experimental Designs in Psychology and Marketing, Münster, 01.12.2000.

Schwabe R, Großmann H, Graßhoff U, Holling H: To get the most out of the least: New applications of efficient experimental designs in market research. New Areas of Application of Design of Experiments, Bertinoro, Italien, 07.-09.12.2000.

7.2 Poster

Dürr, HP:

Dürr HP, Schulz-Key H, Dietz K: Biometrische Untersuchungen zur Onchozerkose und Anpassung eines mathematischen Modells. Projekt Nr. 528 beim 6. fortüne-Kolloquium am Universitätsklinikum Tübingen, 12.10.2000

Schwabe R:

Dietrich TJ, Flad MC, Stumpp F, Schuster A, Neumann D, Becker ST, Schwabe R, Schiefer U: Assessment of functional damage in glaucoma by fundus oriented perimetry using different perimetric scores. ARVO, Annual Meeting of the Association for Research in Vision and Ophthalmology, Fort Lauderdale/Florida, 2000. Abstract: Investigative Ophthalmology & Visual Science 2000; 41:85.

Schwabe R, Vonthein R, Ata N, Paetzold J, Dietrich TJ, Schiefer U: Modeling the hill of vision. Perimetry for the New Millenium. 14th Visual Field Symposium of the International Perimetic Society, Halifax/Canada, 06.-09.09.2000.

Stilianakis N:

Seydel J., Stilianakis NI: HTLV-I Dynamics: A mathematical model. Advances in Mathematical Modelling of Sexually Transmitted Diseases Conference, Santa Fe/New Mexico, USA, 26.-29.04.1999.

Vonthein, R:

Schiefer U, Schiller J, Selig B, Dietrich TJ, Flad M, Stumpp F, Dietz K: How Does Reaction Time Depend on Eccentricity and Luminance of Kinetic Targets: A [Video-]Campimetric Study in Young Normal Volunteers. ARVO Annual Meeting of the Association for Research in Vision and Ophthalmology 1999. Abstract: Invest Ophthalmol Vis Sci 1999; 40: 71.

Schiller J, Selig B, Dietrich TJ, Becker S, Stumpp F, Dietz K, Schiefer U: Does direction of linear target motion influence reaction time? A [video-]campimetric study in young normal volunteers. ARVO Annual Meeting of the Association for Research in Vision and Ophthalmology 1999. Abstract: Invest Ophthalmol Vis Sci 1999; 40: 845.

Vonthein R, Korn M, Dietz K, Ndhlovu D: A forecast for the duration of vaccine protection against Hepatitis B. Medical informatics, clinical biostatistics and epidemiology for efficient health care and medical research. 44. Jahres­tagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Heidelberg 13.-16.09.1999. Abstract: Abstract Volume: 479

Schiller J, Schiefer U, Paetzold N, Benda N, Vonthein R, Dietz K: Automated assessment of stato-kinetic dissociation (SKD) in advanced visual field defects. ARVO Annual Meeting of the Association for Research in Vision and Ophthalmology Halifax 2000. Abstract: Invest Ophthalmol Vis Sci 2000; 41: 295

Schiefer, U., Schiller, J., Paetzold, J., Benda, N., Vonthein, R. and Dietrich, T.J.: Evaluation and follow-up of advanced visual field defects with semi-automated kinetic perimetry. ARVO Annual Meeting of the Association for Research in Vision and Ophthalmology Halifax 2000. Abstract: Invest Ophthalmol Vis Sci 2000; 41: 295

Schwabe R, Vonthein R, Schiefer U, Ata N, Paetzold J, Dietrich TJ: Modeling the hill of vision. ARVO Annual Meeting of the Association for Research in Vision and Ophthalmology Halifax 2000. Abstract: Invest Ophthalmol Vis Sci 2000; 41:

Kettering K, Vonthein R, Suchalla R, Dörnberger V, Bosch R, Mewis C, Kühlkamp V: Enhanced detection criteria in implantable cardioverter-defibrillators: sensitivity and specifity of the stability algorithm at different heart rates. XXII Congress of the European Society of Cardiology, Amsterdam, 26.08. – 30.08. 2000. Abstract: European Heart Journal 2000; 21 Supplement: 121.

7.3 Berichte

Dürr HP:

Dürr, HP: Biometrische Untersuchungen zur Onchozerkose und Anpassung eines mathematischen Modells. DFG-Zwischenbericht im Graduiertenkolleg "Lebensstile, soziale Differenzen und Gesundheitsförderung", Universität Tübingen.

Schwabe R:

Graßhoff U, Großmann H, Holling H, Schwabe R: Optimal designs for paired comparisons in main effects analysis of variance models. Freie Universität Berlin, Fachbereich Mathematik und Informatik, Serie A - Mathematik, Preprint A-16-2000.

Großmann H, Graßhoff U, Holling H, Schwabe R: Efficient paired comparison designs for utility elicitation. Freie Universität Berlin, Fachbereich Mathematik und Informatik, Serie A - Mathematik, Preprint A-17-2000.

Koval V, Schwabe R: A law of the iterated logarithm for d-dimensional stochastic approximation procedures. Freie Universität Berlin, Fachbereich Mathematik und Informatik, Serie A - Mathematik, Preprint A-25-2000.

7.4 Skripten

Eichner M: Linux für Anfänger (2000).

8 Sonstiges

8.1 Mitgliedschaften in Kommissionen

Dietz K:

- Kommission Infektionsepidemiologie, Robert Koch Institut

- Zertifikatskommission „Epidemiologie”

8.2 Gutachten für Forschungsförderer

Dietz K:

- European Commission Cost/STD Initiative, Coordination of Vaccine Research

- European Commission Sub-Group ”Statistics” of MDSC

- EC Concerted Action Multinational Scenario Analysis Concerning Epidemiological Social and Economic Impacts of HIV/AIDS on Society

- Gutachtergremium des BMBF Förderschwerpunkt ”Infektionsforschung” DLR Bonn

- Gutachtergremium der DFG ”Sonderforschungsbereich 273”

- Mitglied des Gutachtergremiums des Wissenschaftsrates zur Struktur und Aufgabe des Robert-Koch-Institutes – Bundesinstitut für Infektiologie und Epidemiologie, Berlin

- Schweizerischer Nationalfond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

- Statistical Subgroup of the EC Multidisciplinary Scientific Committee on BSE

- WOTRO - Netherlands Organization for Scientific Research

- Wellcome Trust, London

8.3 Mitherausgeberschaften von wissenschaftlichen

Zeitschriften bzw. Buchreihen

Dietz K:

- Theoretical Population Biology: Editor (seit 1973)

- Journal of Mathematical Biology: Advisory Board (seit 1976)

- Statistics in Medicine: Editorial Board (seit 1982)

- Parassitologia: Advisory Board (seit 1986)

- Springer Series, Statistics for Biology and Health: Editorial Board (seit 1989)

- Mathematical Biosciences: Editorial Board (seit 1990), Associate Editor (seit 1996)

- Journal of Epidemiology and Biostatistics: Editorial Board (seit 1996)

- Parasitology: Editorial Board (seit 1996)

- Mathematical Population Studies (seit 1999)

- Quantitative Microbiology (seit 1999)

- Mathematical Modelling and Analysis of Complex Systems (seit 2000)

8.4 Forschungsaufenthalte

Dietz K:

- Mai bis August 2000: Centre for Biometry, Wageningen, NL

Dürr HP:

- 28.08.-1.09.2000: Summer School “Infectious Disease Epidemiology" an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld

Stilianakis N:

- 12.7.-23.7.1999: HIV und Influenza-Modeling. Los Alamos National Laboratory, Los Alamos, New Mexico,USA

- 20.3-4.4.2000, HIV und Influenza-Modeling, Los Alamos National Laboratory, Los Alamos, New Mexico, USA

8.5 Begutachtung von Manuskripten für wissenschaftliche Zeitschriften

Dietz K:

- Biometrie und Informatik in Medizin und Biologie

- Human & Experimental Toxicology

- Journal of Mathematical Biology

- Journal of the Royal Statistical Society

- Journal of Theoretical Medicine

- Journal of Theoretical Biology

- Mathematical Biosciences

- OR Spektrum

- Parasitology

- Risk Analysis: An International Journal

- Social Science and Medicine

- Statistics in Medicine

- Theoretical Population Biology

- Trends in Microbiology

Schwabe R:

- Annals of Statistics

- Biometrical Journal

- Journal of Statistical Planning and Inference

- Statistica Sinica

- Statistics

Stilianakis N.:

- Journal of Theoretical Bioogy

- Journal of Theoretical Medicine

- Mathematical Biosciences

- Statistics in Medicine


8.6 Workshops, Seminare, Lehraufträge, Tagungen


Dietz K:

Dietz K.: Spezielle Epidemiologie. Lehrauftrag an der Universität Düsseldorf, 12.01.1999.

Eichner M:

- Vorlesung im Rahmen des Zusatzstudienganges Gesundheitswissen und Sozialmedizin, Vorlesung ”Spezielle Epidemiologie: Infektionsepidemio-logie”, Medizinische Einrichtungen, Institut für Statistik in der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 12.01.2000.

- Verschiedene Vorlesungen und Computerübungen im Rahmen der “Ecole Mathematiques et Malaria” in Yaoundé, Kamerun, 04.-15.09.2000.

- Vorlesung im Rahmen des Zusatzstudienganges Gesundheitswissen und Sozialmedizin, Vorlesung ”Spezielle Epidemiologie: Infektionsepidemiologie”, Medizinische Einrichtungen, Institut für Statistik in der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 15.11.2000.

mit Kretschmar M:

- Vorlesungen und Computerübungen zum Thema “Mathematical Models” im Rahmen der “First Summer School ‘Infectious Disease Epidemiology’, August 23 – 28, 1999” an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, 25.08.1999.

- Vorlesungen und Computerübungen zum Thema „Mathematical Models” im Rahmen der “First Summer School ‘Infectious Disease Epidemiology’, August 28 – September 1, 2000” an der Fakultät für Gesundheits­wissen­schaften der Universität Bielefeld, 30.08.2000.

Schwabe R:

- Optimum Design 2000. Optimum Experimental Design: Prospects for the New Millennium, Cardiff, 12.-14.04.2000. (Programm-Komitee)

- Efficient Experimental Designs in Psychology and Marketing, Münster, 01.12.2000. (Ko-Organisator)

8.7 Zertifikate, Preise

Eichner M: Verleihung des Zertifikats „Epidemiologie” durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie (1999).



[1] Universitätsklinikum Ulm, Akademie für medizinische Berufe, Schule für Medizinische Dokumentation


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Letzte Änderung am 03. Dezember 2002 durch Reinhard Vonthein  Reinhard.Vonthein@Uni-Tuebingen.De