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FACHPORTALE
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III
Reformationsgeschichte und www
Nachdem im einführenden Teil der Lehrveranstaltung die beiden
Fachportale (historicum.net / h-soz-u-kult) als Zugangsmöglichkeiten
vorgestellt wurden, recherchierten die Studierenden eigenständig
zu dem von ihrer Arbeitsgruppe zu bearbeitenden Thema im Internet.
(Haug-Moritz / Holtz)
Suchstrategien II
http://www.historicum.net
(Anne Rüggemeier)
Vorbemerkung: Über Google unter dem Suchbegriff "Reformation"
ist nach hunderten von Seiten kein Link zum historicum.net in
Sicht.
Ursprung
der Seite ist das von 1999 bis 2003 durchgeführte Projekt
sfn (Server Frühe Neuzeit) der Ludwig-Maximilians-Universität
(LMU) München in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek,
das zum historicum.net erweitert wurde. Heute wird die Seite
von drei ProfessorInnen aus Aachen und München (Geschichte-
und Kunstgeschichte) betreut, die auch per E-mail zu erreichen
sind. Die Anbindung an Professuren und die Bayerische Staatsbibliothek
soll dauerhafte Betreuung und Pflege garantieren. Aktualität
ist gegeben, Änderungen und Erstellungsdaten sind vermerkt.
Multimediaangebote wurden nicht gefunden.
Über das Portal kann ein zwei Mal im Monat erscheinender
Newsletter bezogen werden, der kostenfrei per E-mail abonniert
und empfangen werden kann und somit eine Möglichkeit
bietet, auf unkomplizierte Weise neueste Informationen zu
erhalten. Auch auf aktuelle Termine, wie Ausstellungen, Seminare
und Kolloquien, wird hingewiesen. Neben einer Auflistung der
wichtigsten Fachzeitschriften, stellt das historicum.net vor
allem eine direkte Verbindung zu den elektronischen Rezensionsjournalen
"Sehepunkte" für Historiker und "Kunstform"
für Kunsthistoriker her, die von Experten verfasste Rezensionen
zu neuerer Forschungsliteratur bereithalten. Der Server für
Frühe Neuzeit ermöglicht den Zugriff auf verschiedene
Fachgebiete, zu denen auch die drei Länderportale Frankreich,
Italien und Spanien gehören. Hier wird dem user ein noch
ausbaufähiges, epochenübergreifendes Informationssystem
zur europäischen Kultur und Geschichte präsentiert,
das auch wegen seiner Linklisten für den Experten von
Interesse sein dürfte.
Die Benutzerfreundlichkeit könnte besser sein, da auf
der Eingangsseite eine Erläuterung des Aufbaus fehlt
und die Bereiche daher nicht immer nachvollziehbar voneinander
getrennt sind (z.B.: Forschung und Lehre). Manche wichtigen
Suchweiterleitungen befinden sich in Rubriken, die sich nur
dem Experten erschließen (z.B. der "Reformation
Guide" unter Fachgebiete / sfn/ Lehre/ Webkatalog "Lehre
und Internet"). Das Auffinden wird dadurch weiter erschwert,
daß die seiteninterne Suchmaschine beim Suchwort "Reformation"
keine einschlägigen Links anzeigt, sondern nur auf 13
Newsletter verweist (Juni 2003). Aber auch bei anderen Angeboten
des historicum.net ist Vorwissen unbedingt notwendig, da sich
das Portal an Personen wendet, die in Forschung und Lehre
tätig sind. Das Angebot ist kostenlos und schnell.
Das regelmäßig aktualisierte und überwachte
Angebot dieser www-Adresse macht einen äußerst
vertrauenswürdigen Eindruck, wodurch eine Qualität
gewährleistet ist, die das historicum.net zu einem geeigneten
Themenportal für die historische Forschung, Lehre und
Kommunikation macht.
H-Soz-u-Kult
(Markus Häberle)
URL: http://www.hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
Die 1996 ins Leben gerufene Seite H-Soz-u-Kult (Humanities,
Sozial- und Kulturgeschichte) versteht sich als Plattform
für professionell bzw. wissenschaftlich tätige Historiker
und Historikerinnen. Die Seite ist zudem Kooperationspartner
des "Humanity-Networks" und von "Clio-online".
Sie wird von der Humboldt-Universität zu Berlin betreut;
im Impressum sind die Ansprechpartner namentlich mit Telefon
und E-Mail-Adresse genannt.
Neben einer umfangreichen Sammlung an Rezensionen, in denen
neben gedruckten Publikationen auch Filme, digitale Medien
und Internet-Seiten kommentiert werden, werden hier auch Tagungsberichte
und die Inhaltsverzeichnisse von Fachzeitschriften veröffentlicht.
Zudem beinhaltet die Seite einen Terminkatalog, ein Diskussionsforum
und einen Stellenmarkt mit Stipendienausschreibungen. Diese
Informationen kann man sich auch über einen Newsletter
per E-Mail zusenden lassen.
Zu jedem Beitrag sind das Datum der Bereitstellung und der
Verfasser mit E-Mail-Adresse bereits im Indexverzeichnis vermerkt.
Der Autor wird im Kopf des Beitrags nochmals genannt, man
kann z. B. bei Rezensionen über Verlinkungen noch andere
Beiträge desselben Rezensenten oder weitere, bereits
kommentierte Publikationen desselben Autors oder Verlags anzeigen
lassen. Zudem enthalten die Beiträge entsprechende Fußnoten
mit Angaben zu Quellen und Literaturhinweisen. Daneben beinhaltet
die Seite auch eine bereits kommentierte Linksammlung. Die
multimedialen Möglichkeiten werden mit vereinzelt eingebundenen
Bildern nur begrenzt genutzt.
Die Seite ist übersichtlich strukturiert und somit leicht
zu bedienen. Zudem enthält sie eine umfangreiche Datenbank
(4171 Eintragungen) mit einer weitreichenden Suchfunktion.
Dabei sind Rezensionen, Tagungsberichte, aktuelle Termine,
Hinweise auf Websites und Zeitschriften zu diesem Forschungsgebiet
aufgelistet. Daher ist die angebotene Eingrenzung auf Sortierung
nach Epoche, Region oder Thema sinnvoll. So lassen sich nur
noch 35 Rezensionen unter dem Stichwort "Reformation"
finden. Dennoch ist die thematische Zuordnung teilweise nur
schwer nachvollziehbar. So findet sich unter dem genannten
Stichwort z. B. ein Buch über die Geschichte der Städte
Bremen und Riga, in dem die Reformation nur am Rande erwähnt
wird, während eine Rezension zu einem Buch über
den Schmalkaldischen Bund nicht unter dieser Thematik aufgelistet
wird.
Alle Dienste der Seite sind kostenlos zugänglich. Sie
richtet sich an Personen mit professionellem Vorwissen. Zudem
wird die Seite schnell aufgebaut, wobei hier der Zugang durch
ein Netzwerk mit entsprechend schnellem Breitband-Zugang erfolgt.
Insgesamt gesehen, halte ich die Homepage somit für eine
empfehlenswerte Seite, um sich über aktuelle Ereignisse
im Bereich der historischen Wissenschaften zu informieren
und um erste Informationen zu einem Thema zu erlangen.
http://www.clio-online.de
(Truc-Nhu Tran)
Bei Clio-online handelt es sich um ein recht neues (seit 2002)
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes
Projekt. Es erhebt den Anspruch, ein zentrales Fachportal
für die Geschichtswissenschaft im deutschsprachigen Raum
zu werden, das nicht selbst Inhalte bereitstellt, sondern
nur' die Internet-Suche nach Quellen, Online-Ressourcen
und Informationen, die für die Geschichtswissenschaft
relevant sind, erleichtern will. Es entsteht in Kooperation
mit sieben bekannten Dienstleistern:
1. H-Soz-u-Kult,
2. Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung
3. Zentrum für Zeithistorische Forschung
4. Humboldt-Universität zu Berlin (HU)
5. Jahresberichte für deutsche Geschichte (JDG)
6. Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Göttingen (SUB)
7. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
(SBB),
Die Seite wird bereitgestellt von der Humboldt-Universität
zu Berlin unter Leitung des Althistorikers Prof. Dr. Wilfried
Nippel. Alle Änderungen werden mit Datum vermerkt, täglich
werden neue Webeinträge dokumentiert.
Das Portal hat eine klar gegliederte Ordnung mit Navigationsframe
und "drop-side"-Menüs (Forschung, Institutionen,
Kataloge, Materialien, Portale). Es besteht auch die Möglichkeit,
direkt bei "Suche" nach relevanten Einträgen
zu recherchieren, daher ist eine relativ schnelle Suche möglich.
Auch Literaturrecherchen sind gut über die Metasuchmaschine
möglich.
Gibt man bei "Suche" den Begriff "Reformation"
ein, so ergeben sich nach derzeitigem Stand (Juli 2003) fünf
Treffer: drei davon sind Seiten von Universitäten, bei
einem Treffer handelt es sich um einen Artikel einer Privatperson,
der fünfte Treffer ist der Link zur Virtuellen Bibliothek
Geschichte (- Frühe Neuzeit, Konfessionelles Zeitalter
und Dreißigjähriger Krieg 1500-1648) auf der Erlanger
Historikerseite. Da Clio-online sich noch im Aufbau befindet,
steht zu erwarten, daß die Anzahl der Treffer sich im
Zuge des weiteren Ausbaus des Portals fortlaufend erhöhen
wird. Die bereits angeführten Links sind durchaus seriös.
Bei dem Artikel der Privatperson handelt es sich um eine ins
Netz gestellte Magisterarbeit, die sich mit der Reformation
allerdings nur indirekt beschäftigt. Insofern ist Clio-online
für die Recherche nach Seiten über und um die Reformation
noch nicht sehr ertragreich. Andererseits haben die angegebenen
Seiten zur Frühen Neuzeit (Erlanger Historikerseite und
Virtual Library History: Early Modern History) gute Linklisten,
so dass man von dort aus weiterrecherchieren kann.
Das Portal entspricht den wissenschaftlichen Standards der
Printmedien, denn alle Einträge (Links) enthalten eine
bibliographische Angabe der Herkunft einschließlich
einer kurzen inhaltlichen Einführung, Schlagwörter
und sonstiger Zusatzinformationen sowie des Datums der Überprüfung
durch Clio-online.
Es richtet sich hauptsächlich an Historiker, aber durchaus
auch an die interessierte Öffentlichkeit. Es handelt
sich um ein kostenloses, schnelles und gutes Angebot.
Virtual
Library Geschichte: Frühe Neuzeit (Isabelle Noddings)
URL: http://www-geschichte.fb15.uni-dortmund.de/fnz/ sowie
seit 11.08.03 http://www.fruehe-neuzeit.net/
Im Rahmen der Virtual Library wird die Abteilung Frühe
Neuzeit von Stephanie Marra, Mitarbeiterin des Historischen
Instituts der Universität Dortmund (http://www-geschichte.fb15.uni-dortmund.de/person/marra.htm)
betreut. Sie "katalogisiert und bewertet Internet-Ressourcen
nach qualitativen Kriterien. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt
auf wissenschaftlichen und akademischen Angeboten." Die
Seite ist in deutscher und englischer Sprache aufzurufen,
so dass ein breites Fachpublikum erreicht werden kann.
Änderungen und Erstellungsdaten sind nicht vermerkt.
Es gibt jedoch einen Terminkalender, der auf aktuelle Veranstaltungen,
Tagungen und Ausstellungen hinweist. Die Qualität der
weiterführenden Links ist gut, es sind meist universitäre
(auch internationale) Links, Seiten von Museen oder wissenschaftlichen
Gesellschaften, auf die der Nutzer weitergeleitet wird.
Unter dem Menüelement "Reformation" sind insgesamt
64 Angebote zu finden, die in unterschiedliche Kategorien
aufgeteilt sind. Neben den "Angebotsseiten", die
Links zu allgemeinen Seiten über die Reformation vorstellen,
sind unter "Forschung" einige Foren (wie z.B. das
Forum Karl V.) oder Links zu Forschungsangeboten enthalten,
wie zum Beispiel der des Luther-Registers. Unter dem Punkt
"Institutionen" sind Forschungsinstitute verschiedener
Länder aufgelistet, ebenso gibt es Links zu Museen, z.B.
zur Internetseite der Lutherhalle in Wittenberg, oder zu wissenschaftlichen
Gesellschaften. Die Rubrik "Online-Publikationen"
enthält mehrere Links zu Dissertationen, Vorträgen
oder Aufsätzen zum Thema Reformation, während die
Rubrik "Persönlichkeiten" ihrerseits Links
zu Biographien und Bibliographien zu wichtigen Persönlichkeiten
der Reformation zur Verfügung stellt. Unter "Quellen"
findet der user Links zu verschiedenen digitalisierten Quellensammlungen;
das Menüelement "Ressourcen" gleicht in vielem
den "Angebotsseiten", z.B. bietet es einen Link
zu einer Seite über "500 Jahre Bundschuh" an.
Die Rubrik "Zeitschriften" enthält zwei Links
zu Homepages von Zeitschriften: zur Zwingliana und zur Seite
von A Journal for Lutheran Reformation.
Die Benutzerfreundlichkeit der Seite ist zufriedenstellend,
sie ist übersichtlich organisiert, d.h. das Gesuchte
ist schnell gefunden; sie ist anschaulich gestaltet. Der Seitenaufbau
erfolgt schnell, da keine Bilder im Portal selbst enthalten
sind. Das Angebot ist kostenlos.
Das Themenportal richtet sich an ein akademisches oder zumindest
wissenschaftlich interessiertes Publikum; durch die internationale
Ausrichtung bietet es Einsicht in die Forschung anderer Länder
sowie eine Austauschmöglichkeit.
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Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden,
dass man durch die Anbringung eines Links, die Inhalte der gelinkten
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dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen
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