Das rumänische Banat -
eine multikulturelle Region im
Umbruch
Thema:
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Geographische Transformationsforschungen am Beispiel der jüngeren Kulturlandschaftsentwicklung in Südwest-Rumänien |
Projekt:
Das untersuchte
Beispiel des rumänischen Banats mit seinen zwei Verwaltungskreisen
Cara-Severin und Timi weist eine außerordentliche kulturräumliche Vielfalt auf. Geprägt wurde diese Vielfalt durch zahlreiche politisch-gesellschaftliche Umbrüche. In diesem Projekt wurde versucht, die regional stark zu differenzierenden Wechselbeziehungen zwischen dem politisch-gesellschaftlichen System, dessen Veränderungsprozessen und den Prozessen der Kulturlandschaftsentwicklung, aufzuzeigen.
Dazu wurden die bisher abgelaufenen Transformationsprozesse und ihre bereits erkennbaren, differenzierten Raumwirkungen analysiert. Hieraus können Prognosen für die weiteren möglichen Transformationsabläufe formuliert werden und Entscheidungsträgern in der Region und außerhalb Ansätze für eine Verbesserung der Steuerung der Transformationsprozesse und ihrer Raumwirksamkeit aufgezeigt werden, um den gewünschten Zielen dieser Prozesse näher zu kommen.
Während bisherige Untersuchungen der Transformationsforschung auf der Makroebene der Nationalstaaten bzw. auf der Mikroebene lokaler Standorte und Sektoren gemacht wurden, können mit diesem Projekt die Vorgänge auf der mittleren Ebene einer Region beschrieben werden.
Die räumlichen, historischen und politischen Strukturen und Entwicklungen, die das Banat in seiner heutigen Form geprägt haben, konnten dabei auf der Basis eigener Langzeitbeobachtungen geschildert werden. Dabei fiel die außerordentliche Persistenz verschiedener räumlicher Elemente, Strukturen und teilweise auch Prozesse und kulturräumliche Merkmale auf, die gerade im Banat eine besondere Komplexität aufweisen.
Viele Aspekte des Verlaufs der Transformationsprozesse sind ohne ein entsprechendes Hintergrundwissen nicht zu verstehen. Daher konnte auf eine sehr umfangreiche Darstellung der
Entwicklungen in diesem Raum, die letztendlich die Ausgangssituation für die Transformation geschaffen haben, nicht verzichtet werden. Die Arbeit enthält eine Beschreibung der naturräumlichen Gegebenheiten sowie die wichtigsten historischen Weichenstellungen bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Besonders
detailliert werden die Veränderungen während der sozialistischen Ära geschildert.
Die Entstehung der Kulturlandschaft des Banats wird bis in die unmittelbare Gegenwart hinein beschrieben. Anhand der vier Aktionsfelder Bevölkerung, Siedlungen, Landwirtschaft und Industrie in den Banater Kreisen
Cara-Severin und Timi werden Unterschiede des Potentials innerhalb der Region, sowie im Vergleich mit Gesamtrumänien besondere Chancen und Probleme des Banats aufgezeigt. Deutlich wird dabei, welche entscheidende Rolle die Region im Zusammenhang mit dem europäischen
Integrationsprozess und der abnehmenden Bedeutung sowohl nationalstaatlicher als auch ehemaliger Blockgrenzen einnehmen könnte.
Dieses Projekt wurde als Dissertation von Hans-Heinrich Rieser 1998 abgeschlossen. Die Veröffentlichung unter dem oben genannten Titel erfolgte in der Schriftenreihe des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Band 10 im Jahr 2001.
Das umfangreiche und zum Teil schwer zugängliche, oder selbst erhobene
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Aktualisierung: 10.6.2005 / L.-B. Brujan
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