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Die Euroregion Donau-Kreisch-Marosch-Theiß (DKMT), als Modell grenzüberschreitender Entwicklung in Südosteuropa

 

 
Koordination: Professor  Dr. Dr. h. c. mult. Horst Förster
Ansprechpartner: Hans-Heinrich Rieser | Silke Benfer | Lucian-Boian Brujan

 

 
Thema:

 

Effizienz und Demokratie in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung unter den Aspekten der Erweiterungsprozesse von EU und NATO in Mittelsüdosteuropa

 

 

Projekttyp:

 

In Verbindung mit dem IDGL sowie aufbauend auf den Vorarbeiten von Dr. Hans-Heinrich Rieser ist dieses Projekt 1999 angelaufen. In Zusammenarbeit mit den Instituten in Timioara/Temeswar, Szeged und Novi Sad soll auf der Grundlage einer vergleichenden Strukturanalyse (Grenzgebiet Südost-Ungarn, Südwest-Rumänien, AP Vojvodina) der Versuch unternommen werden, Konzeptionen, Leitbilder und Instrumentarien für eine grenzüberschreitende Regionalentwicklung zu erarbeiten. Auf Voruntersuchungen, u. a. eine Zeitreihenanalyse zur Entwicklung von ethnischen Strukturen kann bereits zurückgegriffen werden. Die Finanzierung erfolgt über die beteiligten Institute bzw. durch eine Unterstützung der Deutschen Forschungsgesellschaft.

 

 

Besonderheiten des Untersuchungsgebietes:

Die Staatsgrenzen im genannten Gebiet trennen drei sehr stark unterschiedliche Staaten, die sich insbesondere vor 1989 weitgehend voneinander abgeschottet hatten und auch nach der Wende in diesem Jahr hohe Defizite bei der Zusammenarbeit aufweisen. Aus diesem Grund hatten die Staatsgrenzen auf die Entwicklung der unmittelbaren Anrainer erhebliche negative Auswirkungen. Erst Ende November 1997 konnte mit der Gründung der Donau-Kreisch-Marosch-Theiß Euroregion* eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch institutionell verankert werden.
Mit der Aufnahme Ungarns in die EU wurde dessen Südostgrenze die EU-Außengrenze zu zwei unterschiedlich entwickelten Staaten, zum Kandidatenstaat Rumänien einerseits und zum derzeit von inneren Spannungen betroffenen Serbien und Montenegro, das nach wie vor ein inneres und äußeres Stabilitätsrisiko aufweist.
 

Andererseits birgt der Raum ein hohes Entwicklungspotential auf den Gebieten der Wirtschaft, des Verkehrs und der Kultur, falls die grenzüberschreitende Zusammenarbeit begonnen oder stärker ausgebaut würde. Es kämen dann bessere Verbindungen zwischen naturräumlichen, wirtschaftlichen, agrarischen und touristischen Ergänzungsräumen zustande. Wichtige Verkehrsverbindungen in diesem bedeutenden Transitraum könnten durch den Ausbau von Trassen und die Verminderung der Grenzkontrollen wesentlich schneller gemacht werden. Der Ausbau des aufgrund der ethnischen Durchmischung ohnehin vorhandenen toleranten Nebeneinanders verschiedener Sprachen, Kulturen und Mentalitäten zu einem verstehenden Miteinander würde die Sicherheit in dieser bisher recht unruhigen Großregion nachhaltig positiv beeinflussen.
Das Gelingen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb der Institution einer "DKMT" würde die Spannungen am künftigen EU-Südostrand erheblich mindern, die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten auf eine breite Basis stellen und die spätere Erweiterung der EU grundlegend vorbereiten. Ein solches Gelingen ist sicher von einer ständigen Beobachtung der Vorgänge im Grenzgebiet von innen, aber sicher auch durch ein beratendes, kritisch begleitendes Beobachten durch außenstehende Kenner der Region wesentlich abhängig.

 

*Anmerkung: Die "DKMT" Euroregion ist auch als Dunre-Cri-Mure-Tisa (Rumänisch), --- (Serbisch), Duna-Körös-Máros-Tiszá (Ungarisch) bekannt.

 

 

Karte des Untersuchungsgebietes

(mit nützlichen Links)

 


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Letzte Aktualisierung: 17.6.2005 / L.-B. Brujan