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Ausländische Direktinvestitionen und die ökologisch-räumliche Umwelt - Wechselwirkungen im Oberschlesischen Industrierevier:
Dissertationsvorhaben von Dipl.-Geogr./-Bw. (BA) Klaus-Dieter Färber
Der Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen ausländischen Direktinvestitionen und der ökologisch-räumlichen Umwelt. Beide Elemente sind Teil des Spannungsfeldes zwischen Ökonomie und Ökologie in dem sich ein klassischer Zielkonflikt zwischen ökologischen Notwendigkeiten und ökonomischer Möglichkeiten beschreiben lässt. Die Dissertation leistet einen Beitrag im gesellschaftlichen Diskurs zur nachhaltigen Entwicklung und Globalisierung. Sie gibt Aufschluss über die Bedeutung der Umwelt als Pull- und Standortfaktor und erweitert die Diskussion über die Auswirkungen von Direktinvestitionen auch auf nicht ökonomische Parameter. Anhaltspunkte über Chancen und Risiken von Direktinvestitionen im regionalen Kontext und zur Entwicklung von "Best-Practice-Strategien" für Investoren sind ein weiterer wesentlicher Beitrag. Es werden Aussagen getroffen, wie Direktinvestitionen und die Umwelt gemeinsam zur einer positiven strukturellen Entwicklung einer Region beitragen können.
Untersuchungsraum:
Der regionale Schwerpunkt liegt auf dem Oberschlesischen Industrierevier, welches Teil der Woiwodschaft Slask in Südpolen ist. Das Revier, einst vom polnischen Parlament als "ökologische Katastrophenregion" bezeichnet, ist die am stärksten industrialisierte und urbanisierte Region Polens. Das klassisch altindustrialisierte Montanrevier weist Industrien auf, die vorwiegend Produkte der Reife- und Sättigungsphase des Produktlebenszyklus erzeugen. Stillgelegte Betriebe, strukturelle Arbeitslosigkeit, verfallene Industrieanlagen und beachtliche Altlasten sind die Folgen des Strukturwandels. Die Industriestädte Bytom (Beuthen) und Gliwice (Gleiwitz) sind Schwerpunkt der regionalen Konkretisierung. Beide Stadträume unterscheiden sich nach ihrer sözio-ökonomischen Entwicklung und weisen ein sehr unterschiedliches ökonomisches Ausgangsniveau auf. Kooperationspartner:
Die Dissertation entsteht in Kooperation mit: Exposé über das Dissertationsvorhaben
© Lehrstuhl für Geographie Osteuropas Letzte Aktualisierung: 17.6.2005 / L.-B. Brujan |