Rankingprojekt

Deutschland hat forschungsstarke und exzellente Universitäten – unter anderem gefördert durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Dies wird jedoch in internationalen Rankings nicht ausreichend sichtbar, mit der Konsequenz, dass in diesen die Attraktivität deutscher Universitäten für ausländische Studierende und Wissenschaftler noch nicht das Niveau erreicht hat, das ihrer realen Leistungsfähigkeit entspricht. Rankings von Universitäten sind zwar umstritten in Bezug auf Auswahl und Vergleichbarkeit der verschiedenen Kennzahlen, sie nehmen jedoch unzweifelhaft, mit erheblichen Konsequenzen für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Zukunft der jeweiligen Standorte, an Bedeutung zu.

 

Im Rahmen eines drittmittelgeförderten Pilotprojektes soll nun am Beispiel der Universität Tübingen und einer weiteren deutschen Universität untersucht werden, wie Daten zur Verwendung in internationalen Universitätsrankings extern und vor Ort erhoben und aus unterschiedlichen – auch universitären – Systemen standardisiert werden. Dabei soll sowohl die Methodik der Rankings selbst im Mittelpunkt stehen, als auch die ausführliche Analyse der aktuellen Verfahrenspraxis an den Universitäten vor Ort. Gleichzeitig kann die Pilotstudie mithelfen, das Ranking-System für die Besonderheiten anderer Wissenschaftssysteme zu sensibilisieren.

 

Das Pilotprojekt verfolgt damit insbesondere drei Kernbereiche. Am Anfang steht eine ausführliche Analyse der derzeitigen Verfahrenspraxis an den beiden beteiligten Universitäten sowie der Blick hinter die Mechanismen der Rankingsysteme, in diesem Fall anhand des THE-Rankings als Beispiel. In einem zweiten Schritt soll die Herstellung der notwendigen Transparenz des Rankingverfahrens und die Möglichkeit der Erhebung bislang vernachlässigter Daten im Mittelpunkt stehen. Dabei werden die Verrechnungsmechanismen des Ranking-Veranstalters (Bewertung der verschiedenen Parameter etc.) betrachtet. In einem letzten Schritt sollen die gewonnenen Erkenntnisse publiziert und so auch anderen Universitäten zugänglich gemacht werden.

 

Das Projekt muss eng abgestimmt mit dem Projektpartner, eine andere deutsche Universität, bearbeitet werden.