Trinkwasserqualität an der Universität Tübingen

Information zum Trinkwasser

In verschiedenen des Campus „Auf der Morgenstelle“ sowieim Campus Tal sind an mehreren Entnahmestellen für Warmwasser die Grenzwerte für Legionellen überschritten. Darüber hinaus wurden an vereinzelten Entnahmestellen für Kaltwasser des Campus Morgenstelle die Grenzwerte für Blei und Eisen überschritten. Die Überschreitung der Blei- und Eisenwerte hat ihre Ursache vermutlich in einzelnen Armaturen. Die Qualität unseres Trinkwassers ist sehr gut. Die Qualität leidet aber, wenn das Wasser längere Zeit in den Leitungen steht.

Konsequenzen:

  • Warmwasser aus dem zentralen Leitungsnetz sollte nicht zum Trinken sowie nicht zur Zubereitung von Kaffee oder Tee entnommen werden. Hierfür sollte Kaltwasser verwendet werden.
  • Die Duschen in den momentan betroffenen Gebäuden dürfen bis auf weiteres nicht mehr genutzt werden. Die Duschen sollen zeitnah durch Vermögen und Bau mit Durchlauferhitzern ausgerüstet werden.
  • Allen Nutzerinnen und Nutzern wird empfohlen, vor der Entnahme von Kaltwasser zum Trinken oder zur Zubereitung von Kaffee oder Tee zunächst etwa einen Liter Wasser ablaufen lassen, insbesondere am frühen Morgen. Sollte die Wasserentnahmestelle lange nicht benutzt bzw. gespült worden sein oder eine Verfärbung des Wassers durch Rost bestehen, sollte so lange mit Wasser gespült werden, bis das Wasser kalt und klar ist.
  • Zusätzliche Wasseruntersuchungen in weiteren Universitätsgebäuden laufen derzeit.

 

Detaillierte Ergebnisse zu den Wasseruntersuchungen finden Sie in weiteren Seiten verteilt auf Tal und Morgenstelle

 

Empfehlungen hinsichtlich Trinkwasser

Trinkwasseruntersuchungen finden meist in Form von Stichproben-Untersuchung im Sinne der Überprüfung der Hausinstallation statt. D.h. es wird vor der Probennahme keine Spülung der Leitung vorgenommen, sondern Wasser untersucht, dessen Stagnationszeit unbekannt war. Dies gilt gleichermaßen für Schwermetalle, E. coli, coliforme Bakterien und Legionellen.

Dabei können chemische und/oder Mikrobiologische Belastungen im Trinkwasser der Kaltwasserleitung nachgewiesen werden. Im Bereich der chemischen Trinkwasseruntersuchung wird meist nach Rückständen von Blei, Cadmium, Eisen, Kupfer und Nickel untersucht. Zusätzlich kann im Warmwassernetz eine auf Legionellen orientierte Untersuchung durchgeführt werden.

Überhöhter Bleiwert: Ein überhöhter Bleiwert deutet zunächst auf Bleileitungen hin, die aber laut VuB in den Gebäuden der Universität nicht verbaut wurden. Es gilt hierbei die Empfehlung, das Wasser so lange laufen zu lassen, bis Frischwasser kommt. Diese Empfehlung deckt sich mit der Empfehlung des Umweltbundesamtes, Wasser nicht zum Trinken und zur Speisenzubereitung zu verwenden, wenn es länger als 4 Stunden in der Leitung stand.

Überhöhter Legionellenwert: Eine Infektion durch Legionellen ist prinzipiell durch Kontakt mit Warmwasser möglich, wenn die Legionellen dabei in die tiefen Lungenabschnitte gelangen. Nicht jeder Kontakt mit legionellenhaltigem Wasser führt zu einer Gesundheitsgefährdung. Erst das Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Bioaerosol (Aspiration bzw. Inhalation z. B. beim Duschen, bei Klimaanlagen, durch Rasensprenger und in Whirlpools) kann zu einer Infektion führen. Dabei ist zu beachten, dass das Trinken von legionellenhaltigem Wasser grundsätzlich keine Gesundheitsgefahr darstellt. Um hierbei aber absolut sicher zu sein, kann Wasser abgekocht werden. Beim Erhitzen des Wassers auf über 60°C beginnt das Absterben der Legionellen. Bei einer Temperatur von 100°C sterben diese sofort.

 

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