Aktuelles im Botanischen Garten

Öffentliche Vorträge

Gefördert durch den Förderkreis des Botanischen Gartens finden auch 2016 wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zum Thema "Eine Blüte ist eine Blume...?" finden am jeweils ersten Sonntag eines Monats Vorträge im Hörsaal Botanik (Auf der Morgenstelle 3) statt. 

Beginn: 11.00 Uhr, Hörsaal Botanik (N10). Die genauen Themen und Termine finden Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

 

 

Vortrag am Sonntag, den 2. Oktober 2016 um 11 Uhr

"Faszination Blütendüfte – Herstellung und Verwendung von Duftessenzen in Parfums"

 

Marc vom Ende, SYMRISE-Senior-Parfümeur

 

 

Seit über 25 Jahren kreiert Senior Parfümeur Marc vom Ende exklusive Düfte und Essenzen für Symrise, einem der führenden Hersteller von Parfümölen. Als gefragter Gast-Redner nimmt er sein Publikum mit auf die Reise in die faszinierende Welt der Düfte. Anhand aromatischer Beispiele zeigt er, wie man aus kostbaren Rohstoffen, wie Blüten, Hölzern/Harzen und Früchten, begehrte Essenzen wie Rosenöl, Jasmin-Absolue und Co. gewinnt. Das Auditorium erfährt ebenfalls, wie sich diese Rohstoffe zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk zusammenfügen und was es braucht, damit ein Parfum Duft-LiebhaberInnen über viele Jahrzehnte begeistert.

 

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

 

 

Lauter Wasser im Tropischen Regenwald

Öffentliche Führung mit Reviergärtner Martin Lauterwasser im Tropicarium

am Sonntag, den 9. Oktober um 14 Uhr

 

 

„Lauter Wasser im Tropischen Regenwald“

 

 

Wasser ist ein zentraler ökologischer Faktor, der die Pflanzenwelt auf der ganzen Erde beeinflusst. Wasser ist im Boden, in der Luft und in den Pflanzen. Wie reagieren Pflanzen, wenn es mal zu viel und mal zu wenig Wasser gibt? Wie passen sich Pflanzen und ganze Ökosysteme an die Wasserverfügbarkeit an?

Meist ist Wasser im tropischen Regenwald keine Mangelware, deswegen finden wir hier riesige Blattflächen, aber auch das Leben von Spezialisten wie Aufsitzerpflanzen wird durch die gute Wasserverfügbarkeit möglich. Diese und viele andere Anpassungen an Wasser und ökologische Beziehungen im tropischen Regenwald stellt Reviergärtner Martin Lauterwasser im Rahmen dieser Führung vor.

 

 

Treffpunkt: im Foyer der Gewächshäuser

 

Eintritt frei, Spenden sind willkommen.

 

 

 

Ausstellung

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

 

 

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche ab dem 14. August 2016  im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Der Diplombiologe Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel,  Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung

(C) N. Köster
(C) N. Köster

Garten=Theater: Pflanzen in Shakespeares Welt

im Arboretum

 

 

William Shakespeare (1564-1616), der bedeutendste Dramatiker unseres Kulturkreises, erwähnt in seinen Stücken etwa 120 Pflanzenarten. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um damals in England heimische oder in Gärten kultivierte Arten. Einige wenige "Neuheiten", importiert vor allem durch wohlhabende Händler und Pflanzenfreunde über Konstantinopel aus Kleinasien, kommen dazu.

 

Shakespeare "dekoriert" die fast leere Bühne seiner Zeit in den Köpfen seines Publikums mit imaginären Pflanzen, er illustriert Dynastisches an Hand des Baumschnitts und gestaltet mit pflanzlichen Objekten seine überbordenden, oft zotigen Wortspiele bildreich aus. 

In der Regel werden die Pflanzen nicht beiläufig-dekorativ, sondern ganz gezielt eingesetzt: Als "Wortkulissen" rufen sie beim Publikum im elisabethanischen Theater ganz bestimmte Bilder von Szenerien und Landschaften hervor. Der "Feenhügel" im "Sommernachtstraum" mit seinem duftenden Geißblatt, den Veilchen und dem Quendel ist geradezu sprichwörtlich geworden. Oft spielen Gift- oder Heilpflanzen ihre Rolle als konkrete Objekte im Handlungsgefüge. Nicht alle durch Pflanzen vermittelten Botschaften sind uns heute noch verständlich, doch die Symbolik vieler Bilder ist bis in unsere Tage nachvollziehbar. Hierzu zählen die "Lilie" (gemeint ist hier zum Teil die Iris als Symbol des französischen Königshauses) oder die Rosen (man denke an die "Rosenkriege" genannten Bürgerkriege der Zeit um 1480, die Shakespeare in den insgesamt zehn Historiendramen untersucht und darstellt). Aber auch sensationelle Neuheiten in den englischen Gärten wie Schachbrettblume oder wie die Kaiserkrone finden Erwähnung.

 

Als gemeinsames Projekt zeigen zahlreiche Botanische Gärten von Rostock und Bremen bis Freiburg, München und Wien ab dem 10. Juni eine Poster-Ausstellung zum Thema "Garten=Theater - Pflanzen in Shakespeares Welt". Autor der Ausstellung und des zugehörigen Katalogs ist PD Dr. Stefan Schneckenburger (Botanischer Garten der TU Darmstadt). Näheres unter www.verband-botanischer-gaerten.de/pages/bg_woche.html

 

Im Botanischen Garten der Universität Tübingen ist die Ausstellung ab dem 12. Juni bis zum 31. Oktober im Arboretum zu sehen.

 

Führungen durch die Ausstellungen können gebucht werden über:

sekretariat(at)botgarten.uni-tuebingen.de 

 

 

 

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen (Spendengießkanne im Foyer der Gewächshäuser).

 

 

Ausstellung im Foyer der Gewächshäuser

Von der Naturstudie zur großen Komposition – frühe und späte Arbeiten von Gudrun Gantzhorn

 

Gudrun Gantzhorn lebt und arbeitet in Reutlingen. In ihren Arbeiten findet man Menschen, Landschaften, und immer wieder Pflanzen: blühend, fruchtend und vergehend. Neben detailgenauen Studien, die auch das Botanikerherz höher schlagen lassen gibt es Kompositionen, die schon fast abstrakt anmuten.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über Spenden.

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:  

8:00 bis 16:30 Uhr

Wochenenden und Feiertage:  

10:00 bis 16:30

 

 

 

 

Highlight des Monats: Riesen-Bambus

Highlight im September: Austrieb des Riesen-Bambus

Familie der Süßgräser (Poaceae)

Standort im Botanischen Garten: Tropicarium

 

Der Riesen-Bambus gehört wie alle Bambus-Arten zu den Gräsern, allerdings verholzen seine Halme, werden bis zu 20 Zentimeter dick und können in Natur über 30 Meter hoch werden. Dazu kommt aber noch ein Geschwindigkeits-Rekord: der Riesen-Bambus ist das am schnellsten wachsende Gras der Welt! Laut Fachliteratur wachsen Bambussprosse mit einer Geschwindigkeit von 0,4 Millimeter pro Minute, das sind knapp 60 Zentimeter am Tag. Ganz so schnell geht es im Gewächshaus nicht – im Tropicarium konnten bisher 20 Zentimeter Zuwachs pro Tag beobachtet werden.


Anfang September 2016 hat der Riesen-Bambus im Tropicarium einen neuen Trieb gebildet. Die rundliche, spitze Knospe war am Boden zwischen den älteren Halmen schon Wochen vorher zu sehen. Das Austreiben geht so schnell, weil der komplette Halm schon in der Knospe angelegt ist, und sich nun nur noch in die Länge streckt. Von Anfang an hat er auch schon seine spätere Dicke, etwa 15 Zentimeter, da Gräser nicht wie Bäume in die Dicke wachsen können. Die einzelnen Segmente (Internodien) des Halms sind von violetten, samtig behaarten Blattscheiden umgeben. Sie geben Wachstumshormone ab, die das Streckungswachstum unterstützen und fallen ab, wenn der Halm ausgewachsen ist. Dann bilden sich die grünen Blätter.

 

 

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Riesen-Bambus herunter!

 

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