Aktuelles im Botanischen Garten

Sonntags um zwei: öffentliche Führung am 10. September, 14 Uhr

Johannisbeeren

mit Joachim Reutter

 

Johannisbeeren sind erst seit dem Mittelalter in unseren Gärten zu finden und sind damit eine relativ junge Obstart. Die "Träuble", wie sie im Schwäbischen heißen sind sehr beliebt, denn als Sträucher finden sie auch in kleinen Gärten einen Platz, sie fruchten in günstiger Naschhöhe für Kinder und sind in der Küche vielfältig zu verwenden. Aber was tun mit einer jungen Johannisbeer-Pflanze? Joachim Reutter, der Spezialist für Obstgehölze im Botanischen Garten zeigt und erläutert den Pflanzschnitt und die unterschiedlichen Erziehungsmöglichkeiten, sei es als Strauch, Hecke oder Stämmchen und den davon abhängigen Erhaltungsschnitt. Er beschreibt den richtigen Standort, erklärt mögliche Krankheiten und gibt einen Überblick über die Sortenvielfalt.

 

 

Treffpunkt am Weinberghäuschen (Nähe Nordring bei der Bushaltestelle "Botanischer Garten")

 

Eintritt frei, Spenden sind willkommen.

Öffentliche Vorträge

Gefördert durch den Förderkreis des Botanischen Gartens finden auch 2017 wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zum Thema "Regionale Botanik und Naturschutz" finden am jeweils ersten Sonntag eines Monats Vorträge im Hörsaal Botanik (Auf der Morgenstelle 3) statt. 

Beginn: 11.00 Uhr, Hörsaal Botanik (N10). Die genauen Themen und Termine finden Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

 

 

Vortrag am Sonntag, den 1. Oktober

Die Schätze des Herbariums und ihre Bedeutung für die Forschung

 

Vortrag von Prof. dr. Oliver Bossdorf, Universität Tübingen

am 1. Oktober 2017, 11 Uhr im Hörsaal N10, Auf der Morgenstelle 3 

 

Das Herbarium Tubingense ist eine der ältesten und bedeutsamsten wissenschaftlichen Sammlungen der Universität Tübingen. Es umfasst mehrere hunderttausend Pflanzenbelege und andere botanische Objekte - viele davon mit besonderer botanischer, regionaler oder historischer Bedeutung. Prof. Dr. Oliver Bossdorf (Universität Tübingen) beleuchtet aktuelle Forschungsmöglichkeiten, die ein Herbarium heute bietet.

 

 

 

Der Eintritt ist kostenlos, wir freuen uns über eine Spende.

 

 

 

Vortrag am Sonntag, den 8. Oktober um 14 Uhr

 

Ökologie und historische Bedeutung von heimischen Wildrosen

 

Prof. Dr. Stefan Ruge, Hochschule Rottenburg

 

im Hörsaal der Botanik N10 (Auf der Morgenstelle 3)

 

Prof. Ruge ist seit etwa fünf Jahren verantwortlich für den Wildrosengarten im Rottenburger Burgäcker-Äuble. Nicht erst seit dem begeistert er sich für Wildrosen. Obwohl sie vielleicht auf den ersten Blick nicht so spektakulär sind wie ihre gezüchteten Verwandten bergen Sie viele Besonderheiten und eine ganz eigene Schönheit. Wildrosen sind ökologisch besonders wertvoll, sie liefern Nahrung und Lebenraum für viele tiergruppen.

Allein das Bestimmen und Erkennen der einzelnen Arten ist eine Herausforderung, die man nicht nur mit den Blüten, sondern auch anhand der Früchte meistern kann. Diese Früchte, die hagebutten, sind außerdem ein ausgezeichnetes Wildobst, das eine hervorragende Marmelade liefert...

 

Herr Ruge stellt in seinem Vortrag das Bunte, Interessante und Besondere dieser schönen Pflanzengruppe vor.

 

 

 

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

 

 

 

 

Highlight des Monats: Korallenbaum

Erythrina crista-galli, Familie der Fabaceae (Schmetterlingsblütengewächse)

 

Standort: Kübelpflanzen

 

In der Reihe der südamerikanischen Kübelpflanzen vor der Fassade des Tropicariums fallen die Korallensträucher durch ihre großen roten Blüten besonders auf. Sie stehen an langen Trauben und haben eine auffällige Form. Der Blütenbau entspricht dem klassischen Bau der Schmetterlingsblüte: Fahne, Flügel, Schiffchen – doch die Blüte ist um 180° gedreht, so dass die Fahne wie eine große Unterlippe unten zu liegen kommt, die Flügel sind reduziert und verschwinden im Kelch. Aus dem Schiffchen ragen büschelig die Staubblätter hervor, einige Zeit später erscheint der dunkelrote, sichelförmige Griffel. In der Heimat des Korallenstrauchs (Brasilien, Paraguay, Bolivien und Argentinien) werden die duftlosen aber nektarreichen Blüten von Bienen und auch von Kolibris bestäubt.

Die Nationalpflanze Argentiniens ist in tropischen und subtropischen Regionen häufig als Zierpflanze zu finden. Bei uns ist sie nicht winterhart, aber recht pflegeleicht und einfach zu überwintern. Wissenswert ist außerdem dass der Korallenstrauch giftige Alkaloide enthält, die ähnlich wirken wie das Pfeilgift Curare.

 

 

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Korallenbaum herunter!

 

Hier gelangen Sie zum Archiv Highlight des Monats!

 

 

 

Ausstellung

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

 

 

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche ab dem 14. August 2016  im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Der Diplombiologe Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel,  Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.