Aktuelles im Botanischen Garten

Öffentliche Vorträge

Gefördert durch den Förderkreis des Botanischen Gartens finden auch 2017 wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zum Thema "Regionale Botanik und Naturschutz" finden am jeweils ersten Sonntag eines Monats Vorträge im Hörsaal Botanik (Auf der Morgenstelle 3) statt. 

Beginn: 11.00 Uhr, Hörsaal Botanik (N10). Die genauen Themen und Termine finden Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

 

 

Vortrag am Sonntag, den 5. März 2017 um 11 Uhr

"Zur Geschichte der Floristik in Tübingen"

Martin Engelhardt, Tübingen

Im Jahr 1722 erschien in Tübingen die erste Lokalflora Baden-Württembergs. Seit dieser Zeit wird die Pflanzenwelt Tübingens und der Tübinger Umgebung erforscht. Martin Engelhardt berichtet über die interessante Geschichte dieser Erforschung, Veränderungen der Tübinger Flora und stellt einige Tübinger Highlights der Botanik vor.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

 

 

Ausstellungseröffnung am 12. März, 14 Uhr

 

Schätze des Herbariums - Bedeutung und Vielfalt im Herbarium Tubingense mit seinen botanischen Sammlungen

 

Das Herbarium Tubingense ist eine der ältesten und bedeutsamsten wissenschaftlichen Sammlungen der Universität Tübingen. Es umfasst mehrere hunderttausend Pflanzenbelege und andere botanische Objekte - viele davon mit besonderer botanischer, regionaler oder historischer Bedeutung.

Die Ausstellung bringt einige der Schätze des Herbariums ans Tageslicht, zeigt Highlights und Kuriosa der Sammlung, aber auch die Schönheit von Sammlungsobjekten, und wie man Herbarbelege in der aktuellen ökologischen Forschung nutzen kann.

 

 

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 12. März 2017 um 14 Uhr laden wir herzlich ein!

 

Sprechen werden Dr. Arno Wörz vom Naturkundemuseum in Stuttgart und Prof. Dr. Oliver Bossdorf, Unversität Tübingen.

 

 

 

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über Spenden.

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:  

8:00 bis 16:30 Uhr

Wochenenden und Feiertage:  

10:00 bis 16:30

 

 

 

 

Highlight des Monats: Menzels Akazie

Menzels Akazie

Acacia menzelii, Familie der Fabaceae (Schmetterlingsblütengewächse)

 

Standort: Subtropenhaus

 

 

Dieser kleine Baum stammt aus dem südlichen Australien, wo er nur an wenigen Standorten im Murray-Darling-Becken und an den Flinders-Ranges natürlich vorkommt und stellenweise durch Brände, Straßenbau und Ziegen stark gefährdet ist. Die Blüten erscheinen in Natur meist im Juli bis Oktober, also im australischen Winter. Offensichtlich hat sich diese Pflanze also schon an die mitteleuropäischen Jahreszeiten angepasst.

 

Neben den zahlreichen winzigen Blütenständen, die wie kleine gelbe Kugeln aussehen, sind die Blätter auffällig: fast möchte man diese Akazie für einen Nadelbaum halten, so lang und schmal sind die Blätter. Tatsächlich handelt es sich hier nicht um normale Laubblätter: die Blattspreite ist reduziert, nur der Blattstiel bleibt als nadelförmiger Blattersatz. Diese Phyllodien genannten reduzierten Blätter helfen, den Wasserverlust in der trockenen Umgebung möglichst gering zu halten.

Wie bei vielen Akazien findet man auch an den samen von Menzels Akazie ein Anhängsel, es handelt sich um einen Samenmantel oder Arillus, der sich aus dem Stiel der Samenanlage bildet. Er stellt eine kleine Belohnung für ausbreitende Tiere dar.

 

 

 

Laden Sie sich hier die Infotafel zu Menzels Akazie herunter!

 

Hier gelangen Sie zum Archiv Highlight des Monats!

 

 

 

Ausstellung

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

 

 

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche ab dem 14. August 2016  im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Der Diplombiologe Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel,  Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.