Aktuelles im Botanischen Garten

Öffentliche Vorträge

Gefördert durch den Förderkreis des Botanischen Gartens finden auch 2017 wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zum Thema "Regionale Botanik und Naturschutz" finden am jeweils ersten Sonntag eines Monats Vorträge im Hörsaal Botanik (Auf der Morgenstelle 3) statt. 

Beginn: 11.00 Uhr, Hörsaal Botanik (N10). Die genauen Themen und Termine finden Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

 

 

Vortrag am Sonntag, den 5. Februar 2017 um 11 Uhr

(c) A. Kehl
(c) W. Durka

"Die Bedeutung von regionalem Saatgut für die Grünlandrenaturierung"

Dr. Anna Lamei Bucharova, Universität Tübingen, AG Evolutionäre Ökologie der Pflanzen

 

 

Durch Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und viele weitere menschliche Aktivitäten werden weltweit natürliche Ökosysteme zerstört. Der erste wichtige Schritt bei der Wiederherstellung funktionierender Ökosysteme ist die Renaturierung der Pflanzengesellschaften. Bisher hat man dafür auf kommerzielle Saatgutmischungen zurückgegriffen, die oft künstliche Sorten einheimischer Arten enthielten. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Nutzung von regionalem Saatgut deutlich besser geeignet ist, um einen natürlichen oder naturnahen Lebensraum wieder herzustellen.

Deutschland ist sogar marktführend bei der Herstellung von regionalem Saatgut. Eine Studie der Arbeitsgruppe Evolutionäre Ökologie der Pflanzen an der Universität Tübingen zeigte, das Pflanzen, die aus regionalem Saatgut gezogen wurden besser wachsen und Nahrungsnetze erhalten können, im Gegensatz zu Pflanzen aus nicht-regionalem Saatgut. Dr. Anna Lampei Bucharova erläutert in ihrem Vortrag die durchgeführten Experimente und daraus entstandenen Erkenntnisse für Renaturierungsmaßnahmen.

 

 

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

 

 

Highlight des Monats: Die Kanaren-Glockenblume blüht!

Highlight im Januar: die Nationalblume der Kanarischen Inseln

Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae)

Standort im Botanischen Garten: Kanarenhaus

 

Wenn sie in den Wintermonaten blüht, wird verständlich, warum sie die Nationalblume der Kanarischen Inseln ist: die orangefarbenen Blüten leuchten wunderschön und zeigen oft einen attraktiven Farbverlauf oder dunkle Äderung. Wuchsform, Blüte und Frucht sind jedoch recht ungewöhnlich für Glockenblumen-Verwandte.

Die Kanaren-Glockenblume mag es schattig und feucht und kommt endemisch auf den westlichen Kanarischen Inseln in der Lorbeerwaldzone vor. Die Trockenperiode überdauert sie mit Hilfe einer großen Knolle im Boden.

 

 

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Kanarischen Glockenblume herunter!

 

Hier gelangen Sie zum Archiv Highlight des Monats!

 

 

 

Ausstellung

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

 

 

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche ab dem 14. August 2016  im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Der Diplombiologe Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel,  Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung im Foyer der Gewächshäuser

Von der Naturstudie zur großen Komposition – frühe und späte Arbeiten von Gudrun Gantzhorn

 

Gudrun Gantzhorn lebt und arbeitet in Reutlingen. In ihren Arbeiten findet man Menschen, Landschaften, und immer wieder Pflanzen: blühend, fruchtend und vergehend. Neben detailgenauen Studien, die auch das Botanikerherz höher schlagen lassen gibt es Kompositionen, die schon fast abstrakt anmuten.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über Spenden.

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:  

8:00 bis 16:30 Uhr

Wochenenden und Feiertage:  

10:00 bis 16:30