Aktuelles im Botanischen Garten

Öffentliche Vorträge

Gefördert durch den Förderkreis des Botanischen Gartens finden auch 2016 wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zum Thema "Eine Blüte ist eine Blume...?" finden am jeweils ersten Sonntag eines Monats Vorträge im Hörsaal Botanik (Auf der Morgenstelle 3) statt. Beginn: 11.00 Uhr, Hörsaal Botanik. Die genauen Themen und Termine finden Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

 

 

Vortrag am Sonntag, den 4. September um 11 Uhr

"Fleischfressende Pflanzen aus der Sicht eines Zoologen"

Prof. Christian Bardele, Universität Tübingen


im Hörsaal der Botanik N10 (Auf der Morgenstelle 3)

 

Alle Pflanzen brauchen Stickstoff. Fleischfressende Pflanzen haben sicher den interessantesten Weg gefunden, um an das begehrte Element zu kommen. Anlocken, überwältigen und verdauen heißt die Devise bei den meisten Fällen. Aber nicht immer endet die Begegnung tödlich. Manchmal sind auch Dritte im Spiel, die sich als Mundräuber, Helfershelfer oder Hotelgäste betätigen und auf unerwartete Weise den Pflanzen dienen. Wie jüngste Untersuchungen zeigen, scheint sich die Karnevorie aus der Abwehr von pflanzenfressenden Tieren entwickelt zu haben. Hier wurde der Spieß also umgedreht – In jedem Falle – Guten Appetit!

 

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Früchte – bunter Gartenschmuck im Herbst

Öffentliche Führung am Sonntag, den 11. September um 14 Uhr

 

 

„Früchte – bunter Gartenschmuck im Herbst“

Shakespeare und Pflanzen in seinen Werken sind in diesem Sommer das Thema im Arboretum des Botanischen Gartens.

Studierende des Studio Literatur und Theater der Universität Tübingen sind in diesem Sommersemester mit der Botanisiertrommel unterwegs gewesen und haben gesammelt: Was bei der Naturlyrik 4.0 herausgekommen ist, wollen sie am 10. Juli um 17 Uhr im Arboretum des Botanischen Gartens im Rahmen einer Lesung in sommerlicher Atmosphäre vortragen.

Noch bis zum 31. Oktober ist im Arboretum auch die Ausstellung „Garten=Theater: Pflanzen in Shakespeares Welt“ zu sehen.

 

 

Treffpunkt: am Haupteingang

 

Eintritt frei, Spenden sind willkommen.

 

 

 

Offentliche Führung sonntags um zwei

Ausstellungseröffnung und Führung:

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

 

 

 

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche ab dem 14. August 2016 um 14 Uhr im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Der Diplombiologe Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel,  Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.

Am Sonntag, den 14. August 2016 um 14 Uhr führt Diplombiologe Marian Lechner durch die Ausstellung, erklärt das Konzept und berichtet über erste Ergebnisse.

 

Treffpunkt: Haupteingang des Botanischen Gartens (Auf der Morgenstelle, neben Gebäude Nr. 5)

 

 

 

 

Highlight des Monats: Erdbeer-Klee

Die apettitlichen Fruchtstände des Erdbeer-Klees

Trifolium fragiferum, Familie der Fabaceae (Schmetterlingsblütengewächse)

 

Standort: am Hauptweg zu den Gewächshäusern

So ein Klee-Blütenköpfchen besteht aus vielen sehr kleinen Einzelblüten, die nach der Blüte normalerweise komplett vertrocknen. Aus jeder Blüte entwickelt sich eine winzige, grüne, recht unscheinbare Hülsenfrucht. Beim Erdbeer-Klee vergrößert sich jedoch mit der Fruchtreife auch ein Teil der äußeren Blütenblätter und umhüllt schließlich ballonartig die Hülse. So entsteht nach der Blütezeit schließlich eine kleine Kugel, die zunächst rosafarben bis rot ist, aber bald bräunlich wird. Sie sind also eher trockenhäutig und behaart und nicht süß und saftig und helfen bei der Fruchtausbreitung durch den Wind.Der Erdbeer-Klee ist in Baden-Württemberg recht selten, er kommt v.a. an den Küsten von Nord- und Ostsee und entlang der großen Flüsse in Deutschland vor. Es sind auch einige Vorkommen des Erdbeer-Klees in und um Tübingen belegt, und auch im Botanischen Garten hat er sich wohl von alleine angesiedelt. Man kann die kleinen „Erdbeeren“ auf den häufiger gemähten Rasenflächen fast den ganzen Sommer über entdecken.

 

 

Laden Sie sich hier die Infotafel zum Erdbeer-Klee herunter!

 

Hier gelangen Sie zum Archiv Highlight des Monats!

 

 

 

Ausstellung

(C) N. Köster
(C) N. Köster

Garten=Theater: Pflanzen in Shakespeares Welt

im Arboretum

 

 

William Shakespeare (1564-1616), der bedeutendste Dramatiker unseres Kulturkreises, erwähnt in seinen Stücken etwa 120 Pflanzenarten. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um damals in England heimische oder in Gärten kultivierte Arten. Einige wenige "Neuheiten", importiert vor allem durch wohlhabende Händler und Pflanzenfreunde über Konstantinopel aus Kleinasien, kommen dazu.

 

Shakespeare "dekoriert" die fast leere Bühne seiner Zeit in den Köpfen seines Publikums mit imaginären Pflanzen, er illustriert Dynastisches an Hand des Baumschnitts und gestaltet mit pflanzlichen Objekten seine überbordenden, oft zotigen Wortspiele bildreich aus. 

In der Regel werden die Pflanzen nicht beiläufig-dekorativ, sondern ganz gezielt eingesetzt: Als "Wortkulissen" rufen sie beim Publikum im elisabethanischen Theater ganz bestimmte Bilder von Szenerien und Landschaften hervor. Der "Feenhügel" im "Sommernachtstraum" mit seinem duftenden Geißblatt, den Veilchen und dem Quendel ist geradezu sprichwörtlich geworden. Oft spielen Gift- oder Heilpflanzen ihre Rolle als konkrete Objekte im Handlungsgefüge. Nicht alle durch Pflanzen vermittelten Botschaften sind uns heute noch verständlich, doch die Symbolik vieler Bilder ist bis in unsere Tage nachvollziehbar. Hierzu zählen die "Lilie" (gemeint ist hier zum Teil die Iris als Symbol des französischen Königshauses) oder die Rosen (man denke an die "Rosenkriege" genannten Bürgerkriege der Zeit um 1480, die Shakespeare in den insgesamt zehn Historiendramen untersucht und darstellt). Aber auch sensationelle Neuheiten in den englischen Gärten wie Schachbrettblume oder wie die Kaiserkrone finden Erwähnung.

 

Als gemeinsames Projekt zeigen zahlreiche Botanische Gärten von Rostock und Bremen bis Freiburg, München und Wien ab dem 10. Juni eine Poster-Ausstellung zum Thema "Garten=Theater - Pflanzen in Shakespeares Welt". Autor der Ausstellung und des zugehörigen Katalogs ist PD Dr. Stefan Schneckenburger (Botanischer Garten der TU Darmstadt). Näheres unter www.verband-botanischer-gaerten.de/pages/bg_woche.html

 

Im Botanischen Garten der Universität Tübingen ist die Ausstellung ab dem 12. Juni bis zum 31. Oktober im Arboretum zu sehen.

 

Führungen durch die Ausstellungen können gebucht werden über:

sekretariat(at)botgarten.uni-tuebingen.de 

 

 

 

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen (Spendengießkanne im Foyer der Gewächshäuser).

 

 

Ausstellung im Foyer der Gewächshäuser

Von der Naturstudie zur großen Komposition – frühe und späte Arbeiten von Gudrun Gantzhorn

 

Gudrun Gantzhorn lebt und arbeitet in Reutlingen. In ihren Arbeiten findet man Menschen, Landschaften, und immer wieder Pflanzen: blühend, fruchtend und vergehend. Neben detailgenauen Studien, die auch das Botanikerherz höher schlagen lassen gibt es Kompositionen, die schon fast abstrakt anmuten.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über Spenden.

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:  

8:00 bis 16:30 Uhr

Wochenenden und Feiertage:  

10:00 bis 16:30