Aktuelles im Botanischen Garten

Öffentliche Vorträge

Gefördert durch den Förderkreis des Botanischen Gartens finden auch 2017 wieder zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zum Thema "Regionale Botanik und Naturschutz" finden am jeweils ersten Sonntag eines Monats Vorträge im Hörsaal Botanik (Auf der Morgenstelle 3) statt. 

Beginn: 11.00 Uhr, Hörsaal Botanik (N10). Die genauen Themen und Termine finden Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsprogramm.

 

 

Highlight des Monats: Die Rote Akelei

Aquilegia canadensis, Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Standort im Botanischen Garten: Geographisches Alpinum

 

Red Columbine, wie die Rote Akelei in ihrer Heimat heißt, besiedelt lichte Wälder und Hänge in bergigen Regionen im östlichen Nordamerika.

 

Akelei-Blüten haben einen besonderen Aufbau: es gibt fünf eiförmige Blütenblätter, die nach unten hängen; sie sind bei der Roten Akelei rot. Dazwischen stehen fünf Nektarblätter mit einem langen Sporn, der nach oben zeigt. Der Sporn ist hier auch rot, aber die nach unten zeigende Öffnung ist zitronengelb. Am Grund dieses Sporns wird Nektar produziert. Langrüsselige Bienen und Hummeln kriechen von unten in die tütenförmigen Nektarblätter und erreichen mit ihren Mundwerkzeugen dann die süßen Tropfen in der Spitze. Kurzrüsselige Hummeln wissen sich anders zu helfen: sie beißen den Sporn von außen an und „stehlen“ den Nektar – zur Bestäubung tragen sie so nicht bei.

Obwohl neben Insekten in Amerika auch Kolibris zur Bestäubung beitragen können, bildet die Rote Akelei oft einen Teil der Samen durch Selbstbestäubung.

 

 

Laden Sie sich hier die Infotafel zur Roten Akelei herunter!

 

Hier gelangen Sie zum Archiv Highlight des Monats!

 

 

 

Ausstellung

"Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung":

Stationentafeln im Botanischen Garten der Universität Tübingen

 

 

„Die Frucht der Arbeit“ ist eine Ausstellung mit Stationenpfad, welche ab dem 14. August 2016  im Botanischen Garten Tübingen gezeigt wird. Die Ausstellung besteht aus 10 Stationen, die direkt vor den einzelnen Pflanzen im Gartenareal installiert sind. Die Installation beleuchtet das weltumspannende Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung: Mit Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen werden die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und dem Lebensinhalt vieler Menschen rund um den Erdball verdeutlicht. So wird das Netz an weltumspannenden Nachhaltigkeitskonzepten sichtbar, die im Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung tagtäglich von zentraler Bedeutung sind.

Der Diplombiologe Marian Lechner entwickelte das Ausstellungskonzept im Zuge seiner Promotion an der Universität Tübingen mit dem Ziel,  Perspektivenübernahme als nachhaltigkeitsrelevante Kompetenz zu fördern.