Musikwissenschaftliches Institut

Prof. Dr. Stefan Morent

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Forschung

Schwerpunkte

  • Musik des Mittelalters: Aufführungspraxis und Rezeption
  • Musikgeschichte des Deutschen Südwestens
  • Musik im 19. Jahrhundert in Frankreich
  • Musik und Religion
  • Digital Musicology

Kurzvita

seit 2017
DFG-Forschungsprojektleitung

Erschließung mittelalterlicher Musikfragmente aus württembergischen Klöstern im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (DFG)

WiSe 2013/14
Lehrauftrag

Musikwissenschaft Universität zu Köln

WiSe 2012/13 und WiSe 2013/14
Vertretungsprofessur (W2) für Musikwissenschaft

Universität Paderborn/HfM Detmold

SoSe 2012
Vertretungsprofessur "Historische Aufführungspraxis" (W2)

Universität Saarbrücken und Lehrauftrag Staatliche Hochschule für Musik Mannheim

WiSe 2011/12
Lehrauftrag Musikwissenschaft

Universität Saarbrücken

September 2011–Februar 2012
Stiftungsgastprofessur (W2)

Musikwissenschaft, Universität Heidelberg

März 2011–August 2011
Vertretungsprofessur (W3)

Lehrstuhl für Musikwissenschaft Universität Heidelberg (Prof. Dr. Silke Leopold)

2010
Visiting Professor

University of Berkeley/USA

2008
Ernennung zum außerplanmäßigen Professor

an der Universität Tübingen

2005–2007
Hochschuldozent am Musikwissenschaftlichen Institut

Universität Tübingen

2004
Habilitation

Universität Tübingen

2002–2004
Habilitationsstipendium des Grauduiertenkollegs "Ars und Scientia im Mittelalter und der frühen Neuzeit"

Universität Tübingen

1995
Promotion

Universität Tübingen

1993–1995
Promotionsstipendium

Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg

1986–1992
Magisterstudiengang Musikwissenschaft (1. Hauptfach) und Romanistik, dann Informatik (2. Hauptfach)

Universität Tübingen

Ergänzende Vita

Studium von Musikwissenschaften und Informatik an der Universität Tübingen, Blockflöte und Historische Aufführungspraxis bei Kees Boeke sowie Musik des Mittelalters bei Andrea von Ramm und Sterling Jones;

1995 Promotion zum Dr. phil. als Stipendiat der Landesgraduiertenförderung,

2004 Habilitation mit "Das Mittelalter im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Kompositionsgeschichte in Frankreich“ als Stipendiat des Graduiertenkollegs „Ars und Scientia im Mittelalter und der frühen Neuzeit“

seit 2008 dort außerplanmäßiger Professor.

Forschungsinteressen reichen von der Musik des Mittelalters, ihrer Aufführungspraxis und Rezeption, über Musiktheorie der Renaissance (Glarean u.a.) und landeskundliche Themen (Musik im Deutschen Südwesten, Musik am Stuttgarter Hof 16.-18. Jh.) sowie französischer Musik des 19. Jahrhunderts bis zur Digitalen Musikedition.

Lehraufträgte und Professurvertretungen in Trossingen, Wien, Hamburg, Heidelberg, Detmold, Saarbrücken, Mannheim und Köln und folgte im Wintersemester 2010 einer Einladung als Visiting Professor an die University of Berkeley/USA.

Umfangreiche internationale Konzerttätigkeit mit dem von ihm gegründeten Ensemble Ordo Virtutum für Musik des Mittelalters, künstlerischer Leiter der Festivals für Musik des Mittelalters Via Mediaeval in Rheinland-Pfalz und Musikalische Avantgarde um 1400 in Konstanz.

Er leitet die Schola Cantorum am Musikwissenschaftlichen Institut.

Lehrveranstaltungen u.a. zu

  • Beethovens Klaviersonaten

  • Digitale Musikedition: Herausforderung und Chance

  • Paul Hindemith

  • Eric Satie - musicien médiéval

  • Choral in der Musikgeschichte (mit Prof. Dr. B. Schmid, Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg)

  • Welt der Stimme - Stimmen der Welt (mit Dr. Annette Sidhu-Ingenhoff/SWR)

  • Händels Opern

  • Schütz–Schein–Scheidt

  • Das Spannungsfeld Musik und Kirche (mit Prof. Dr. A. Odenthal)

  • Musik im Zeichen der Reformation

Drittmittel

  • Zukunftskonzept Universität Tübingen
  • Ria und Arthur Dietschweiler Stiftung
  • Kanton St. Gallen/Kulturförderung, Swisslos
  • Stadt St. Gallen
  • Freundeskreis der Stiftsbibliothek St. Gallen
  • Ernst Göhner-Stiftung / CH-Zug
  • Geschwister Böhringer Ingelheim-Stiftung
  • DFG
  • Reinhold und Gisela Häcker-Stiftung
  • Weltkulturerbestätte Kloster Lorsch

Stipendien und Auszeichnungen

  • Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg
  • Habilititationsstipendium innerhalb des Graduiertenkollegs Ars und Scientia
  • DFG Forschungsstipendium
  • Forschungsstipendium der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Klassikpreis "Golden Label"
  • Stiftungs-Gastprofessur für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg

Publikationen (Auswahl)

Bücher

  • Die Musik der Antike und des Mittelalters (Epochen der Musik 1) [im Druck].

  • International Winterschool Digital Musicology – Digitalisierung in der Musikwissenschaft, gesammelte Beiträge, hsrg. von Stefan Morent, Tübingen TOBIAS 2017ff.

  • Europäische Musikkultur im Kontext des Konstanzer Konzils, hg. von Stefan Morent, Silke Leopold, Joachim Steinheuer, Ostfildern 2017 (Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen 47).

  • Das Mittelalter im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Kompositionsgeschichte in Frankreich (Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft 72), Stuttgart 2013 (Habilitationsschrift Tübingen 2004)

  • Der Klang des Himmels. Hildegard von Bingen als Komponistin (zusammen mit Marianne Pfau), in: Europäische Komponistinnen, hg. von Melanie Unseld und Annette Kreutziger-Herr, Bd. 1, Böhlau-Verlag Köln/Weimar 2005.

  • Studien zum Einfluß instrumentaler auf vokale Musik im Mittelalter, Paderborn 1998 (Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik, hg. von Hans Joachim Marx und Günther Massenkeil, Bd. 6) [= Dissertation Tübingen 1995]. Online

Sammelpublikationen

  • Zu einigen Aktivitäten der Digital Musicology auf dem Gebiet der älteren Musikgeschichte, in: Die Musikforschung 4/2018 [in Vorbereitung].

  • Beiträge "Frühe Mehrstimmigkeit", "Notre Dame", "Motette", "Ars nova", in: MusikGeschichte, hg. v.
    Ulrich Mosch [im Druck].

  • Musikalisch-liturgische Fragmente aus den Zisterzienserklöstern Herrenalb und Schöntal im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, in: Zisterzienser. Konzeptionen klösterlichen Lebens, hg. von Joachim Werz, Regensburg 2017, S. 135–144.

  • Choraltraditionen im süddeutschen Raum im frühen 15. Jahrhundert und die Bestände liturgisch-musikalischer Fragmente des Konstanzer Stadtarchivs, in: Europäische Musikkultur im Kontext des Konstanzer Konzils, hg. v. Stefan Morent, Silke Leopold, Joachim Steinheuer, Ostfildern 2017 (Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen 47), S. 95–114.

  • Musikalische Heiligenverehrung im mittelalterlichen Köln, in: Musik der mittelalterlichen Metropole. Räume, Identitäten und Kontexte der Musik in Köln und Mainz, ca. 900–1400, hrsg. von Fabian Kolb (Beiträge zur Rheinischen Musikgeschichte 179), Kassel 2016, S. 219–234.

  • Das Projekt „eChant“ oder: Wie gefährlich sind musikalische Varianten, in: „Ei, dem alten Herrn Zoll‘ ich Achtung gern“. Festschrift für Joachim Veit zum 60. Geburtstag, hg, v. Kristina Richts und Peter Stadler, München 2016, S. 537–550.

  • Körper, Geste, Gebärde in der Musik des Mittelalters, in: DirigentenBilder. Musikalische Gesten – verkörperte Musik (Resonanzen. Basler Publikationen zur Älteren und Neueren Musik, hg. v. Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel, Bd. 3), Arne Stollberg u.a. (Hgg.), Basel 2015, S. 51–71.

  • Zur Wolfenbütteler Marienklage und ihrer Aufführungspraxis heute. Ein Werkstattbericht, in: Das Geistliche Spiel des europäischen Spätmittelalters, hg. v. Wernfried Hoffmeister und Cora Dietl (Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft 20), Wiesbaden 2015, S. 103–112.

  • Musikkultur des Mittelalters im Kloster Lorsch: Aspekte der Überlieferung und Rekonstruktion, in: Karolingische Klöster. Wissenstransfer und kulturelle Innovation, hrsg. v.Julia Becker, Tino Licht und Stefan Weinfurter (Materiale Textkulturen. Schriftenreihe des Sonderforschungsbereiches 933, 4), Berlin u.a. 2015, S. 131–144.

  • „Komponieren“ bei Hermannus Contractus (1013-1054) und Hildegard (1098-1179), in: Unversehrt und unverletzt. Hildegards Menschenbild und Kirchenverständnis heute, hrsg. v. Rainer Berndt SJ in Verbindung mit Maura Zátonyi OSB (Erudiri Sapientia. Studien zum Mittelalter und zu seiner Rezeptionsgeschichte 12), Münster 2015, S. 89–98.

  • Zur Musikgeschichte des Klosters Weingarten, in: Weingarten – gestern und heute. Vom Dorf der Alamannen zur Stadt des Heiligen Blutes, hrsg. v. Hans Ulrich Rudolf, Lindenberg 2015, 78–81, 105–108, 163–165, 269–270.

  • Das Willibald-Offizium des Bischofs Reginold von Eichstätt, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 97 (2013), Paderborn 2014, S. 31–44.

  • Das Projekt "e-sequence" - ein Werktstattbericht, in: Schaukasten Stiftsbibliothek St. Gallen, Abschiedsgabe für Stiftsbibliothekar Ernst Tremp, hrsg. v. Franziska Schnoor, Karl Schmuki, Silvio Frigg, St. Gallen 2013, S. 100-103.

  • Digital Editing of Chant – Tools in Progress, in: Cantus Planus. Study Group of the International Musicological Society. Papers read at the 16th Meeting Vienna, Austria 2011, hrsg. v. Roberts Klugseder, Wien 2012, S. 281-283.

  • Digitalisierungskonzepte für Neumen-Notationen - die Projekte TüBingen und e-sequence, in: Perspektiven Digitaler Musikedition, in: Tonkunst (3/2011), S. 277-283.

  • Die Trossinger Merowingerleier – Aspekte zur Musikarchäologie und Mittelalterrezeption, in: „Vom Minnesang zur Popakademie. Musikkultur in Baden Württemberg“, Ausstellungskatalog zur Großen Landesausstellung Baden-Württemberg 2010 im Badischen Landesmuseum Schloss Karlsruhe 16.4.–12.9. 2010, Karlsruhe 2010, S. 135-139.

  • Musik und liturgische Identität: Zum Hymnar des Deutschen Ordens, in: Das deutsche Kirchenlied. Bilanz und Perspektiven einer Edition. Bericht über die internationale Tagung in Mainz November 2008, hg. v. Wolfgang Hirschmann und Hans-Otto Korth, Kassel u. a. 2010, S. 132-141.

  • Beobachtungen zur Intervallnotation Hermanns des Lahmen in Zwiefaltener Handschriften des 12. Jahrhunderts, in: Mozart in Zentrum, Festschrift Manfred Hermann Schmid zum 60. Geburtstag, hg. v. Ann-Katrin Zimmermann und Klaus Aringer, Tutzing 2010, S. 1-13.

  • Das 13. Jahrhundert, in: Lexikon Musik und Gender (hg. v. Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld), Kassel u.a. 2010, S. 27-35.

  • Digitale Edition älterer Musik am Beispiel des Projekts Tübingen, in: Digitale Edition zwischen Experiment und Standardisierung. Musik – Text – Codierung, Beihefte zu editio 31, hg. v. Peter Stadler und Joachim Veit, Tübingen 2009, S. 89-109.

  • Il canto proprio della Chiesa Romana – Das Spannungsverhältnis Musik und Kirche in katholischer Perspektive, in: In der Gegenwart Gottes. Beiträge zur Theologie des Gottesdienstes, Hans-Peter Großhans, Malte Dominik Krüger (Hgg.), Frankfurt 2009, S. 227-243.

  • Das Mittelalter im 19. Jahrhundert in Frankreich: Gabriel Fauré und sein Requiem op. 48, in: Musiktheorie 2/2008, S. 141-159.

  • Zur Tradition der Pavane in Mozarts Idomeneo, in: Mozart-Studien Band 17 (hg. v. Manfred Hermann Schmid), Tutzing 2008, S. 251-266.
  • Zum »Choral« in Benjamin Brittens War Requiem, in: Von Schlachtenhymnen und Protestsongs. Zur Kulturgeschichte des Verhältnisses von Musik und Krieg, Annemarie Firme, Ramona Hocker (Hgg.), Bielefeld 2006, S. 193-208.

  • »Eruditio una cum pietate iuncta« – Zu Glareans Choralverständnis, in: Heinrich Glarean oder: Die Rettung der Musik aus dem Geist der Antike? (Trossinger Jahrbuch für Renaissancemusik Bd. 5, hg. von Nicole Schwindt), Kassel u. a. 2005, S. 135-145.

  • Viewing the past: Differing concepts of early music history in 19th century France and Germany, in: Music’s Intellectual History (RILM Perspectives 1), Zdravko Blazekovic, Barbara Dobbs MacKenzie (Hgg.), S. 473-479.

  • Herzog Carl Eugen von Württemberg und die Stuttgarter Oper um 1750, in: Musik in Baden Württemberg Jahrbuch 2004, S. 83-98.

  • Mittelalter-Rezeption im Spiegel der Aufführungspraxis. in: Mittelalter-Sehnsucht? Texte des interdisziplinären Symposions zur musikalischen Mittelalterrezeption an der Universität Heidelberg, April 1998, Annette Kreutziger-Herr u. Dorothea Redepenning (Hgg.), Kiel 2000 (Kultur Reihe Aktuell, hg. von Marion Noell, Bd. 2), S. 243-261.

  • Von einer Theologie der Musik. Zur Musikanschauung bei Hildegard von Bingen, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 1997 (81), S. 25-40.

Artikel

  • Lexikon für Theologie und Kirche, neue Auflage:
    Band 4: Stichwort »Harmonie« (musikwissenschaftlich)
    Band 7: Stichwort »Kontrafaktur«, »Kontrapunkt«, »Landini«
    Stichwort »Musikinstrumente in der Kirche

  • Artikel Gioseppe Caimo, MGG, neue Auflage [2002], Personenteil, Bd. 2.

CD-Einspielungen

  • Hildegard von Bingen (1098-1179): Ordo Virtutum – Spiel der Kräfte, Bayer Music Group 1997, Ensemble Ordo Virtutum für Musik des Mittelalters, Andrea von Ramm, Sterling Jones, Jill Feldman, Ltg: Stefan Johannes Morent

  • Sanguis Jesu Christi – Das Heilig-Blut-Offizium aus dem Kloster Weingarten, Christophorus 2009, Ensemble Ordo Virtutum, Ltg.: Stefan Johannes Morent

  • Insula felix – Musik aus dem Inselkloster Reichenau, Christophorus 2010, Ensemble Ordo Virtutum, Ltg.: Stefan Johannes Morent

  • Notker der Dichter – Musik aus Handschriften der Stiftsbibliothek Sankt Gallen, Christophorus 2010

  • "Cantus Coagulatus" - vierstimmige Kompositionen von Manfred Barbarini Lupus für das Kloster St. Gallen (um 1560), Musiques Suisses 2015, Ensemble Ordo Virtutum, Ltg.: Stefan Johannes Morent

  • FRAGMENTUM - Auf der Suche nach dem verlorenen Klang, Cornetto 2017


Funktionen / Mitgliedschaften

  • Seit 2017 Mitglied des Boards "Digital Humanities" der Philosophischen Faktutät, Universität Tübingen
  • Seit 2016 Vorsitzender des Kuratoriums der "Stiftung Musikforschung Baden-Württemberg"
  • Seit 2012 Mitglied des Wisssenschaftlichen Beitrats zum Editionsunternehmen "Corpus Monodicum" der Akademie der Wissenschaften Mainz, Würzburg
  • Bis 2014 Mitglied des Advisory Boards MEI (Music Endocing Initiatvie)
  • Seit 2010 Mitglied des Forschungsverbundes "Vormodernes Europa", Universität Tübingen
  • 2001-2012 Mitglied des SFB "Materiale Textkulturen" und des Heidelberger Masters "Mittelalterstudien", Universität Heidleberg