Raum: 1.07

Tel: tba

Mail: christina.richter-ibanez[at]uni-tuebingen.de

 

Sprechstunde: Freitag 12:00–13:00 Uhr und nach Vereinbarung.

 

 

 

 

 

 

Christina Richter-Ibáñez (geb. 1979) studierte an der Universität Magdeburg Musikpädagogik und angewandte Musikwissenschaft, Pädagogik und Betriebswirtschaftslehre (M.A.). Währenddessen war sie Stipendiatin im Cusanuswerk e.V. Nach Praktika in Berlin (Ethnologisches Museum), Dresden (Musikfestspiele), Mainz (Schott Music International) und Oxford (Oxford Contemporary Music) arbeitete sie 2005 bis 2009 als Musikwissenschaftlerin bei Musik der Jahrhunderte in Stuttgart e.V. Im Rahmen des World New Music Festivals 2006, der jährlich stattfindenden Veranstaltungen ECLAT, Der Sommer in Stuttgart, BEGINNER Konzerte sowie dem Netzwerk Süd zeichnete sie für Musikvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement verantwortlich.

 

Von 2009 bis 2014 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 2013 wurde sie dort mit der Arbeit Mauricio Kagels Buenos Aires (1946–1957). Kulturpolitik – Künstlernetzwerk – Kompositionen (erschienen bei transcript: Bielefeld 2014, gedruckt mit Unterstützung des Förderungs- und Beihilfefonds Wissenschaft der VG Wort) promoviert. Der DAAD förderte im Jahr 2010 den dafür notwendigen Forschungsaufenthalt in Buenos Aires. Im Juni 2014 organisierte sie an der Stuttgarter Hochschule den Kongress „LOST & FOUND. Stimme, Musik. Szene“ und zeichnete mit Prof. Dr. Andreas Meyer für die wissenschaftliche Leitung verantwortlich (der Kongressband erschien bei Schott 2016 >>).

 

An der Universität Tübingen war sie 2014 Mitarbeiterin im DFG Forschungsprojekt Wissenschaftsgeschichte und Vergangenheitspolitik. Musikwissenschaft in Forschung und Lehre im frühen Nachkriegsdeutschland (im Rahmen des Gesamtprojekts Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit in Verbindung mit der Universität der Künste Berlin). 2015 kehrte sie im Rahmen des Brigitte-Schlieben-Lange-Programms (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) an das Musikwissenschaftliche Institut zurück. 2016/17 war sie Teil des Balzan Research Project: Towards a global history of music und als research visitor an der University of Oxford zu Gast. Im April 2017 leitete sie einen Workshop im Rahmen des Balzan Research Projects an der Humboldt Universität Berlin. Ebenfalls im April 2017 organisierte sie in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin, dem Ibero-Amerikanischen Institut Berlin sowie der Universidade Federal do Rio de Janeiro die Tagung Trayectorias/Flugbahnen. Musik zwischen Lateinamerika und Europa 1945-1970, gefördert von der DFG.

 

Christina Richter-Ibáñez war 2018 Senior Scientist an der Paris Lodron Universität Salzburg und schreibt am dort initiierten Handbuch „Musik und Migration. Theorien und Methoden“ mit. Ihr Habilitationsvorhaben „Songs in translation. Übersetzung von an Sprache gebundener Musik: kulturelle Kontexte und digitale Analyse“ wird seit 2018 im Rahmen des Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramms für Frauen vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie der Universität Tübingen mit einer eigenen Stelle gefördert.

 

Publikationen

Bücher

  • Übergänge. Neues Musiktheater – Stimmkunst – Inszenierte Musik (Stuttgarter Musikwissenschaftliche Schriften 4), hrsg. von Andreas Meyer und Christina Richter-Ibáñez, Mainz 2016
  • Mauricio Kagels Buenos Aires (1946–1957). Kulturpolitik – Künstlernetzwerk – Kompositionen, Bielefeld 2014 (Diss. Stuttgart 2013)

          Rezensionen u. a. in
          - Die Musikforschung 69 (2016), S. 84–87, Björn Heile
          - Das Orchester 2/2015, S. 68, Helga de la Motte-Haber >>
          - Deutschlandfunk – Musikjournal, 21. Oktober 2014, Raoul Mörchen


Aufsätze

  • „Wer sind die Übersetzer? Transkulturell Handelnde im Musikbetrieb“, in: Christiane Dätsch (Hrsg.): Kulturelle Übersetzer. Kunst und Kulturmanagement im transkulturellen Kontext, Bielefeld 2018, S 67–79
  • „Private Musikinstitutionen in Buenos Aires als Wirkungsstätte österreichischer Emigranten (1946-1955)“, in: Evelyn Adunka, Primavera Driessen Gruber, Simon Usaty (Hrsg.): Exilforschung: Österreich. Leistungen, Defizite & Perspektiven, Wien 2018, S. 395-408
  • „Lachen, schreien, von der Hoffnung singen. Die Stimme im Musiktheater nach 1945“, in: Stephan Mösch (Hrsg.): Komponieren für Stimme. Von Monteverdi bis Rihm. Ein Handbuch, Kassel 2017, S. 218–234
  • „‚Ganz besonders deutsch‘: Karl Hasses Karriere als Musikwissenschaftler in Tübingen und die (Um-)Habilitation seines Assistenten Otto zur Nedden“, in: Beitragsarchiv zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«, hrsg. von Wolfgang Auhagen und Wolfgang Hirschmann [http://schott-campus.com/gfm-jahrestagung-2015], Mainz 2016 [Schott Campus, urn:nbn:de:101:1-201609154181>>]
  • „Mediensprünge und Übergänge: Melodramatisches in neueren musikalischen und szenischen Kompositionen“, in: Andreas Meyer / Christina Richter-Ibáñez (Hrsg.): Übergänge. Neues Musiktheater – Stimmkunst – Inszenierte Musik (Stuttgarter Musikwissenschaftliche Schriften 4), Mainz 2016, S. 133–155 
  • „Theorie und Praxis …“, in: ebd., S. 180–189
  • „‚… für das Fach verloren‘? Musikwissenschaft an der Universität Tübingen 1935 bis 1960“, in: Jörg Rothkamm / Thomas Schipperges (Hrsg.): Musikwissenschaft und Vergangenheitspolitik. Forschung und Lehre im frühen Nachkriegsdeutschland, München 2015, S. 265–319
  • (mit Jörg Rothkamm und Thomas Schipperges) „Verzeichnis der musikwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen 1945 bis 1955“, in: ebd., S. 435–457
  • „Von Weber(n) und Visionen. Mauricio Kagels Engagement in der Agrupación Nueva Música (Buenos Aires 1950–54)“, in: Mitteilungen der Paul Sacher Stiftung 26 (2013), S. 23–28
  • „Von ‚Dunklen Saiten‘, Märchen und ‚Aschenmusik‘. Bezüge zu Schumanns Spätwerk für Streicher in Kompositionen der Jahrtausendwende“, in: Andreas Meyer (Hrsg.): Robert Schumann – das Spätwerk für Streicher (Stuttgarter Musikwissenschaftliche Schriften 2), Mainz 2012, S. 46–64
  • „Polka im Dreiertakt? Migranten, Volkskultur und terminologische Unklarheiten am nördlichen Río Paraná“ [2004], in: Marianne Bröcker (Hrsg.): Traditionelle Musikinstrumente in Zeiten der Globalisierung. Stimme und Instrument in musikalischen Regionalkulturen der Gegenwart. Freie Berichte (Berichte aus dem ICTM-Nationalkomitee Deutschland 14/15), Bamberg 2007, S. 133–145


Lexikonartikel, kleinere Beiträge, Rezensionen

  • (mit Silvia Glocer) Artikel „Ernesto Epstein“ in: Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (LexM), an der Universität Hamburg herausgegeben von Claudia Maurer Zenck, Peter Petersen und Sophie Fetthauer unter Mitarbeit von Nicole Ristow (29.1.2018) >>
  • (mit Silvia Glocer) Artikel „Kurt Pahlen“ in: ebd. (26.1.2018) >>
  • (mit Silvia Glocer) Artikel „Erwin Leuchter“ in: ebd. (26.1.2018) >>
  • (mit Silvia Glocer) Artikel „Teodoro Fuchs“ in: ebd. (4.10.2017) >>
  • Artikel „Ernesto Mehlich“ in: ebd. (26.9.2017) >>
  • Artikel „Kenneth Walter Bartlett“ in: ebd. (25.9.2017) >>
  • Artikel „Emmy Lussheimer“ in: ebd. (15.9.2017) >>
  • (mit Silvia Glocer) Artikel „Freya Wolfsbruck“ in: ebd. (11.3.2016) >>
  • (mit Silvia Glocer) Artikel „Hilde Mattauch“ in: ebd. (11.5.2016) >>
  • „Das Schwäbische Landesmusikarchiv und Ernst Fritz Schmid“, in: Ernst Seidl (Hrsg.): Forschung – Lehre – Unrecht. Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus (Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT 9), Tübingen 2015, S. 155–157
  • Rezension zu: Albrecht Riethmüller und Michael Custodis: Die Reichsmusikkammer. Kunst im Bann der Nazi-Diktatur, Köln 2015, in: MusikTheorie 30 (2016), H. 4, S. 380-382


Mitarbeit

  • Musikwissenschaft und Vergangenheitspolitik. Forschung und Lehre im frühen Nachkriegsdeutschland, hrsg. von Jörg Rothkamm und Thomas Schipperges in Verbindung mit Michael Malkiewicz, Christina Richter-Ibáñez und Kateryna Schöning, München 2015

           - Interview zum Buch in SWR2 Cluster am 29. Oktober 2015 >>

 

 

Bislang unpublizierte Vorträge

  • „Changing perspectives – Composing and staging diversity in Mauricio Kagel’s Phonophonie, Mare nostrum and Aus Deutschland. Eine Liederoper“, Vortrag am 13. Mai 2018 bei der Konferenz Mauricio Kagel 2018: Performance and Interpretation an der Hochschule für Musik und Tanz Köln
  • „Bach concerts and festivals, societies and literature in Argentina and Brazil, 1920 to 1950“, Vortrag am 8. April 2017 beim 14. Workshop des Balzan Research Programme in Musicology Towards a global history of music, Humboldt Universität Berlin
  • „Performing, teaching, organizing: The repertoire of German musicians in Argentina and Brazil after 1945“, Vortrag am 6. April 2017 bei der II International Conference Ibero-American Institute and University of the Arts Berlin & VIII UFRJ International Symposium of Musicology Trayectorias / Flugbahnen. Musik zwischen Lateinamerika und Europa 1945-1970 im Ibero-Amerikanischen Institut Berlin
  • „Migration von Liedern“, Vortrag am 6. Oktober 2016 bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft in Salzburg
  • „Auf der Suche nach ‚eigenen‘ Quellen musikalischer Praxis. Musikwissenschaft in Lateinamerika im Spannungsfeld von Nationalismus, europäischen und US-amerikanischen Forschungstraditionen im 20. Jahrhundert“, gemeinsamer Vortrag mit Daniela Fugellie am 17. September 2016 beim XVI. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung in Mainz mit dem Titel „Wege der Musikwissenschaft“
  • Poster „Atmen und Putzen. Aktivierende Sammlungsführung mit Mauricio Kagels Atem für einen Bläser (1969/70)“ während des Internationalen Symposiums Musikinstrumentensammlungen im internationalen und interdisziplinären Austausch. Herausforderungen und Chancen im digitalen Zeitalter, 26.–28. Februar 2016 in Tübingen
  • „Arte, literatura y musica de Europa y América Latina en diálogo – exposiciones y cursos de verano en Argentina y Brasil en los años cincuenta“, Vortrag am 13. August 2015 beim VI Simpósio Internacional de Musicologia da UFRJ & Colóquio Internacional des Ibero-AmeriKanischen Instituts, Berlin (IAI) / Universität der Künste, Berlin (UdK) Trânsitos Culturais: Música entre América Latina e Europa in Rio de Janeiro
  • „Die Musikwissenschaft als unschuldiges Fach?“, gemeinsamer Vortrag mit Thomas Schipperges am 25. Juni 2015 im Rahmen der Studium-Generale-Vorlesungsreihe Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus
  • „Musikwissenschaft an der Universität Tübingen von den Anfängen bis ca. 1970“, Gastvortrag in Tübingen am 3. Juli 2014 innerhalb der Vorlesung Geschichte der deutschsprachigen Musikwissenschaft
  • „A francophile setting: Mauricio Kagel’s youth in Buenos Aires“, Vortrag am 24. April 2014 beim internationalen Kolloquium Faire ‚de la musique absolue avec la scène‘: MAURICIO KAGEL in Nizza


Sonstiges

  • Programmhefttexte für die Reutlinger Kammeroper, Konzerte an der Musikhochschule Stuttgart, Musik der Jahrhunderte Stuttgart
  • Beiträge im Stuttgarter Hochschulmagazin Spektrum
  • Konzerteinführungen bei der langen Bach-Nacht an der Stiftskirche Tübingen sowie in der Reihe Taste und Ton Reutlingen, Konzerteinführungen und -moderationen an der Musikhochschule Stuttgart, Führung in der Musikinstrumentensammlung des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Tübingen
  • Konzertkritiken für den Reutlinger Generalanzeiger
  • Gestaltung der Sendung SWR2 Treffpunkt Klassik extra am 16. Juli 2016 als Gast im Studio