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Institutskolloquium: Akkomodierung von Minderheitenkonflikten in Mehrebenensystemen
am Mittwoch, 01. Februar 2012, 14 h c.t. im Raum 124, Institut für Politikwissenschaft.
Nathalie Behnke, Univ. Konstanz hält im Rahmen des Institutskolloquiums einen Vortrag zum Thema
Akkomodierung von Minderheitenkonflikten in Mehrebenensystemen
Föderalisierung und Dezentralisierungsreformen werden häufig als angemessenes politisches Instrument gesehen, um Konflikte mit Minderheiten in multinationalen Staaten vorzubeugen. Von der Gewährung politischer Kompetenzen und/oder Rechte von kultureller Autonomie an regional konzentrierte Minderheiten erwartet man die Vorbeugung vor Sezessions- und Seperationsbewegungen (bis hin zum Bürgerkrieg). Daher war und ist die Schaffung föderaler Strukturen eine häufig anzutreffende Empfehlung an die politischen Verantwortlichen in Transformationsstaaten. Allerdings hat die Devolution von Kompetenzen selbst in etablierten Demokratien diese positiven Befriedungserwartungen nicht erfüllen können, ganz zu schweigen von den Erfahrungen post-kommunistischer Staaten in Osteuropa. Es ist nicht klar, ob diese Reformen nicht sogar zur Beschleunigung der Konflikte zwischen den regionalen Gruppen bzw. den Regionen und dem Staat geführt haben (z.B. Spanien, Großbritannien). Es stellt sich die Frage, welche Faktoren relevant sind, um den Erfolg bzw. das Versagen solcher Maßnahmen zu erklären. In dem Vortrag wird ein analytisches Raster zur Analyse der Bearbeitung von Minderheitenkonflikte präsentiert. Dieses kombiniert Analyse von Ereignissen, Wahrnehmungen, strategischem Handeln.


