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Jahrbuch des Föderalismus 2008

Themen der Forschung

Frieden in Nordirland Ein Erfolg der Konkordanzdemokratie?

Roland Sturm

S. 86-102

Mit dem Karfreitagsabkommen von 1998 und dem St Andrews Abkommen von 2006 scheint es gelungen sein, für Nordirland im Kontext der britischen Devolution-Politik eine Friedensordnung zu finden. Dieser Beitrag diskutiert den Charakter des Nordirlandkonflikts und die Alternativen, die als Lösungsmöglichkeiten des Konflikts diskutiert wurden. Konkordanzdemokratische Arrangements scheinen am besten geeignet, die Kluft zwischen den Nationalisten und Unionisten zu überbrücken. Dies wird von den Anhängern der integrationistischen Ansätze und der Verfechter des Ansatzes der sozialen Transformation aber heftig bestritten. Das Karfreitagsabkommen wird hier als zur Integration offene konkordanzdemokratische Lösung interpretiert. Seine Stabilität hängt aber weniger von dieser Offenheit ab, sondern vielmehr von dem durch das Abkommen erreichten Konsenses über Verfahren und dem Mangel an Alternativen für die weiterhin verfeindeten Eliten der Unionisten und Nationalisten, insbesondere denjenigen die aus den radikalen Parteien DUP und Sinn Féin kommen.

Zitiervorschlag für diesen Artikel:
Sturm, Roland 2008: Frieden in Nordirland Ein Erfolg der Konkordanzdemokratie?, in: Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung (Hrsg.): Jahrbuch des Föderalismus 2008. Föderalismus, Subsidiarität und Regionen in Europa, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 86-102.

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Quelle: http://www.uni-tuebingen.de/ezff/jahrbuch2008_sturm.html