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Jahrbuch des Föderalismus 2009

Europäische Länderberichte

Österreich 2008 Ein föderalistisches Übergangsjahr

Günther Pallaver

S. 300-311

Das Jahr 2008 war ein föderalistisches Übergangsjahr. Die Vorschläge zur Staats- und Verwaltungsreform, die von den Bundesländern im wesentlichen abgelehnt wurden, verfielen mit den im September durchgeführten vorgezogenen Neuwahlen. Die neue Koalition aus Sozialdemokraten und Volkspartei geht im Regierungsprogramm zwar auf einzelne Reformprojekte ein, stellt aber keine umfassende Staatsreform in Aussicht. Auch die angekündigte Reform des Bundesrates blieb im Berichtsjahr 2008 toter Buchstabe und wird es wohl auch noch länger bleiben. Dafür gab es eine Reihe von (Verfassungs)Bestimmungen mit föderalistischen Auswirkungen.
Als ein spezifischer Fall der Beziehungen zwischen Bund und Bundesländer kann der nach wie vor immer noch nicht gelöste Ortstafelstreit in Kärnten angesehen werden. Ein im Staatsvertrag von 1955 verankertes Recht der slowenischen Minderheit auf zweisprachige Ortstafeln wurde trotz zweier Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs noch immer nicht verwirklicht.

Zitiervorschlag für diesen Artikel:
Pallaver, Günther 2009: Österreich 2008 Ein föderalistisches Übergangsjahr, in: Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung (Hrsg.): Jahrbuch des Föderalismus 2009. Föderalismus, Subsidiarität und Regionen in Europa, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 300-311.

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Quelle: http://www.uni-tuebingen.de/ezff/jahrbuch2009_pallaver.html