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Das Europäische Zentrum für Föderalismus-Forschung
unterhält zahlreiche Kontakte zu Wissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlern
aus den mittel-, ost- und südosteuropäischen Staaten sowie Georgien
und Rußland. Bei den dortigen Ansprechpartnern des Zentrums handelt es
sich allerdings nicht ausschließlich um Forscher, deren Arbeitsschwerpunkt
in der Föderalismus- und Regionalismusforschung angesiedelt ist und die
das EZFF deshalb als Mitglieder der Europäischen Vereinigung der Föderalismus-Forscher
zu gewinnen versucht.
Vielmehr unterhält das Zentrum darüber hinaus zum einen enge Beziehungen
zu Vertretern verschiedener Disziplinen (Politik- und Verwaltungswissenschaft,
Rechts-, Wirtschafts-, Geschichtswissenschaft, Geographie und Philosophie),
die sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Systemtransformation und
Politischen Kulturen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in Georgien
und Rußland befassen. Zum anderen besteht ein regelmäßiger
Austausch des EZFF mit wissenschaftlichen Experten aus diesen Ländern,
die sich auf Fragen der Osterweiterung der Europäischen Union aus Sicht
der Assoziierungsstaaten, der »Ostpolitik« der Europäischen Union bzw.
der Integration dieser Länder in die »westliche Staatengemeinschaft« im
weiteren Sinne (v.a. EU, NATO, OSZE) spezialisiert haben.
An diesen interdiziplinären Expertenkreis richtet sich das Europäische
Zentrum für Föderalismus-Forschung mit dem Angebot, Tätigkeitsprofile
der einzelnen Wissenschaftler auf seiner Homepage unter dem Stichwort »MOES-Netzwerk«
einzustellen, die laufend mit Angaben zu den jeweils aktuellen Forschungsvorhaben
und neu erschienenen Veröffentlichungen aktualisiert werden sollen. Mit
Hilfe dieses Netzes soll ein regelmäßiger Erfahrungs- und Informationsaustausch
zwischen den Beteiligten sowie mit Kollegen aus den EU-Mitgliedstaaten gefördert
und ein Pool geschaffen werden, um Ansprechpersonen sowie potentielle Projektpartner
in den genannten Staaten zu vermitteln.
Für den Aufbau des »MOES-Netzwerkes« wird gegenwärtig am EZFF ein
einheitlicher Fragebogen erstellt, der zu einem späteren Zeitpunkt in
das Internet eingestellt werden soll, um so einen einfachen Zugang für
»westliche« und »östliche« Transformations- und Integrationsforschern
zu schaffen. Das EZFF wird sich allerdings vorbehalten, über eine Mitgliedschaft
zu dem Netzwerk zu entscheiden. Der Zugang zu den MOES-Daten soll durch ein
Kennwort geschützt werden.
In der Anfangsphase ist geplant, die Möglichkeit zur Mitwirkung an dem
»MOES-Netzwerk« vor allem den Teilnehmern der bislang drei »Sommeruniversitäten«
zu eröffnen, die das EZFF seit 1996 - in Kooperation mit dem Internationalen
Zentrum für wissenschaftliche Zusammenarbeit an der Universität
Tübingen und gefördert von der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. zu
Hamburg - speziell für mittel-, ost-, südosteuropäische und
russische Forscher am Heinrich-Fabri-Institut in Blaubeuren veranstaltet hat.
Die entsprechenden Angaben werden für alle Beteiligten bald über
die Homepage des EZFF zugänglich sein. Aufbauend auf dieser Grundlage
soll der Mitgliederkreis sukzessive erweitert werden.

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