Die Einführung der Zulassungsbeschränkung im Wintersemester 2006/07 ist auf einen starken
Anstieg der Studierendenzahlen zurückzuführen.
Die Auslastung des Historischen Seminars betrug 180%: Proseminare und Übungen waren hoffnungslos überfüllt.
Deshalb beschloss der Fakultätsrat im Februar 2006 gegen die Stimmen der StudierendenvertreterInnen die Einführung einer Zulassungsbeschränkung.
Die Diskussion über das Zulassungsverfahren ist ein gutes Beispiel für die Offenheit und Meinungsvielfalt innerhalb der Fachschaft.
Zwar stehen auch die Befürworter des Zulassungsverfahrens dem jetzigen Auswahlmodus kritisch gegenüber, sehen darin aber eine Möglichkeit,
die Studienbedingungen auf Dauer zu verbessern.
Die idealistische Fraktion der Fachschaft lehnt eine Zulassungsbeschränkung prinzipiell ab und wehrt sich dagegen,
die ohnehin schon bestehende Selektion im Bildungssystem durch ein Zulassungsverfahren zu verschärfen.
Hinter dieser Meinungsverschiedenheit steht auch die Frage, wie man mit angeblichen Sachzwängen umgeht.
Jenseits jeglichen Idealismus haben die seit der Einführung der Studiengebühren rückläufigen StudienbewerberInnenzahlen dafür gesorgt,
dass das Zulassungsverfahren schnell wieder abgeschafft wurde. Es gibt damit seit dem Wintersemester 2007/2008 kein Zulassungsverfahren mehr!