Prof. em. Dr. Michael Theobald

Prof. Dr. Michael Theobald

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Theologicum
Liebermeisterstraße 12
Zimmer 41
72076 Tübingen

Telefon07071/29–78056
Emailmichael.theobald(at)uni-tuebingen.de
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Neue Monographie von Prof. em. Dr. Michael Theobald in der Reihe SBS erschienen:

"Israel-Vergessenheit in den Pastoralbriefen. Ein neuer Vorschlag zu ihrer historisch-theologischen Verortung im 2. Jahrhundert. n. Chr. unter besonderer Berücksichtigung der Ignatius-Briefe"

Die sog. Pastoralbriefe, die beanspruchen, von Paulus geschrieben zu sein, entstammen einem „heidenchristlichen“ Milieu Kleinasiens, in dem die Israel-Bezogenheit der Kirche, die für den Apostel noch fundamental war, deutlich verblasst ist.

Die Studie fragt nach den Entstehungsumständen der drei Briefe, verortet sie in der ersten Hälfte des 2. Jh. n. Chr. und begründet das mit ihrer Stellung in der Geschichte der Paulusbriefsammlung sowie ihrer frühesten Rezeption erst durch Polykarp von Smyrna und in den Ignatius-Briefen, die sich als Pseudepigraphen zu erkennen geben. Entgegen der traditionellen Datierung der Pastoralbriefe in das 1. Jh. wird damit auch ihr Ort in der „Verfassungsgeschichte“ der frühen Kirche plausibel.

 

 

Theologischer Preis der Salzburger Hochschulwochen 2014 an den Neutestamentler der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen, Prof. Dr. Michael Theobald

 

Der theologische Preis der Salzburger Hochschulwochen wird 2014 erstmals an zwei Theologen verliehen – an die Brüder Christoph und Michael Theobald. Ein systematischer Theologe und ein Neutestamentler werden ausgezeichnet, um mit der Anerkennung ihres theologischen Lebenswerks zugleich die notwendigen Wechselwirkungen ihrer theologischen Fächer öffentlich zu würdigen. Beide Theologen sind international hoch angesehene Wissenschaftler, die mit ihrer Forschung nicht zuletzt den entscheidenden theologischen Anliegen des 2. Vatikanischen Konzils Geltung verschafft haben.

Die Arbeiten von Christoph Theobald zum Konzil sind von ebenso herausragender Bedeutung wie es – exemplarisch – der Römerbrief-Kommentar von Michael Theobald ist, der für das jüdisch-christliche Gespräch wegweisende Marken gesetzt hat. Von den Brüdern Theobald gehen theologische Impulse aus, die bleibend inspirieren (Univ.-Prof. Dr. Gregor Maria Hoff, Obmann Salzburger Hochschulwochen).

Bereits der erste Preisträger der Salzburger Hochschulwochen 2006 war ein Tübinger, Kardinal Walter Kasper; es folgten Johann Baptist Metz (2007), Harding Meyer (2008), Erich Zenger (2009), Christoph Markschies (2010), Bruno Forte (2011), José Casanova (2012), Kardinal Karl Lehmann (2013) und dieses Jahr Christoph und Michael Theobald. Die Laudatio bei der Feier der Preisverleihung in der Aula Academica der Salzburger Universität am 30. Juli 2014 hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Wohlmuth, Bonn.

Arbeitsschwerpunkte

Zu den derzeitigen Arbeitsschwerpunkten von Prof. Dr. Theobald gehören die neutestamentlichen Passionserzählungen (Prozess Jesu), das Johannesevangelium sowie die neutestamentliche Briefliteratur (Römerbrief, Epheserbrief, Pastoralbriefe).

Projekte

Informationen zu aktuellen Projekten von Prof. Dr. Michael Theobald finden sich auf der Projekte-Seite des Lehrstuhls:

Projekte

Veröffentlichungen

Hier finden Sie eine Liste der Veröffentlichungen von Prof. Dr. Michael Theobald: