Forschung der Abteilung für Religionspädagogik, Kerygmatik und Kirchliche Erwachsenenbildung

Elie Wiesel am 02.07.2016 gestorben

Wenn ein Mensch stirbt, ist Erinnerung ein Schlüsselwort. Bei Elie Wiesel jedoch geht es um mehr als einen Rückblick auf seine Biografie. Erinnerung ist Programm, Lebenswerk und zentrale Botschaft all seiner Äußerungen.

„Nie werde ich diese Nacht vergessen, die erste Nacht im Lager…“ schrieb Elie Wiesel zehn Jahre nach seiner Befreiung aus der Gewalt der Nazis. Seine Eltern und seine kleine Schwester wurden in den Todeslagern ermordet, er selbst hat als Sechzehnjähriger mit knapper Not überlebt. Seinem Schwur ist er treu geblieben und verwandelte fortan seine Erinnerung an die Grausamkeit in eine Botschaft der Menschlichkeit: „Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern. Aber wenn wir uns erinnern, haben wir die Kraft, die Zukunft auf menschliche Weise zu gestalten.“ Jetzt ist Elie Wiesel im Alter von 87 Jahren gestorben. => mehr

 

 

 

Beim Lesen der ebenso alten wie einfachen Texte entdeckte ich etwas, das mich erschreckte, in Bann schlug und entzückte. Ohne mich von der Stelle zu rühren, streifte ich durch sichtbare und unsichtbare Welten. Ich war an zwei, an tausend Orten gleichzeitig, machte tausend Dinge auf einmal."

(Elie Wiesel: Alle Flüsse fliessen ins Meer)

 

 

 

(Foto: Astrid Kimmig)

 

Die Forschungsstelle Elie Wiesel