Vergangene Tagungen des Kunsthistorischen Instituts

CONFERENCE

Rethinking Europe: Artistic Production and Discourses on Art in the Late 1940s and 1950s (Tübingen, February 15–17, 2018)

Concept: Arnold Bartetzky, Marina Dmitrieva, Barbara Lange and Tanja Zimmermann

 

How to talk about art and architecture in Europe after World War II within the frame of a global and horizontal art history?

Recent debates have shown that a mapping of post-war art should be based neither on political nor on stylistic criteria alone, as doing so involves the danger of repeating ideological patterns of the Cold War. The entangled diversity of post-1945 art production would therefore not be recognized and fully acknowledged. Hence, the conference “Rethinking Europe. Artistic Production and Discourses on Art in the Late 1940s and the 1950s” aims at the development of a critical approach that takes into account the complex political framework as well as Europe’s unique position within a global context. Case studies will span a horizon for our discussions on the specific power of art during the time when civilization in Europe had to be rebuilt.

 

Thursday, 15 February: 14:30-19:00

Friday, 16 February: 09:30-19:00

Saturday, 17 February: 09:30-13:00

 

Institute of Art History (Kunsthistorisches Institut)

Bursagasse 1, Room X

D - 72070 Tübingen

 

Registration for the open conference at postwar.europe[at]khi.uni-tuebingen.de

Abstracts and conference programme on www.postwar-europe.de

 

Conference poster

 


 

Kunst der Reformation – Reformation der Kunst?

Interdisziplinäre Tagung des Graduiertenkollegs 1662 "Religiöses Wissen im vormodernen Europa", 23.–25.03.2017, Evangelisches Stift Tübingen, Großer Hörsaal

 

Flyer zur Tagung

 


(de)formatio corporis. Der inszenierte Leichnam als Aistheton in der Vormoderne (18. und 19. November 2016)

 Als Schnittstelle theologischer, politischer und naturphilosophischer Diskurse fungierte der tote Körper in seiner semantischen Vielschichtigkeit als Experimentierfeld künstlerischer Praxis, die vielfach von programmatischen Grenzüberschreitungen bestimmt war. Die hinter der vormodernen Inszenierung des toten Körpers stehenden aisthetischen Konzepte oszillieren dabei zwischen Formen der medialen Erfassung menschlicher Überreste und der visuellen Evokation seiner somatischen Anwesenheit.

In Dichotomien und diskursiven Kodierungen erweist sich der Leichnam aufgrund seiner Medialität und Materialität als zentraler Träger kultureller Semantiken, die im Rahmen der Tagung konturiert werden sollen. Im Anschluss an aktuelle rezeptionsästhetische Ansätze und jüngere bildwissenschaftliche Forschungen, welche mit einem historisch-anthropologischen Interesse das Verhältnis von Bild, Körper und Repräsentation verfolgen, soll der Leichnam als erkenntnisstiftendes Anschauungsobjekt in seiner kulturellen Valenz untersucht werden. Die Tagung möchte in diesem Kontext anhand von Fallstudien nicht nur die künstlerischen Strategien der Visualisierung, Stellvertretung und Vergegenwärtigung herausarbeiten, sondern auch der reziproken Relation von realen und dargestellten menschlichen Leichnamen nachgehen. Die beschriebenen Aspekte verstehen sich dabei als Ausgangspunkt einer konzeptuellen Annäherung an die ästhetischen Dimensionen der Inszenierung des Leichnams als Aistheton in der Kunst der Vormoderne

 

Programm:


Freitag, 18. November 2016
14:00 Begrüßung und Einführung

14:15 Franca Buss (Hamburg)
Verschleierter Leichnam. Der Cristo velato in der Cappella Sansevero in Neapel

15:00 Kaffeepause

15:30 Anna Pawlak (Tübingen)
Verwesungsphantasmen. Der Tod als synästhetische Grenzerfahrung in Juan de Valdés Leals Hieroglyphen unserer letzten Tage

16:15 Daria Dittmeyer (Hamburg)
Tod, Translation, Wunder. Repräsentationen heiliger Leichname auf Altarretabeln des späten Mittelalters

Pause

18:00 Abendvortrag: Romedio Schmitz-Esser (Venedig)
Vom gegenwärtigen Leichnam zum Abbild? Gedanken zum Aufkommen des Makaberen in der Kunst des Mittelalters

 

Samstag, 19. November 2016
09:30 Fabian Kommoß (Potsdam)
In diesem Körper Buddha werden. Zum Verhältnis von Körper, Medium und Bild am Beispiel von mumifizierten Ikonen im Chan-Zen-Buddhismus

10:15 Dominik Sieber (Tübingen)
FUI, NON SUM: ES, NON ERIS“ – Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Transi-Grabmäler in Schwaben zwischen vorreformatorischer Frömmigkeit und konfessioneller Distinktion

11:00 Kaffeepause

11:30 Daniela Wagner (Tübingen)
Sollbruchstellen. Zur Wiederherstellung gewaltsam fragmentierter Körper im Bild

12:15 Robert Bauernfeind (Augsburg)
Zwischen Haien und Kannibalen. Géricaults Stilleben und der deformierte Leib als Alteritätszeichen

13:00 Mittagspause

14:00 Jörg Robert (Tübingen)
„In sich selbst vergraben“ - Leichenwissen und Leichenpoetik bei Andreas Gryphius

14:45 Angela Breidbach (Lüneburg)
„... doch ist es fraglich, ob diesen Leib je in Wahrheit einer gesehen hat.“ – Totenbild und Allegorie in W. G. Sebalds Die Ringe des Saturn

Abschlussdiskussion

 

Ort:
Kunsthistorisches Institut, Raum XI
Eberhard Karls Universität Tübingen
Bursagasse 1
72070 Tübingen

 

Flyer zur Tagung

 

Plakat zur Tagung

 


Orientierungslos? Die Pluralität der Methoden in der Kunstgeschichte: Symposium


Freitag, 8. Juli 2016, 14 bis 18 Uhr
Kunsthistorisches Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen
Bursagasse 1, Raum IX

Die Kunstgeschichte ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts von einer enormen Bandbreite methodischer Ansätze geprägt. Zu einer Erweiterung haben sowohl Umbrüche in den Kultur- und Medienwissenschaften, das breite interdisziplinäre Interesse am Bild als auch die Diversität sich ständig ausdifferenzierender Gegenstandsbereiche und Fragestellungen beigetragen. Von einer grundsätzlich positiv zu bewertenden Pluralität der Methoden ausgehend, soll das Symposium als Forum für ein Nachdenken über Chancen, Grenzen und eine sinnvolle Verknüpfung traditioneller und neuerer Forschungsansätze in der Kunstgeschichte dienen. Ziel ist es, zu einem reflektierten Umgang mit dem methodischen Instrumentarium anzuregen und aktuelle Positionen der Kunstgeschichte zu diskutieren.

Programm:

14:00 Begrüßung und Einführung

14:15 Daniela Bohde (Stuttgart): Maria Magdalenas Platz am Kreuzesfuß oder: die Diskrepanz von Wort und Bild

15:00 Philippe Cordez (München): Kunsthistorische Objektwissenschaft: Objekte in Buchform, seit 1500

15:45 Kaffeepause

16:15 Karin Gludovatz (Berlin): Klappen. Zur Topologie des Bildes in der frühen niederländischen Malerei

17:00 Podiumsdiskussion

 


Das mittelalterliche Grabmal und sein räumlicher Kontext. Strategien der Erinnerung in Christentum und Islam / Medieval Tombs and their Spatial Contexts. Strategies of Commemoration in Christianity and Islam

Internationale Tagung des Kunsthistorischen Instituts der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich und dem Graduiertenkolleg „Religiöses Wissen im vormodernen Europa (800-1800)“

Universität Tübingen, Kunsthistorisches Institut,

18.-20. Februar 2016

 

Die Tagung strebte eine vergleichende Perspektive auf mittelalterliche Objekte, Bauten, Orte und Rituale des Totengedenkens in Christentum und Islam an. Im Zentrum stand die Frage nach der Relevanz einer Einbindung und Funktion von Grabmälern als Orte und Räume prägende und konstituierende Faktoren in den beiden unterschiedlichen Religionskulturen. Die vier Sektionen widmeten sich Grabmaltopographien, der Konstruktion von Gedächtnisräumen, ästhetischen Konzepten der Raumaneignung sowie Politischen Strategien und Identitätskonstruktionen.

 

Abendvorträge:

 

Donnerstag, 18. Februar, 18.15 Uhr, Alte Burse, Raum X        

“Napoli (…) che é pietosissima verso li suoi passati, ali quali ogn’hora edifica sepolcri, fabrica sepolture, inalza marmi, statue et colossi …“. Die historiographische Erfassung der Grabmalstopographie im Neapel der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Tanja Michalsky, Rom

 

Freitag, 19. Februar, 18.15 Uhr, Alte Burse, Raum X

Between written and unwritten testimonies: The Christian influences on the mausoleum of Sultan Qalawun in Cairo

Prof. Dr. Doris Behrens-Abouseif, London

 

Das vollständige Programm finden Sie hier.

 

Organisation:

Prof. Dr. Francine Giese, Universität Zürich, Kunsthistorisches Institut

Prof. Dr. Markus Thome, Universität Tübingen, Kunsthistorisches Institut

in Kooperation mit Jens Brückner und Kristina Seizinger, Universität Tübingen, Graduiertenkolleg „Religiöses Wissen im vormodernen Europa (800-1800)“