studierte Musikwissenschaften und Informatik an der Universität Tübingen, Blockflöte und Historische Aufführungspraxis bei Kees Boeke sowie Musik des Mittelalters bei Andrea von Ramm und Sterling Jones;

1995 Promotion zum Dr. phil. als Stipendiat der Landesgraduiertenförderung, 2004 Habilitation mit "Das Mittelalter im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Kompositionsgeschichte in Frankreich“ als Stipendiat des Graduiertenkollegs „Ars und Scientia im Mittelalter und der frühen Neuzeit“ in Tübingen [erschienen in den Beiheften zum Archiv für Musikwissenschaft], seit 2008 dort außerplanmäßiger Professor.

 

Seine Forschungsinteressen reichen von der Musik des Mittelalters, ihrer Aufführungspraxis und Rezeption, über Musiktheorie der Renaissance (Glarean u.a.) und landeskundliche Themen (Musik im Deutschen Südwesten, Musik am Stuttgarter Hof 16.-18. Jh.) sowie französischer Musik des 19. Jahrhunderts bis zur Digitalen Musikedition.

 

Er lehrte außerdem in Trossingen, Wien, Hamburg, Heidelberg, Detmold, Saarbrücken, Mannheim und Köln und folgte im Wintersemester 2010 einer Einladung als Visiting Professor an die University of Berkeley/USA.

 

Umfangreiche internationale Konzerttätigkeit mit dem von ihm gegründeten Ensemble "Ordo Virtutum" für Musik des Mittelalters, künstlerischer Leiter der Festivals für Musik des Mittelalters „Vokalmusik entlang der romanischen Straße“ in Rheinland-Pfalz und "Musikalische Avantgarde um 1400" in Konstanz.

 

Er leitet die Schola Cantorum am Musikwissenschaftlichen Institut.

 

März bis August 2011 Vertretungsprofessur für den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Silke Leopold).

September 2011 bis Februar 2012 Stiftungs-Gastprofessur am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg.

März bis September 2012 Vertretungsprofessur für Musikwissenschaft (Historische Aufführungspraxis) an der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Musik in Saarbrücken.

März bis Juli 2012 Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim.

Oktober 2012 bis März 2013: Vertretung einer Professur (Laubenthal) an der Universität Paderborn/Detmold.

Oktober 2013 bis März 2014: Vertretung einer Professur für Musikwissenschaft an der Universität Paderborn und Lehrauftrag an der Universität zu Köln.

 

Laufende Forschungsprojekte:

- Erschließung mittelalterlicher Musikfragmente aus württembergischen Klöstern im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (DFG)

- Sacred Sound (Exploration Starter Fund - Zukunftskonzept Universität Tübingen)

- Digital Musicology (Zukunftskonzept Universität Tübingen)

- Praktische Edition der Sequenzen Notkers (Stiftsbibliothek St. Gallen)

- e-sequence: Digitale Edition des Sankt Galler Sequenzen-Corpus (Stiftsbibliothek St. Gallen)

- Edition der Kompositionen von Manfred Barbarini Lupus für das Kloster St. Gallen (um 1560) (Stiftsbibliothek St. Gallen)

- Die Musik am Konstanzer Konzil (1414-1418)

 

 

Drittmittel:

- Zukunftskonzept Universität Tübingen

- Ria und Arthur Dietschweiler Stiftung

- Kanton St. Gallen/Kulturförderung, Swisslos

- Stadt St. Gallen

- Freundeskreis der Stiftsbibliothek St. Gallen

- Ernst Göhner-Stiftung / CH-Zug

- Geschwister Böhringer Ingelheim-Stiftung

- DFG

- Reinhold und Gisela Häcker-Stiftung

- Weltkulturerbestätte Kloster Lorsch

 

Stipendien und Auszeichnungen:

- Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg

- Habilititationsstipendium innerhalb des Graduiertenkollegs Ars und Scientia

- DFG Forschungsstipendium

- Forschungsstipendium der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

- Klassikpreis "Golden Label"

- Stiftungs-Gastprofessur für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg

 

Forschungsschwerpunkte:

- Musik des Mittelalters: Aufführungspraxis und Rezeption

- Musikgeschichte des Deutschen Südwestens

- Musik im 19. Jahrhundert in Frankreich

- Digital Musicology

 

 

Schriftenverzeichnis (Auswahl):

 

Selbstständige Publikationen

 

  • Das Mittelalter im 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Kompositionsgeschichte in Frankreich (Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft 72), Stuttgart 2013 (Habilitationsschrift Tübingen 2004)

  • Studien zum Einfluß instrumentaler auf vokale Musik im Mittelalter, Paderborn 1998 (Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik, hg. von Hans Joachim Marx und Günther Massenkeil, Bd. 6)  [= Dissertation Tübingen 1995].Online

  • Der Klang des Himmels. Hildegard von Bingen als Komponistin (zusammen mit Marianne Pfau), in: Europäische Komponistinnen, hg. von Melanie Unseld und Annette Kreutziger-Herr, Bd. 1, Böhlau-Verlag Köln/Weimar 2005

  • Die Musik der Antike und des Mittelalters (Kleine Handbücher zur Musik) [erscheint 2017]

 

 

Sammelpublikationen

 

  • Von einer Theologie der Musik. Zur Musikanschauung bei Hildegard von Bingen, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 1997 (81), S. 25-40.

  • Mittelalter-Rezeption im Spiegel der Aufführungspraxis. in: Mittelalter-Sehnsucht? Texte des interdisziplinären Symposions zur musikalischen Mittelalterrezeption an der Universität Heidelberg, April 1998, Annette Kreutziger-Herr u. Dorothea Redepenning (Hgg.), Kiel 2000 (Kultur Reihe Aktuell, hg. von Marion Noell, Bd. 2), S. 243-261.

  • Herzog Carl Eugen von Württemberg und die Stuttgarter Oper um 1750, in: Musik in Baden Württemberg Jahrbuch 2004, S. 83-98.

  • Viewing the past: Differing concepts of early music history in 19th century France and Germany, in: Music’s Intellectual History (RILM Perspectives 1), Zdravko Blazekovic, Barbara Dobbs MacKenzie (Hgg.), S. 473-479.

  • »Eruditio una cum pietate iuncta« – Zu Glareans Choralverständnis, in: Heinrich Glarean oder: Die Rettung der Musik aus dem Geist der Antike? (Trossinger Jahrbuch für Renaissancemusik Bd. 5, hg. von Nicole Schwindt), Kassel u. a. 2005, S. 135-145.

  • Zum »Choral« in Benjamin Brittens War Requiem, in: Von Schlachtenhymnen und Protestsongs. Zur Kulturgeschichte des Verhältnisses von Musik und Krieg, Annemarie Firme, Ramona Hocker (Hgg.), Bielefeld 2006, S. 193-208.

  • Zur Tradition der Pavane in Mozarts Idomeneo, in: Mozart-Studien Band 17 (hg. v. Manfred Hermann Schmid), Tutzing 2008, S. 251-266.

  • Das Mittelalter im 19. Jahrhundert in Frankreich: Gabriel Fauré und sein Requiem op. 48, in: Musiktheorie 2/2008, S. 141-159.

  • Il canto proprio della Chiesa Romana – Das Spannungsverhältnis Musik und Kirche in katholischer Perspektive, in: In der Gegenwart Gottes. Beiträge zur Theologie des Gottesdienstes, Hans-Peter Großhans, Malte Dominik Krüger (Hgg.), Frankfurt 2009, S. 227-243.

  • Digitale Edition älterer Musik am Beispiel des Projekts Tübingen, in: Digitale Edition zwischen Experiment und Standardisierung.  Musik – Text – Codierung, Beihefte zu editio 31, hg. v. Peter Stadler und Joachim Veit, Tübingen 2009, S. 89-109.

  • Das 13. Jahrhundert, in: Lexikon Musik und Gender (hg. v. Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld), Kassel u.a. 2010, S. 27-35.

  • Beobachtungen zur Intervallnotation Hermanns des Lahmen in Zwiefaltener Handschriften des 12. Jahrhunderts, in: Mozart in Zentrum, Festschrift Manfred Hermann Schmid zum 60. Geburtstag, hg. v. Ann-Katrin Zimmermann und Klaus Aringer, Tutzing 2010, S. 1-13.

  • Musik und liturgische Identität: Zum Hymnar des Deutschen Ordens, in: Das deutsche Kirchenlied. Bilanz und Perspektiven einer Edition. Bericht über die internationale Tagung in Mainz  November 2008, hg. v. Wolfgang Hirschmann und Hans-Otto Korth, Kassel u. a. 2010, S. 132-141.

  • Die Trossinger Merowingerleier – Aspekte zur Musikarchäologie und Mittelalterrezeption, in: „Vom Minnesang zur Popakademie. Musikkultur in Baden Württemberg“, Ausstellungskatalog zur Großen Landesausstellung Baden-Württemberg 2010 im Badischen Landesmuseum Schloss Karlsruhe 16.4.-12.9. 2010, Karlsruhe 2010, S. 135-139.

  • Digitalisierungskonzepte für Neumen-Notationen - die Projekte TüBingen und e-sequence, in: Perspektiven Digitaler Musikedition, in: Tonkunst (3/2011), S. 277-283.

  • Digital Editing of Chant - Tools in Progress, in: Cantus Planus. Study Group of the International Musicological Society. Papers read at the 16th Meeting Vienna, Austria 2011, hrsg. v. Roberts Klugseder, Wien 2012, S. 281-283.

  • Das Projekt "e-sequence" - ein Werktstattbericht, in: Schaukasten Stiftsbibliothek St. Gallen, Abschiedsgabe für Stiftsbibliothekar Ernst Tremp, hrsg. v. Franziska Schnoor, Karl Schmuki, Silvio Frigg, St. Gallen 2013, S. 100-103.

  • Zur Musikgeschichte in Oberschwaben, in: Heimatbuch Weingarten, hrsg. v. Ulrich Rudolf, Weingarten 2015.

  • Komponieren bei Hermannus Contractus und Hildegard von Bingen, in: Kongressbericht "Unversehrt und unverletzt": Hildegards Menschenbild und Kirchenverständnis heute, Mainz 2015.

  • Das Willibald-Offizium des Bischofs Reginold von Eichstätt, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 2014.

  • Körper, Geste, Gebärde in der Musik des Mittelalters, in: Bericht über die Vorlesungsreihe "Hörbare Gebärden - Der Körper in der Musik" an der Universität Basel [im Druck].

  • Musikkultur des Mittelalters im Kloster Lorsch. Aspekte der Überlieferung und Rekonstruktion, in: Bericht über die Internationale Tagung "Karolingische Klöster: Wissenstransfer und Kulturelle Innovation, 2015.

  • Historische Annäherungen: Quellen und Methoden der Aufführungspraxis der Musik vor 1600, in: Kompendium "Musik aufführen", hrsg. v. Kai Köpp und Thomas Seedorf [in Vorbereitung].

 

 

Artikel

 

  • Lexikon für Theologie und Kirche, neue Auflage:
                Band 4: Stichwort »Harmonie« (musikwissenschaftlich)
                Band 7: Stichwort »Kontrafaktur«, »Kontrapunkt«, »Landini«
                               Stichwort »Musikinstrumente in der Kirche

  • Artikel Gioseppe Caimo, MGG, neue Auflage [2002], Personenteil, Bd. 2.

 

 

 

CD-Einspielungen

 

  • Hildegard von Bingen (1098-1179): Ordo Virtutum – Spiel der Kräfte, Bayer Music Group 1997, Ensemble Ordo Virtutum für Musik des Mittelalters, Andrea von Ramm, Sterling Jones, Jill Feldman, Ltg: Stefan Johannes Morent

  • Sanguis Jesu Christi – Das Heilig-Blut-Offizium aus dem Kloster Weingarten, Christophorus 2009, Ensemble Ordo Virtutum, Ltg.: Stefan Johannes Morent

  • Insula felix – Musik aus dem Inselkloster Reichenau, Christophorus 2010, Ensemble Ordo Virtutum, Ltg.: Stefan Johannes Morent

  • Notker der Dichter – Musik aus Handschriften der Stiftsbibliothek Sankt Gallen, Christophorus 2010

  • "Cantus Coagulatus" - vierstimmige Kompositionen von Manfred Barbarini Lupus für das Kloster St. Gallen (um 1560), Musiques Suisses 2015, Ensemble Ordo Virtutum, Ltg.: Stefan Johannes Morent

  • FRAGMENTUM - Auf der Suche nach dem verlorenen Klang, Cornetto 2017

 

 

 

Lehrveranstaltungen u.a. zu

  • Beethovens Klaviersonaten

  • Digitale Musikedition: Herausforderung und Chance

  • Paul Hindemith

  • Eric Satie - musicien médiéval

  • Choral in der Musikgeschichte (mit Prof. Dr. B. Schmid, Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg)

  • Welt der Stimme - Stimmen der Welt (mit Dr. Annette Sidhu-Ingenhoff/SWR)

  • Händels Opern

  • Schütz- Schein - Scheidt

  • Das Spannungsfeld Musik und Kirche (mit Prof. Dr. A. Odenthal)

  • Musik im Zeichen der Reformation

 

 

Hier kommen Sie zur Seite von Prof. Dr. Stefan Morent.

Hier finden Sie Informationen zur Schola Cantorum.