Fachbereich 2 "Asien-Orient-Wissenschaften" /
das "Asien-Orient-Institut"

 

Der Fachbereich Asien-Orient-Wissenschaften der Philosophischen Fakultät ist identisch mit dem Asien-Orient-Institut (AOI) und steht für ein integriertes »Asien-Orient-Konzept« der Universität Tübingen. Er vereint verschiedene Fächer, die sich in die folgenden fünf Abteilungen des Asien-Orient-Instituts gliedern:

  1. Abteilung für Ethnologie / Department of Cultural Anthropology
  2. Abteilung für Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft / Department of Indology and Comparative Religion
  3. Abteilung für Japanologie / Department of Japanese Studies
  4. Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft / Department of Oriental and Islamic Studies
  5. Abteilung für Sinologie und Koreanistik / Department of Chinese and Korean Studies

 

 

Dass der gesamte asiatisch-orientalische Raum aus wirtschaftlichen, politischen und kulturellen (z.B. religiösen) Gründen von höchster Relevanz auch für die europäische Gegenwart ist, bedarf keiner weiteren Erläuterung – zu offensichtlich sind die Verflechtungen zwischen „Orient und Okzident“ unter den Bedingungen der Globalisierung. Die Universität Tübingen hat deswegen die Forschung und Lehre im Bereich der Asien- und Orientwissenschaften zu einem ihrer Schwerpunkt- und Ausbauprogramme erklärt.

 

Ganz im Zeichen der Internationalität weist das AOI nicht nur zahlreiche bilaterale Forschungskooperationen mit zahlreichen Institutionen in Asien und der MENA-Region auf, es verfügt eigens über Außenstellen in Japan (Kyōto), China (Beijing) und Korea (Seoul). Dieses Konzept einer regulären Ausbildung im Ausland im Rahmen der BA-Studiengänge ist in diesem Umfang beispiellos und zeichnet das Tübingen AOI in Forschung und Lehre aus.

 

AOI-Außenstellen:

 

 

 

Chronik

Im April 2008 haben sich die asien- und orientbezogenen Regionalwissenschaften sowie das Institut für Ethnologie zum Asien-Orient-Institut (Institute of Asian and Oriental Studies / AOI) zusammengeschlossen. Die beteiligten Fächer, die bereits auf eine mehrjährige Zusammenarbeit im Rahmen des 2001 gegründeten Zentrums für Asien- und Orientwissenschaften zurückblicken können, tragen mit dieser Maßnahme den Anforderungen im Kontext der Einführung der BA/MA-Studiengänge sowie aktueller Entwicklungen der Forschungsbedingungen in den Asien- und Orientwissenschaften Rechnung. Seit der Fakultätenfusion im Jahr 2010 ist das Asien-Orient-Institut identisch mit dem Fachbereich 2 Asien-Orient-Wissenschaften.

 

Mit der Gründung des Asien-Orient-Instituts haben die Asien- und Orientwissenschaften der Universität ein deutlich sichtbares Signal zur vertieften inhaltlichen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre gesetzt. Die Planungen umfassen auch eine räumliche Zusammenlegung der einzelnen, bisher über die Stadt verstreuten Institute (zur gemeinsamen Nutzung von Bibliotheks- und anderen Ressourcen) – vorgesehen im Projekt Campus 2020. Es wird weiterhin ein Ausbau der Bereiche Modernes Korea, Modernes Indien und Politik des Vorderen Orients betrieben. Hierdurch wird nicht nur der besonderen wirtschaftlichen wie politischen Dynamik dieser Regionen Rechnung getragen, sondern auch der Rang dieser Länder als bedeutender Kulturregionen erfährt eine vertiefte wissenschaftliche Würdigung.

 

Die Asien-Orient-Wissenschaften

Der asiatisch-orientalische Raum, d.h. diejenigen Regionen, die auch als Naher, Mittlerer und Ferner Osten bezeichnet werden, zeichnet sich derzeit durch ein Höchstmaß an wirtschaftlicher, politischer, gesellschaftlicher wie auch kultureller Dynamik aus, die sich jedoch nicht nur in ökonomischen Zuwachsraten, sondern ebenso in mannigfaltigen (kulturellen) Konfliktfeldern manifestiert. Zu Analyse und Erklärung dieser Prozesse, die oftmals auch einen direkten Einfluß auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten Europas ausüben, bedarf es dringlich umfassend ausgebildeter Experten auf allen asien- und orientwissenschaftlichen Gebieten, deren fundiertes Wissen vor allem in interkulturellen Kontaktsituationen unerläßlich ist. Nur wenige Universitäten in Europa verfügen jedoch über ein angemessenes Spektrum an relevanten Fachwissenschaften. Tübingen gehört zweifellos zu diesem kleinen Kreis besonders profilierter asien- und orientwissenschaftlicher Standorte. Darüber hinaus rundet die Ethnologie als systematische, wie am Orte auf Länder und Kulturen des Orients und Asiens fokussierte, Wissenschaft den Verbund der vorwiegend regionalwissenschaftlich ausgerichteten Fächer in idealer Weise ab. 

Aktuelles

Korean Studies Lectures im WS 2015/2016

Im Rahmen der Korean Studies Lectures veranstaltet die Koreanistik in diesem Wintersemester eine Vortragsreihe. Die Vorträge finden mittwochs von 18c.t.-20 Uhr in der Wilhelmstr. 133, Raum 30 statt.
Anbei nähere Informationen.

12 DAAD-Stipendien für einmonatige Aufenthalte in Indien

CCKF-ERCCT Visiting Fellow Programme 2015

In 2015 the European Research Center on Contemporary Taiwan - A CCK Foundation Overseas Cener (CCKF-ERCCT) will continue its Visiting Fellow Programme. Under this scheme two outstanding doctoral and postdoctoral students from Taiwan per semester are invited to come to the CCKF-ERCCT in Tuebingen (Germany) for about a month to discuss their projects and join in the center’s academic activities. This entails a living stipend of 900 Euro and the round trip airticket from Taiwan to Germany (of up to 1250 EUR) is also covered.

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