Aktuelles

AOI-Forschungskolloquium im Sommersemester 2013

Legitimation und Legitimität

Theoretische Reflexion und empirische Bestandsaufnahme

 

Ort: Abteilung für Japanologie, Wilhelmstr. 90, R. 7

Zeit: Do, 12-14 Uhr

Koordination: Prof. Gunter Schubert, Sinologie

Programm

 

Das Kolloquium ist für alle interessierten MitarbeiterInnen sowie für Studierende geöffnet!

 

 

Sammelband Frauenbilder / Frauenkörper

Stephan Köhn & Heike Moser (Hg.): Frauenbilder / Frauenkörper. Inszenierungen des Weiblichen in den Gesellschaften Süd- und Ostasiens. Wiesbaden: Harrassowitz 2013.

Inhaltsverzeichnis

Spätestens seit der Globalisierung ist der imaginierte Raum Asien besonderen Spannungen ausgesetzt, da kolonialistische Exotismen auf neue Global Player der Weltwirtschaft stoßen. Diese Egalisierung / Umkehrung ehemals asymmetrischer Kräfteverhältnisse wird in den westlichen Medien jedoch mit Skepsis gesehen. Nicht mehr die Wirtschaftsleistung dieser Länder, sondern die Qualität des soziokulturellen Wandels wird nun kritisch hinterfragt. Das Attestieren einer gesellschaftlichen Rückständigkeit soll dabei deren Erfolgsgeschichte in Frage stellen. Häufig dient den Medien die Rolle der Frau als Indikator für den tatsächlichen Grad der Modernisierung und Demokratie – ungeachtet der Implementierungsprobleme von Gender Equality im Westen. Mit einer thematischen Einführung und 25 Beiträgen aus den Fächern Indologie, Japanologie und Sinologie will daher der vorliegende Sammelband einen neuen Blick auf das Themenfeld „Frau in Asien“ werfen. Dabei geht es, wie auch die Kursivschreibung -bilder und -körper verdeutlicht, um Projektionen und Repräsentationen im öffentlich-medialen Raum aus kulturwissenschaftlicher Perspektive, unabhängig von der Frage des dahinter stehenden biologischen Geschlechts der involvierten Akteure. Denn das Frausein in Asien kennt in Wahrheit viele Gesichter.

 


Tübinger Japan-Tage

Die Japan-Tage der Eberhard Karls Universität Tübingen finden im Rahmen der Feierlichkeiten zu „150 Jahre Freundschaft Deutschland – Japan“ statt. Schwerpunkt der unter dem Motto „Miteinander voneinander lernen“ stehenden Veranstaltungen sind das internationale Studium und die Tübinger  Forschungskooperationen mit Japan. Höhepunkt der Veranstaltungen ist die Verleihung des Universitätspreises an den Präsidenten der Dōshisha Universität, Kyōto durch den Rektor der Universität Tübingen.

 

Zum Thema Studium, Auslandsaufenthalt und Beruf werden zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen und Informationsveranstaltungen mit Vertretern aus Deutschland und Japan angeboten. Unter den Tübinger Forschungskooperationen mit Japan werden Projekte aus den Bereichen Astronomie/Astrophysik, Experimentalphysik, Regenerationsbiologie, Archäologie, Rechtswissenschaft und Deutsche Literaturwissenschaft vorgestellt. Aus Anlaß der Naturkatastrophe in Japan wurden auch Veranstaltungen zur aktuellen Lage in Japan in das Programm aufgenommen.

 

Verschiedene Aspekte der japanischen Kultur werden in einer Reihe von Veranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit angeboten: Anime-Filmabend, Autorenlesung, Diashow über Kyōto, Japan-Markt, Manga-Zeichenkurs und ein Japanisch Schnupperkurs. Parallel zu den Tübinger Japan-Tagen findet das Jahrestreffen des Arbeitskreises „Japanische Religionen“ und ein Ehemaligentreffen der Tübinger Japanologie.

 

 

 

 

Neues DFG-Projekt eingeworben

DFG-Projekt im Umfang von 1/2 Mio. eingeworben: Verbsemantik und Argumentstruktur, Valenzwörterbuch der ladakischen Verben (Dr. Bettina Zeisler)


Das Ladakische ist eine tibetische Sprache, die in Nordindien (Jammu &  Kashmir) gesprochen wird. Sie besteht aus zwei Hauptdialektgruppen, die sich in ihrer Grammatik deutlich unterscheiden, insbesondere hinsichtlich der verbabhängigen Kasusmarkierung.

Das im April 2010 begonnene 3-jährige DFG-Projekt von Dr. Zeisler ist in der Abteilung für Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft angesiedelt.


Ziel des Projektes ist die Beschreibung der Verbvalenz sowie der Kasusrahmen und deren Bezug zur Verbsemantik für jeweils einen repräsentativen Dialekt aus beiden Dialektgruppen sowie die Publikation eines entsprechenden Valenzwörterbuches. Kasusrahmen (oder Satzbaupläne) spezifizieren die Anzahl und Art der Argumente (auch Aktanten oder Partizipanten) eines Verbs, die Notwendigkeit ihres kontextunabhängigen Auftretens, die bevorzugte Position im Satz, die jeweiligen Kasus sowie mögliche Alternationen in Stellung und/oder Kasusmarkierung. Die Möglichkeit derartiger Alternationen, deren semantische oder pragmatische Implikationen sowie die Dokumentation von Kollokationen bilden besondere Schwerpunkte.

 

 

 

Neues Verbundprojekt eingeworben

Riesenerfolg für die Tübinger Sinologie : 2,5 Millionen Euro für Kooperationsprojekt

 

Prof. Gunter Schubert, Abteilung Sinologie und Koreanistik, hat zusammen mit vier Fachkollegen von den Universitäten Duisburg-Essen, Trier und Würzburg sowie vom German Institute of Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg das neue Verbundprojekt "Kompetenznetzwerk Regieren in China - Voraussetzungen, Beschränkungen und Potenziale politischer Anpassungs- und Innovationsfähigkeit im 21. Jahrhundert" eingeworben.

 

Das Kompetenznetzwerk wird sich in verschiedenen Teilvorhaben mit Problemen der nationalen und lokalen governance in China, also dem politischen Steuerungssystem, beschäftigen und zu diesem Zweck etwa zehn Stellen mit Nachwuchswissenschaftlern besetzen. Umfangreiche Mittel stehen ferner für die Durchführung von Feldforschungsphasen in China, Konferenzteilnahmen, die Ausrichtung internationaler Fachtagungen und für Gastwissenschaftler aus China zur Verfügung.

 

Gunter Schubert und seine Mitstreiter hatten sich Anfang 2009 beim vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Programm zur Förderung der Regionalstudien in Deutschland beworben. Das Projekt ist offiziell am 1. März 2010 gestartet und auf insgesamt vier Jahre ausgelegt. Es wird vom BMBF mit 2,5 Millionen Euro gefördert. Ziel des Projekts ist neben der Erarbeitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über den Regierungsprozess in China die Ausbildung junger Chinaforscher und ihre Heranführung an eine akademische Karriere.

 

Mit der Bewilligung des neuen Verbundprojekts kann die Tübinger Sinologie ihre Spitzenstellung in der Chinaforschung weiter festigen und zugleich ihr Alleinstellungsmerkmal in Deutschland unterstreichen: sowohl die Volksrepublik China als auch Taiwan in Lehre und Forschung abzudecken.