Prof. Dr. Renate Dürr

Studiendekanin des Fachbereichs Geschichte
Direktorin des Seminars für Neuere Geschichte

Kontakt

Fachbereich Geschichtswissenschaft der Universität Tübingen

Seminar für Neuere Geschichte

Wilhelmstraße 36

72074 Tübingen

Telefon: 07071/29-74672

Telefax: 07071/ 29-5874

Email: renate.duerr[at]uni-tuebingen.de

 

Sprechstunde im Semester:

Mittwochs, 16 - 17 Uhr (ab 02.11.16)

 

Dienstzimmer: Hegelbau, 2. Stock, Raum 202

 


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Vita

Renate Dürr ist seit Oktober 2011 Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen und seit 2013 Studiendekanin des FB Geschichtswissenschaft. Zusammen mit Prof. Dr. Ewald Frie hat sie abwechseln das Amt der Direktorin des Seminars für Neuere Geschichte inne. Renate Dürr wird ab dem Wintersemester 2016/17 wieder Direktorin sein. Von 2006 bis 2011 war sie Professorin für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Kassel. Zuvor arbeitete sie als Assistentin am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit an der Universität Frankfurt (Main) und hatte verschiedene Lehrstuhlvertretungen, u.a. an der Universität Basel, inne. Ihre Habilitation Politische Kultur in der Frühen Neuzeit. Kirchenräume in Hildesheimer Stadt- und Landgemeinden, 1550-1750 erschien im Jahr 2006. Im Jahr 1994 wurde Renate Dürr an der Freien Universität promoviert. Ihre Dissertation erschien 1995 unter dem Titel Mägde in der Stadt. Das Beispiel Schwäbisch Hall in der Frühen Neuzeit. Renate Dürr studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin.

 

Forschungsinteressen

Renate Dürrs Forschungsschwerpunkte liegen auf der Geschichte jesuitischer Missionen aus einer globalhistorischen Perspektive. Dabei interessieren sie der wechselseitige Wissenstransfer zwischen Europa und den Missionen in Asien und Lateinamerika, frühneuzeitliche Übersetzungskulturen und -theorien sowie die Rolle der Jesuiten in der historischen Bibelexegese und deren Bedeutung für die Wissensproduktion im Zeitalter der Aufklärung. In ihren Publikationen zum Thema des Kultur- und Wissenstransfers zwischen Alter und Neuer Welt interpretiert Renate Dürr die jesuitischen Briefe und Reiseberichte, oftmals publiziert im Welt-Bott, als Momente jesuitischer Identitätsbildung und Selbstvergewisserung sowie als Verhandlung ihrer Alteritätserfahrung in den Missionen. Eng verknüpft damit sind Fragen nach der Kommunikation mit indigenen Akteuren innerhalb der Mission sowie Missionsstrategien, die sie am Beispiel der Sprach- und Übersetzungstheorien des Jesuitenpaters José de Acosta untersucht.

In ihren jüngsten Arbeiten analysiert Renate Dürr aus einer kultur- und wissenshistorischen Perspektive die Exodusdebatte im 18. Jahrhundert, die Chronologie des Jesuiten Joseph Stöcklein und allgemein den Beitrag jesuitischer Gelehrter zur Frühaufklärung. Zusammen mit Ulrike Strasser, Professorin an der Universität von San Diego verfolgt Renate Dürr ein Buchprojekt über den Neuen Welt-Bott (Verlag: Brill). Zusammen mit Annette Gerok-Reiter, Andreas Holzem und Steffen Patzold bereitet sie derzeit eine Publikation vor, in welchem die zentralen Fragen des Tübinger DFG Graduiertenkollegs 1662 „Religiöses Wissen im vormodernen Europa“ anhand ausgewählter Fallbeispiele diskutiert wird (Verlag: Schöningh).