Dr. Katharina Kucher

Akademische Rätin a.Z. und stellvertretende Direktorin des Instituts

Kontaktdaten
Telefon:29-72392
E-Mail:katharina.kucher(at)uni-tuebingen.de

Sprechstunde:

Mo 14-15 Uhr

 

 

Ausbildung und wissenschaftliche Qualifikationen

10/1988 - 11/1995Studium der Geschichte und Slavistik an der Universität Konstanz (1992-93 Studienaufenthalt als DAAD-Stipendiatin an der Staatlichen Lomonosov Universität Moskau)
11/1995

Staatsexamen

06/2004

Promotion an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder "Freizeitkultur im Stalinismus. Der Moskauer Kultur- und Erholungspark 1928-1941" (1997/98 sechsmonatiger Forschungsaufenthalt als DAAD-Stipendiatin in Moskau)

 

 

Beruflicher Werdegang

04/1996 - 08/2000 Wissenschaftliche Hilfskraft an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas
10/2004 - 09/2005

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen, Historisches Seminar, Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde

10/2006 - 03/2009Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen, Historisches Seminar, Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde
Seit 04/2009Akademische Rätin auf Zeit an der Universität Tübingen, Historisches Seminar, Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde, stellvertretende Direktorin des Instituts

 

 

Ämter, Fellowships

10/2008 - 09/2011Gleichstellungsbeauftragte der (alten) Fakultät für Philosophie und Geschichte sowie stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät an der Universität Tübingen
10/2011 - 09/2013Habilitationsstipendiatin des Brigitte Schlieben-Lange-Programms des Landes Baden-Württemberg
10/2011 - 11/2011Stipendiatin des Deutschen Historischen Instituts Moskau
Seit 7/2011Teilprojektleiterin im Sonderforschungsbereich 923 an der Universität Tübingen: Bedrohte Ordnungen, Teilprojekt D04: USA und Sowjetunion. Transformationen einer weltpolitischen Ordnungskonkurrenz 1975 – 1989 (gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Schild)
Seit 2013Gutachtertätigkeit für Cahiers du Monde Russe, Russian Review
10/2013 - 4/2014Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung
Seit 2016Gutachtertätigkeit für die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas
Seit 10/2016Mitglied der Studienkommission des Fachbereichs Geschichte

 

 

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Kindheit in Russland und der Sowjetunion
  • Visuelle Geschichte Russlands und der Sowjetunion
  • Politik- und Kulturgeschichte des Kalten Krieges ab 1975
  • Kultur- und Alltagsgeschichte der Sowjetunion insbesondere des Stalinismus
  • Geschichte der russischen Emigration

 

 

Laufende Arbeiten und Forschungsprojekte

  • Kindheit im Rußland des 19. Jahrhunderts (Habilitationsprojekt)

 

 

Publikationen

Link auf die vollständige Publikationsliste.

 

Monographien

Der Gorki-Park. Freizeitkultur im Stalinismus 1928-1941, Köln u.a. 2007. (russ. Übersetzung: Park Gor’kogo. Kul’tura dosuga v stalinskuju ėpochu. 1928-1941, Moskva 2012)

 

Sammelbände

Stille Revolutionen. Die Neuformierung der Welt seit 1989, hg. zus. m. Gregor Thum, Sören Urbansky. Frankfurt 2013.
Visuelle Geschichte Russlands im 19. Jahrhundert, hg. zus. m. Klaus Gestwa. Stuttgart 2012. (=Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 4/2012)
Chronik russischen Lebens in Deutschland 1918-1941, hg. zus. m. Karl Schlögel, Bernhard Suchy, Gregor Thum. Berlin 1999.

 

Aufsätze und Themenhefte (Auswahl)

zusammen mit Thorsten Zachary: Feindforschung mit alten Wehrmachtsbeständen, in F.A.Z., 13.09.2017, 213, N3.

zusammen mit Corinna Kuhr-Korolev, Tetiana Sebta, Nataliia Sinkevych, Kriegsbeute in Tübingen. Eine Urkunde Peters des Großen, Seilschaften der Osteuropaforscher und die Restitution, in: OSTEUROPA, 66. Jg., 11-12, S. 149-167;

(erschien gleichzeitig in ukrainischer Sprache: Kur-Korol’ov, Korinna, Kucher, Katarina, Sebta, Tetjana, Sinkevyč, Natalija, Trofeji vijny: istorija vivezenoji z Kyjeva gramoty Petra I ta nimec’ki studiji Schidnoji Jevropy do i pislja 1945 r., in: Bibliotečnyj visnik. 2017. No 1 (237), S. 39-54)

zusammen mit Alexa von Winning: Adlige Familie und Kindheit in Russlands langem 19. Jahrhundert: Privates Leben und öffentliche Interessen, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 63, 2 (2015), 233–255.
Postsowjetischer Sinneswandel? Geschmack und Konsum im neuen Russland, in: Kucher, Katharina; Thum, Gregor; Urbansky, Sören (Hg.), Stille Revolutionen. Die Neuformierung der Welt seit 1989, Frankfurt 2013, S. 107-115.
Razmyšljaja o podchodach k izučeniju istorii detstva, in: Maloletnie poddannye bol’šoj imperii: Filipp Ar’es i istorija detstva v Rossii (XVIII-nač. XX veka) [Überlegungen zur Methodik der Erforschung der Geschichte der Kindheit, in: Kleine Untertanen eines großen Imperiums: Philippe Ariès und die Geschichte der Kindheit in Russland (17. bis Anfang 20. Jahrhundert)] , Moskva 2013, S. 76-88.
Die visualisierte Kindheit im Russland des 19. Jahrhunderts. Stilisierte Welten zwischen Kanonen, Birken und Schulbänken, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 4/2012, S. 510-532.
Ovladenie dosugom: otdych kak sostavnaja čast’ stalinizma, in: Istorija stalinizma: itogi i problemy izučenija. Materialy meždunarodnoj naučnoj konferencii [Die Aneignung der Freizeit: Erholung als integraler Bestandteil des Stalinismus, in: Geschichte des Stalinismus: Ergebnisse und Probleme der Forschung. Materialen der internationalen Konferenz]. Moskva, 5-7 dekabrja 2008 g., Moskva 2011, S. 378-386.

Der Fall Norilsk. Stadt, Kultur und Geschichte unter Extrembedingungen, in: Schlögel, Karl (Hg.), Mastering Russian Spaces. Raum und Raumbewältigung als Probleme der russischen Geschichte, München 2011, S. 129-148

Die grüne Utopie. Zur Genese des sozialistischen Parks in den ersten Jahrzehnten der Sowjetunion, in: Stolberg, Eva-Maria, Kulturgeschichte des Gartens, Frankfurt u.a. 2008, S. 154-167.

Wiederabdruck in: Ananieva, Anna; Gröning, Gert; Veselova, Aleksandra (Hg.), Gartenkultur in Russland,  Worms 2013 (= Die Gartenkunst, 1/2013), S. 83-96

Vom Flüchtlingslager in die Konzertsäle der Welt. Die Geschichte des Don Kosaken Chores, in: Osteuropa 57 (2007), S. 57-68.
Raum(ge)schichten. Der Zentrale Moskauer Kultur- und Erholungspark im frühen Stalinismus, in: Osteuropa 55 (2005), S. 154-167.
Der Moskauer Kultur- und Erholungspark 1928-1941. Formen von Öffentlichkeit im Stalinismus der dreißiger Jahre, in: Behrends, Jan C.; Rittersporn, Gabor T.; Rolf, Malte (Hg.), Sphären von Öffentlichkeit in Gesellschaften sowjetischen Typs. Zwischen partei-staatlicher Selbstinszenierung und kirchlichen Gegenwelten, Frankfurt am Main u.a. 2003, S. 97-129.

 

 

Lehrveranstaltungen (Auswahl)

  • Proseminar: Die Utopie an der Macht: Revolution, Kultur und Gesellschaft in Sowjetrussland 1917-1932 (SoSe 2017)
  • Übung: Bewegte Geschichte: Das revolutionäre Russland im Film (SoSe 2017)
  • Proseminar: Bühnen des Fortschritts: Weltausstellungen als Orte der Repräsentation und Interaktion im 19. und 20. Jahrhundert (SoSe 2016)
  • Übung zur Vorbereitung der für 2016 geplanten Exkursion: Kiev – Geschichte und Gegenwart einer europäischen Metropole (Wintersemester 2015/16)
  • Proseminar: Russlands Aufbruch in die Moderne. Von den Großen Reformen bis zur Oktoberrevolution (1856-1917) (Wintersemester 2015/16)
  • Übung: Kinokultur und russischer Film in Zeichen der Perestroika und nach dem Ende der Sowjetunion (Sommersemester 2015)
  • Proseminar: "Familie und Kindheit im Russischen Kaiserreich" (Wintersemester 2014/15)
  • Proseminar: "Frauen in Russland (17.-20. Jahrhundert)" (Sommersemester 2011)
  • Proseminar: "Zwischen Aufbruch und Rückständigkeit. Russland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts" (Wintersemester 2010/11)
  • Übung: "Visuelle Kultur und russische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert" (Sommersemester 2010)
  • Hauptseminar: "Raum(ge)schichten Osteuropas (gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Gestwa), 18.-20. Jahrhundert" (Sommersemester 2010)
  • Exkursion: Moskau, gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Gestwa, 16 Studierende (Sommersemester 2010, 06.06.2010-13.06.2010)

 

 

Exkursionen

  • Exkursion: Kiev, gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Gestwa, Ingrid Schierle und 17 Studierenden (Sommersemester 2016, 04.-11.06.2016)