Prof. Dr. Susanne Marschall

Direktorin des Zentrums für Medienkompetenz

 

Susanne Marschall, Jahrgang 1963, ist Professorin für Medienwissenschaft (Schwerpunkt: Audiovisuelle Medien, Film und Fernsehen) 

 

Universität Tübingen

Medienwissenschaft

Wilhelmstr. 50

Raum 210

72074 Tübingen

 

Tel.: 0049 (0) 7071 29-72354

Fax: 0049 (0) 7071 29-5149

E-Mail: susanne.marschall[at]uni-tuebingen.de

 

Sprechstundentermine dienstags, Anmeldungen über Aushang am Büro

Sekretariat

Carolin Wiede

Raum 209

Tel.: 0049 (0) 7071 29-74271

E-Mail: carolin.wiede[at]uni-tuebingen.de

Mo. - Do., 09:30 - 13:30 Uhr

 

 

Das Profil

Zu Susanne Marschalls Forschungsschwerpunkten und zentralen Themengebieten gehören: Film- und Fernsehtheorie und -geschichte, Ästhetische Theorie, Licht- und Farbgestaltung, Bildkomposition, Visuelle Wahrnehmung, Kognitionswissenschaft, Transkulturalität des Kinos und der Neuen Medien, Indisches Kino, Serielle Narration im Fernsehen und in den neuen Medien, Tanz, Körperbewegung und Körpergeschichte, Kostümdramaturgie.

 

Hinzu kommen Aktivitäten im medienpraktischen und mediendidaktischen Bereich, zum Beispiel die Leitung des Projekts „Medienintelligenz“, die Konzeption zahlreicher Schulprojekte sowie die Leitung der rheinland-pfälzischen Nachwuchsförderung für Film und Neue Medien. Ihr Engagement für PUSH-Projekte wie die Kinder-Uni, den Wissenschaftsmarkt und zuletzt die Bewerbung der Stadt Mainz um den Titel Stadt der Wissenschaft zielt auf die Öffnung und weitgespannte Vernetzung der Medienwissenschaft. Gegenwärtig kuratiert Susanne Marschall für das Jahr 2011 die Ausstellung „Spektrale“ als Leuchtturm-Projekt der Stadt der Wissenschaft.

 

Das Absolventenmagazin UNICUM BERUF verlieh Susanne Marschall 2012 den Titel "Professorin des Jahres". Die Medienwissenschaftlerin wurde in der Kategorie „Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften“ ausgezeichnet. Bundesweit wurden fast 800 Hochschullehrer von Studenten, Kollegen und Arbeitgebern für den Titel vorgeschlagen. Aus ihnen bestimmte eine Jury um Professor Klaus Landfried, den ehemaligen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, die Preisträger in vier Wissenschaftsbereichen. Susanne Marschall gewann den Wettbewerb aufgrund ihrer intensiven Begleitung junger Wissenschaftler bei der Karriereplanung, die Entwicklung und Durchführung anspruchsvoller Praxisprojekte, die Vermittlung von Praktika und Einstiegsstellen sowie die Förderung von Existenzgründungen.

 

Curriculum Vitae

Susanne Marschall studierte Germanistik, Komparatistik und Philosophie in Köln und Mainz und war von 1992-1995 Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Monografien und zahlreiche Aufsätze (Schüren, Fink, edition text&kritik, Königshausen&Neumann etc.), Essays, Filmkritiken sowie Fernseh- und Radiointerviews mit ihr als Filmexpertin (Filmdienst, Deutsche Welle, SRW, HR, NDR etc.) erschienen zu Themen der Film- und Fernsehwissenschaft, Literatur- und Theaterwissenschaft, Bild- und Kulturwissenschaft.

 

Nach ihrer Promotion (1995) mit einer Arbeit über das Motiv des Tanzes am Beispiel von Frank Wedekinds „Büchse der Pandora“ und Hugo von Hofmannsthals „Elektra“ lehrte und forschte Susanne Marschall zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, dann als Hochschulassistentin (C1) und schließlich als Akademische Rätin in der Filmwissenschaft sowie seit Ende 2009 im Journalistischen Seminar des Instituts für Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. 2003 erhielt sie den Lehrpreis des Senates der Johannes Gutenberg-Universität für exzellente Leistungen in der Lehre. 2005 habilitierte sie sich mit der Monografie „Farbe im Kino“, die mittlerweile in zweiter Auflage erschienen ist. Im gleichen Jahr konzipierte und realisierte sie die Ausstellung „Farb-Töne“ im Rahmen des Kultursommers. Dazu kommen Lehraufträge z.B. an der Hamburg Media School und den Universitäten Marburg und Wien (Sommer 2011). 2010 erhielt Susanne Marschall die Rufe auf W3-Professuren für Medienwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Hamburg. Mit der Rufannahme in Tübingen wurde sie zur Direktorin des Kompetenz-Zentrums Medien der Universität Tübingen ernannt.

 

Während ihrer Tätigkeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war Susanne Marschall Sprecherin des Interdisziplinären Arbeitskreises Medienwissenschaft, begründete das Universitätsfernsehen Campus TV und konzipierte das Medienhaus der Universität. Sie engagierte sich als Gründungsmitglied des Interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Neurowissenschaft (insbesondere als Sprecherin der Sektion Bildwissenschaft) sowie im Leitungsgremium des Zentrums für Interkulturelle Studien und war bis zu ihrer Berufung nach Tübingen langjähriges Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur.

Sonstige medienwissenschaftliche Aktivitäten

  • Gutachterin des DAAD für die USA und Kanada.
  • Zahlreiche Tätigkeiten im Bereich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Gegenwärtig bereitet Susanne Marschall ein deutsch-indisches Promotionsprogramm vor.
  • Herausgeberin der Buchreihe „Panorama. Film im Kontext“ beim Schüren Verlag in Marburg gemeinsam mit Prof. Fabienne Liptay, in der u.a. Promotionen der LMU, der Universität Mainz und künftig der Universität Tübingen publiziert werden.

Die wichtigsten Publikationen

  • Marschall, S., (Hrsg.). (2015). Film-Konzepte 39: Satyajit Ray. München: edition text&kritik.

  • Marschall, S., Bieberstein, R., (Hrsg.). (2014). Indiens Kino-Kulturen. Geschichte - Dramaturgie - Ästhetik. Marburg: Schüren.

  • Marschall, S., Bauer, M., & Liptay, F. (Hrsg.). (2008). Kunst und Kognition. München: Fink. 

  • Marschall, S. (Hrsg.). (2006). Indien. Film-Konzepte 4. München: edition text&kritik.

  • Marschall, S., & Liptay, F. (Hrsg.). (2006): Mit allen Sinnen. Gefühl und Empfindung im Kino. Marburg: Schüren.

  • Marschall, S. (2005). Farbe im Kino (2. Aufl. 2009). Marburg: Schüren.

  • Marschall, S., Liptay, F., & Solbach, A. (Hrsg.). (2005). Heimat. Suchbild und Suchbewegung. Remscheid: Gardez!.

  • Marschall, S. (1996). TextTanzTheater. Frankfurt am Main: Peter Lang.

  • Marschall, S. (1994). Mythen der Metamorphose – Metamorphose des Mythos (2. Aufl.). Mainz: Gardez!.

 

Vollständige Publikationsliste als PDF-Datei.