Dr. Thomas Wilke

Dr. Thomas Wilke

Thomas Wilke, Jahrgang 1975, ist akademischer Rat am Institut für Medienwissenschaft.


Universität Tübingen
Medienwissenschaft
Wilhelmstraße 50
72074 Tübingen
Raum 136
Tel.: 0049 (0) 7071 29-72830
E-Mail: thomas.wilke[at]uni-tuebingen.de

Sprechstunde für die allgemeine Studienberatung Master im Wintersemester 2016/17:

Mittwochs, 14.00- 15.00 Uhr, außerhalb nach Vereinbarung

 

 

Das Profil

Zu Thomas Wilkes Forschungsschwerpunkten und zentralen Themengebieten gehören: qualitative Medienanalyse und Medientheorie, Medien- und Kommunikationsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, des Weiteren mediale Dispositive, populäre und auditive Medienkulturen und deren Wandel (Mashup, DJ- und Club-Kultur, Performativität, Remediation).

In der Mediengeschichte verfolgt er den Ansatz einer integralen Mediengeschichte, die auch kulturelle, soziale und politische Aspekte integriert, um so der Komplexität einzelner Medienphänomene und dem Zusammenspiel heterogener Faktoren Rechnung zu tragen. In der Medientheorie geht es ihm um die Praktikabilität von Theorie. In den Seminaren werden Relationen hergestellt, die dann – auf der Grundlage von Medien – zum Gegenstand der Theorie werden. In der Analyse lehrt er hauptsächlich Film- und Fernsehanalyse mit dem Schwerpunkt auf dem Ton und der Musik.

Ein weiteres Betätigungsfeld sind Funktionen und Identitätsangebote von Radio im Film. Thomas Wilkes Fokus richtet sich bei ‚Radio-Filmen’ auf die Analyse der (Re-)Präsentation von Radio im Film und umfasst sowohl eine film- und radiohistorische Dimension, als auch eine kulturvergleichende. Die Analyse des sich im Wachsen befindenden Korpus’ richtet sich nicht nur auf eine Binnenanalyse der filmischen Realität, sondern auch auf den jeweiligen Kontext der rundfunkhistorischen Situation.

Curriculum Vitae

Thomas Wilke studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften, Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale und der L’université Charles de Gaulle Lille III in Lille, Frankreich. 2008 wurde er mit einem Thema über die DJs und Diskotheken in der DDR als einer spezifischen Unterhaltungsform im Fach Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Halle promoviert. Bis 2013 arbeitete er am dortigen Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Von 2004 bis 2008 beschäftigte er sich als  Mitarbeiter im DFG-Projekt »Programmgeschichte des DDR- Fernsehens – komparativ« in einem Teilprojekt  mit »Fiktionalen Geschichtssendungen« im DDR-Fernsehen sowie in einem anderen Teilprojekt mit der strukturgeschichtlichen Programmentwicklung der Institution.

Sonstige medienwissenschaftliche Aktivitäten

  • Mitherausgeber der Zeitschrift SPIEL (Siegener Periodikum der internationalen empirischen Literaturwissenschaft)

Die wichtigsten Publikationen

  • Leben und Sterben im Imperium Romanum. Serielle Geschichtsentwürfe zwischen Dekadenz und Opulenz in Rom und Spartacus. Wiesbaden: VS 2016 (in Vorb.)
  • Schallplattenunterhalter und Diskothek in der DDR. Analyse und Modellierung einer spezifischen Unterhaltungsform. Zugel. Diss. 2008 Universität Halle-Wittenberg, Universitätsverlag Leipzig 2009
  • Sound in den Medien. Wiesbaden: VS 2016 (zus. mit Jan-Noel Thon; in Vorb.)
  • Populäre Wissenschaftskulissen. Wissens(schafts)formate in Populären Medienkulturen. Bd. 2 Reihe Popkulturen, Hrsg. v. Marcus S. Kleiner & Ramón Reichert. Bielefeld: transcript 2016 (zus. mit Marcus S. Kleiner).
  • Pop & Mystery. Spekulative Erkenntnisprozesse in populären Medienkulturen. Bielefeld: transcript 2015 (zus. mit Marcus S. Kleiner).
  • Mashups. Neue Praktiken und Ästhetiken in populären Medienkulturen. Wiesbaden: VS 2015 (zus. mit Florian Mundhenke, Fernando Ramos Arenas).
  • Performativität und Medialität Populärer Kulturen. Theorien, Ästhetiken, Praktiken. Wiesbaden: Springer VS 2013 (zus. mit Marcus S. Kleiner).
  • Heißer Sommer – Coole Beats. Zur populären Musik und ihren medialen Repräsentation in der DDR. Frankfurt/Main: Peter Lang 2010 (zus. mit Sascha Trültzsch)


Artikel/Aufsätze:


2016

  • Wider das Vergessen: Zur Archivfunktion und Geschichtsinszenierung in populären Fernsehserien am Beispiel von Rome. In: Ballhausen, Thomas, Barberi Alessandro, Trültzsch, Sascha (Hrsg.): Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen – Medienarchive als Gedächtnis- und Erinnerungsorte. Köln: Herbert-von-Halem. (Druck in Vorb.) 

2015

  • Die Natur, der Mensch und die Maschinen. Roland Emmerichs spekulative Weltentwürfe des Apokalyptischen. In: Kleiner, Marcus S., Thomas Wilke (Hrsg.) (2015): Pop & Mystery. Spekulative Erkenntnisprozesse in populären Medienkulturen. Bielefeld: transcript, S. 155-184.
  • Kombiniere! Variiere! Transformiere! Mashups als performative Diskursobjekte in populären Medienkulturen. In: Mundhenke, Florian, Fernando Ramos, Thomas Wilke (Hrsg.) 2015: Mashups. Neue Praktiken und Ästhetiken in populären Medienkulturen. Wiesbadeb, VS, S. 11-44.
  • Mashups. Zur Einführung und Kontextualisierung. In: Mundhenke, Florian, Fernando Ramos, Thomas Wilke (Hrsg.) 2015: Mashups. Neue Praktiken und Ästhetiken in populären Medienkulturen. ( zus. m. F. Mundhenke und F. Ramos; S.1-8.
  • Die Ausweitung des Radioraums mit anderen Mitteln? Radioauftritte in Sozialen Netzwerken. In: MedienJournal. Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung. 39. Jg. 2/2015. Hrg.: Österreichische Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft. S. 19-33.
  • Virtuelles Reisen - Digitales Reisen? Zu einigen Tendenzen der medialen Vermittlung, Vernetzung und Transformation im digitalen Zeitalter. In: Ranft, Andreas (Hrsg.) 2014: Kulturstraßen als Konzept. S.141-150.
  • Soul Brother, Soul Man, Soulboy? Die filmische Inszenierung subkultureller Eigendynamik am Beispiel des Northern Soul in Großbritannien. In: Heinze, Carsten (Hrsg.) 2015: Populäre Musikkulturen im Film. Wiesbaden: VS. (Druck in Vorbereitung).

Vollständige Publikationsliste als PDF-Datei.