Forschungsstelle Politische Philosophie

Leiter:Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe
Koordination:Karoline Reinhardt M.A.
Mitglieder:Prof. Dr. Nico Scarano, Dr. Rolf Geiger, Dr. Wolfgang Hellmich, Dr. Moritz Hildt, Dr. Reza Mosayebi, Dr. Masataka Oki, Dr. Sara Di Giulio
Korrespondierende Mitglieder Prof. Dr. Gerardo Cunico (Genua), Prof. Dr. Draiton DeSousa (Porto Alegre), Prof. Dr. Douglas McGaughey (Salem, OR), Prof. Dr. Daniel Loewe (Santiago de Chile), Prof. Dr. Alessandro Pinzani (Florianapolis), Prof. Dr. Linda Radzik (Texas A&M University), Prof. Dr. Jacinto Rivera de Rosales (Madrid), Prof. Dr. Han Shuifa (Peking), Prof. Dr. Ludmila Sitnychenko (Kiew), Prof. Dr. Thomas Pogge (Yale), Dr. Simon Varga (Wien)

Über die Forschungsstelle

Die Forschungsstelle Politische Philosophie, zum 1. September 1994 vom derzeitigen Leiter an der Universität Tübingen gegründet, bildet die organisatorische Grundlage für mehrere mittel- und langfristig angesetzte Teilprojekte. Ihr Zweck besteht darin, Politische Philosophie auf einer soliden historischen und systematischen Grundlage zu betreiben und sie zugleich in internationalen Forschungsdebatten fest zu etablieren. Der Ansatz ist, klassisch-antike und neuzeitliche Positionen einzubeziehen und in systematischer Hinsicht bestehende Einseitigkeiten, auch unfruchtbare Frontstellungen unterschiedlicher Theorieschulen zu überwinden. Die Forschungsstelle legt auf zwei Aufgaben besonderen Wert: (1) auf die nationale und internationale Kooperation, die in wissenschaftlichen Kolloquien und Symposien zum Ausdruck kommen soll, sowie (2) auf den methodischen Gedanken der praktischen Philosophie, philosophisch fundierte Überlegungen zu zeitgenössischen Problemen der Ethik und Politik anzustellen, um auf diese Weise zu einem gründlicheren Nachdenken anzuregen und nicht zuletzt Einfluss auf politische Praxis zu nehmen.
 

Arbeitsschwerpunkte

  • Interpretation von klassischen und modernen Grundlagentexten der Politischen Philosophie, die in entsprechenden Publikationen Niederschlag finden. Beispiele sind die kooperativen Kommentare zu: Platon, Politeia; Aristoteles, PolitikNikomachische Ethik und Poetik; Augustinus, De civitate dei; Hobbes, Leviathan; Kant, Zum ewigen FriedenRechtslehre und Geschichtsphilosophie; Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit.
  • Normative Theorien zwischenstaatlicher Beziehungen, internationale Gerechtigkeit und Theorie der Weltstaatlichkeit.
  • Fragen des interkulturellen Rechtsdiskurses, Universalismus und Ethnozentrismus, begrenzte oder unbegrenzte Gültigkeit von Menschenrechten, Liberalismus und Kommunitarismus.
  • Normative Demokratietheorie, Institutionen- und Individualethik, Staatsbürgertugenden und Zivilgesellschaft, rationale Moralpsychologie.
  • Grundprobleme der Ethikbegründung: das Zusammenspiel von formalen und materialen, von apriorischen, anthropologischen und empirischen Begründungselementen; Herausforderungen der angewandten Ethik: Wirtschafts-, Umwelt- und biomedizinische Ethik.
  • Kooperationen im interdisziplinären Grenzgebiet der Politischen Philosophie mit Rechtswissenschaft, Ökonomie, Soziologie und Politikwissenschaft.

Mitarbeiter

  • Eray Gündüz, B.A., eray.guenduez[at]uni-tuebingen.de
  • Dr. Moritz Hildt, moritz.hildt[at]uni-tuebingen.de
  • Karoline Reinhardt, M.A., karoline.reinhardt[at]uni-tuebingen.de
  • Anna-Lisa Sander, B.A., anna-lisa.sander[at]student.uni-tuebingen.de

Aktuelles

 

Symposion "De Cive/ vom Bürger"

 

Vom 2. bis zum 4. März 2017 veranstaltet die Forschungsstelle eine internationale Tagung zu Thommas Hobbes' Schrift "De Cive/Vom Bürger". Die Vorträge des Symposions sind öffentlich und werden im Fürstenzimmer des Schlosses Hohentübingen stattfinden. Zum Programm.

 

Symposion "Philosophie in Europa"


Am 12. und 13. Mai veranstaltet der Arbeitskreis "Europa – Politisches Projekt und kulturelle Tradition" der Fritz Thyssen Stiftung in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Politische Philosophie ein Symposion im Schloss Hohentübingen.

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Internationales Symposium zu Ciceros Staatsphilosophie

Am 18. und 19. Februar 2016 wird im Fürstenzimmer des Schlosses Hohentübingen eine internationale Tagung zu Ciceros Staatsphilosophie stattfinden. Im Zentrum werden dabei vor allem die Texte De re publica und De legibus stehen.

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Internationales Symposium zu den Utopien der Neuzeit

Vom 12. bis zum 14. Februar 2015 fand im Fürstenzimmer des Schlosses Hohentübingen eine internationale Tagung zu den Utopien der Neuzeit statt. Im Zentrum standen dabei die Texte der drei großen Denker Thomas Morus, Tommaso Campanella und Francis Bacon.

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Internationales Symposium zu John Rawls, Politischer Liberalismus

Vom 20. bis 22. Februar 2014 fand auf dem Schloß Hohentübingen ein von Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe (Forschungsstelle Politische Philosophie) organisiertes  internationales Symposion zu John Rawls’ „Politischer Liberalismus“ statt.

Nach Eine Theorie der Gerechtigkeit (1971) zeigt Rawls in seinem zweiten Hauptwerk, Politischer Liberalismus (1993), wie freie und gleiche Bürger sich bis in die Tiefe ihrer religiösen, philosophischen und moralischen  Lehren unterscheiden und trotzdem zu einer Übereinstimmung, einem „übergreifenden Konsens“, fähig sind.

Vortragen haben Dirk Brantl (Tübingen/Graz), Wilfried Hinsch (Köln), Otfried Höffe (Tübingen), Christoph Horn (Bonn), Peter Koller (Graz), Charles Larmore (Providence), Lukas Meyer (Graz), Elif Özmen (Regensburg) und Alessandro Pinzani (Florianopolis).

Die Beiträge werden im Herbst 2014 in der Reihe „Klassiker auslegen“ erscheinen.

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Symposium „Recht und Gerechtigkeit“ in Tübingen

Vom 29. bis zum 29. November 2013 fand im Fürstenzimmer des Schlosses Hohentübingen ein Öffentliches Symposium zum Thema „Recht und Gerechtigkeit“ statt, das organisiert wurde vom Arbeitskreis Europa – Politisches Projekt und kulturelle Tradition der Fritz Thyssen Stiftung.

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Symposium zu Spinozas Tractatus theologico-politicus

Vom 21.-23. Feburar 2013 fand im Schloss Hohentübingen ein internationales Symposium zu Spinozas Tractatus theologico-politicus stattfinden. Die Beiträge sollen, voraussichtlich im Herbst 2013, in der Reihe „Klassiker auslegen“ erscheinen. Zum Programm (PDF)

 

Juli 2011: Abschiedsvorlesung von Prof. Höffe 

 

Der Titel der Abschiedsvorlesung im Audimax der Universität Tübingen lautete: „Les hommes sont si nécessairement fous. Skizze einer alternativen Philosophiegeschichte. Ein Video der Vorlesung ist hier verfügbar. Der Text erscheint in Zeitschrift für philosophische Forschung, Bd. 66 (2012), H. 

 

1. Juli 2011: Symposium Politik und Religion 

 

Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Höffe aus dem aktiven akademischen Dienst organisierten Dirk Brantl, Rolf Geiger, Stephan Herzberg und Moritz Hildt ein Symposium zum Spannungsverhältnis von Politik und Religion. Es trugen vor: Prof. Johannes Brachtendorf (Tübingen): „Platons Politeia und Augustins De Civitate Dei – zwei Bücher über die Gerechtigkeit“; Anton Friedrich Koch (Heidelberg): „Spinoza über Gott und die Welt“; Maximilian Forschner (Erlangen): „Rousseaus Konzept einer religion civile“. Ein Video ist hier abrufbar. Eine Publikation, um zusätzliche Beiträge erweitert, ist vorgesehen. 

 

Dezember 2011: Neuer Kommentar-Band zu Kants Geschichtsphilosophie 

 

In der Reihe „Klassiker auslegen“ des Akademie-Verlags (Berlin) ist ein von Otfried Höffe herausgegebener kooperativer Kommentar zu Kants Schriften zur Geschichtsphilosophie erschienen. Die Beiträge, von international renommierten Wissenschaftlern verfaßt, gehen auf ein Tübinger Symposium im Frühjahr 2011 zurück.  

 


Symposium zu Machiavellis Der Fürst
 

 

Vom 1.-3. März 2012 fand im Schloss Hohentübingen ein internationales Symposium zu Machiavellis Il Principe stattfinden. Die Beiträge sollen, voraussichtlich im Herbst 2012, in der Reihe „Klassiker auslegen“ erscheinen. Programm

Neuerscheinungen von Mitgliedern der Forschungsstelle:

2016 

  • Moritz Hildt: Die Herausforderung des Pluralismus. John Rawls' Politischer Liberalismus und das Problem der Rechtfertigung, Freiburg i. Br. (Reihe Praktische Philosophie, Bd. 90).
  • Otfried Höffe: Geschichte des politischen Denkens, München.
  • Otfried Höffe (Hrsg.): Politische Utopien der Neuzeit. Thomas Morus, Tommaso Campanella, Francis Bacon, Berlin (Reihe Klassiker auslegen, Bd. 61).

2015

  • Otfried Höffe: Kritik der Freiheit. Das Grundproblem der Moderne, München.
  • Otfried Höffe (Hrsg.): John Rawls. Politischer Liberalismus, Berlin (Reihe Klassiker auslegen, Bd. 49).

2014

  • Otfried Höffe: Die Macht der Moral, München.
  • Simon Varga: Vom erstrebenswerten Leben. Aristoteles' Philosophie der Muße, Boston/Berlin. 

2013

  • Wolfgang Hellmich: Aufklärende Rationalisierung. Ein Versuch, Max Weber neu zu interpretieren, Berlin.

  • Dirk Brantl: Ökonomische Theorie des Gesellschaftsvertrags. James Buchanans konstitutionelle Politische Ökonomie, Münster.
  • Dirk Brantl, Rolf Geiger, Stephan Herzberg (Hrsg.): Philosophie, Politik und Religion. Klassische Modelle von der Antike bis zur Gegenwart, Berlin.
  • Otfried Höffe: Ethik. Eine philosophische Einführung, München.
  • Otfried Höffe (Hrsg.): Spinoza. Tractatus Theologico-Politicus (Klassiker Auslegen, Bd. 54)
  • Reza Mosayebi: Das Minimum der reinen praktischen Vernunft. Vom Kategorischen Imperativ zum Allgemeinen Rechtsprinzip bei Kant, Berlin/New York.

2012 

  • Otfried Höffe: Kants Kritik der praktischen Vernunft. Eine Philosophie der Freiheit, München.
  • Otfried Höffe (Hrsg.): Machiavelli. Der Fürst, Berlin (Klassiker Auslegen, Bd. 50)

 

2011 

  • Otfried Höffe: Leisten Demokratiebewegungen einen Beitrag für die globale Krisensteuerung?, in: Jahrbuch für Recht und Ethik 19 (2011), 299-307. 
  • Otfried Höffe (Hrsg.): Kants Geschichtsphilosophie, Berlin (Klassiker Auslegen).

2010 

  

     

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