Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe

Professor für Philosophie (emeritiert)

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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe

Philosophisches Seminar

Universität Tübingen

Bursagasse 1

D-72070 Tübingen

Tel. 07071 / 297 70 44 

E-Mail: sekretariat.hoeffe[at]uni-tuebingen.de

 

Kurzdarstellung

 

Aktuelles

In der FAZ vom 17.8. ist ein Artikel von Otfried Höffe erschienen: „Konfuzius, der Koran und die Gerechtigkeit“, S. 6. Der Artikel ist auch online abrufbar (FAZ.net, 24.08.15)

 

Am 11.3. erscheint Otfried Höffes neue Studie "Kritik der Freiheit. Das Grundproblem der Moderne" (München: Beck Verlag).

 

20./21. November 2014: Christian-Wolff-Vorlesung 2014 in Marburg

 

Vom 21.-23.02. 2013 fand im Schloss Hohentübingen ein internationales Symposium zu Spinozas Tractatus Theologico-Politicus statt. Die Beiträge werden in der Reihe „Klassiker auslegen“ erscheinen.

 

Im September 2012 ist im Beck-Verlag Otfried Höffes neues Werk "Kants Kritik der praktischen Vernunft. Eine Philosophie der Freiheit" erschienen.

 

Auszug aus Michael Pawliks Rezension zu „Otfried Höffe: Kants Kritik der praktischen Vernunft“ (Die Welt, 02.02.2013):

 

[…] Die praktische Philosophie Kants ist Ausdruck einer dezidiert anti-elitären Haltung. Wie der Philosoph Otfried Höffe in seinem neuen Buch über "Kants Kritik der praktischen Vernunft" herausarbeitet, zählt bei dem Königsberger Denker, anders als beispielsweise bei Platon, "kein esoterisches Sonderwissen, sondern allein jene allgemeine Vernunft, über die jedermann, und sei es auch nur dunkel, verfügt". Die Philosophen gebieten zwar über ein subtileres methodisches Instrumentarium als die Laien, aber sie können kraft ihres Berufs nicht etwa eine tiefere moralische Einsicht für sich beanspruchen. Das gewöhnliche moralische Bewusstsein, über sich selbst aufzuklären, bedeutet deshalb nach Kant nicht, es einer tadelnden oder entlarvenden Kritik auszusetzen, sondern ihm dazu zu verhelfen, sich besser zu verstehen. […]

 

In dem für den moralischen Standpunkt konstitutiven Bewusstsein einer unbedingten Verbindlichkeit besteht das kantische "Faktum der Vernunft", weist Höffe nach. Dieses Bewusstsein entspringt Kants moralphilosophischem Republikanismus zufolge nicht einem fremden Oktroi, erst recht nicht dem Drang der Leidenschaften und Triebe, die es vielmehr in die Schranken weist, sondern der reinen praktischen Vernunft des Verpflichteten selbst. Im "Faktum der Vernunft" erfährt sich der Mensch daher als autonomes Wesen. […]

 

Vor diesem Hintergrund gelingt Höffe eine verblüffend einfache Deutung des kategorischen Imperativs, der gemeinhin als das Herzstück der kantischen Ethik gilt. Er enthalte "nichts anderes als den Begriff der Moral, sofern er für sinnliche Vernunftwesen gilt: Für sie besteht das Wesen der Moral erstens in einer Verbindlichkeit, einem Imperativ, der zweitens einen unbedingten, also kategorischen Charakter hat." […]

 

Kants Vertrauen in die allgemeine Menschenvernunft prägt auch seine politische Philosophie. […] An die Stelle einer selbst ernannten Aristokratie des Geistes setzt Kant nach einer prägnanten Formel Höffes eine "Demokratie der Vernunft". Ihr Organ ist die Öffentlichkeit, der Kant sogar einen transzendentalen Rang zuspricht, und die ihr angemessene Staatsform ist die Republik, in der ein Volk sich selbst nach Gleichheitsgesetzen beherrscht. […]

 

Höffe erweitert diesen Gedanken in seiner so klugen wie lesenswerten Arbeit über den Königsberger Philosophen ins Globale: "Wenn die Menschheit die rechtsmoralischen Grundsätze anerkennt, wenn sie nicht nur innerhalb der Staaten, sondern auch zwischen ihnen eine Rechtsordnung nach moralischen Grundsätzen schafft, dann erreicht sie, jetzt als ganze, den Rang des Königlichen." Wer wollte dem widersprechen?

 

Vom 1.-3. März 2012 fand im Schloss Hohentübingen ein internationales Symposium zu Machiavellis Il Principe statt. Die Beiträge werden, voraussichtlich im Herbst 2012, in der Reihe „Klassiker auslegen“ erscheinen. 

Die Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Otfried Höffe und das Symposium zu seinen Ehren sind jetzt als Video über die Seiten des Multimedia-Servers abrufbar. 

 

Otfried Höffes Buch „Kants Kritik der reinen Vernunft. Die Grundlegung der modernen Philosophie“ liegt bei C.H. Beck jetzt auch als Taschenbuch vor (München 2011).

Vom 16.-18. Februar 2011 fand auf Schloß Hohentübingen das von Otfried Höffe organisierte Symposion zu Kants Geschichtsphilosophie statt. Drei Tage lang diskutierten Kant-Forscherinnen und -Forscher aus aller Welt über die "Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht" und weitere Texte Kants. Die Ergebnisse sollen in der Reihe "Klassiker Auslegen" erscheinen.

 

Im Dezember 2010 ist der von Otfried herausgegebene Klassiker-Auslegen Band „Immanuel Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ im Akademie-Verlag (Berlin) erschienen.

Seit November 2010 ist Prof. Höffe Membro académico honorario der Universidad Adolfo Ibáñez in Santiago de Chile.

Im der aktuellen Ausgabe des MERKUR (Sep./Okt. 2010) ist ein Aufsatz von Otfried Höffe erschienen: „Selbstdenken. Immanuel Kant“, S. 784-791.

 

Am 25. September diesen Jahres hat  die Universität Lettland (Riga) Otfried Höffe an ihrem Dies universitatis den Ehrendoktor verliehen.

 

In der Beck’schen Reihe Denker ist 2010 Otfried Höffes Buch: „Thomas Hobbes“ erschienen. 

Arbeitsschwerpunkte

  • Politische Philosophie (Rechts- und Staatsphilosophie) und Moralphilosophie;
  • Angewandte Ethik (Biomedizinische Ethik, Ökologische Ethik, Technikethik, Wirtschaftsethik u.a.)
  • Erkenntnistheorie; 
  • Aristoteles und Kant.


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