Prof. Dr. Petra Bauer

Frau Bauer ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik und seit dem Wintersemester 2009/2010 am Institut für Erziehungswissenschaft. Vom Wintersemester 2011/2012 bis zum Wintersemester 2013/2014 war sie Direktorin des Instituts.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Sozialpädagogische Beratung und Supervision
  • Multiprofessionelle Kooperation und Vernetzung
  • Sozialpädagogische Professionsforschung (Fallkonstitution, Profession und Organisation)
  • Familie und Soziale Arbeit (Elternarbeit, Kooperation zwischen Familien und Helfersystemen, Familienbilder von Professionellen)


Wissenschaftliches Profil und Schwerpunkte

Im Zentrum meines wissenschaftlichen Interesses steht das Verhältnis von Profession und Organisation in der Sozialen Arbeit. Dabei gehe ich davon aus, dass sozialpädagogische Professionalität nicht mehr als übergreifendes alle Handlungsfelder umfassendes Konstrukt schlüssig gefasst werden kann. Sozialpädagogische Professionalität begründet sich im Kontext organisatorischer und adressatenspezifischer Handlungsanforderungen auf je unterschiedliche Weise. Die Ausbildung sozialpädagogischer Professionalität verändert sich im Zuge sozialer Wandlungsprozesse auch in Relation zu den Aufgabenstellungen anderer Professionen und Berufsgruppen. Vor diesem Hintergrund interessiere ich mich insbesondere für die Konstitutionsbedingungen sozialpädagogischen Handelns im Blick auf unterschiedliche Handlungsformen, Felder und Organisationsformen.


Beratung und Supervision

Beratung und Supervision gehören zu den zentralen Handlungsformen der Sozialen Arbeit. Supervision spielte im Prozess der Professionalisierung der Sozialen Arbeit eine zentrale Rolle. In den letzten Jahren hat sich Supervision als Beratungsform im beruflichen Bereich stark weiterentwickelt, die Grenzen zur Organisationsberatung und zum Coaching lassen sich nur noch schwer ziehen.
Im Rahmen der Arbeitsstelle für Beratungsforschung interessieren wir uns in einer prozess- und outcomebezogenen Perspektive für die Wirkungen von Beratung und die Kompetenzentwicklung von (zukünftigen) BeraterInnen. Dabei geht es zunächst darum, psychosoziale Beratung als eigenständige Kompetenzdomäne zu umreißen, um daran anschließend Designs zu entwickeln, mit denen beraterische Kompetenzentwicklung angemessen erfasst werden kann.


Fallverstehen und Fallkonstitution

Die Frage nach den Konstitutionsbedingungen sozialpädagogischen Handelns stellt sich auch im Blick auf die sozialpädagogische Deutung von Problemstellungen und Problemlagen. Wenig in den Blick geraten ist dabei bisher die organisatorische Rahmung professionellen Fallverstehens und die organisatorischen Vorstrukturierungen der Professionellen-KlientInnen-Interaktionen.
Im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts zur „Fallkonstitution in der Jugendhilfe“ wurde mit Hilfe eines ethnographischen Zugangs untersucht, was sich als Fall im Zusammenspiel von professionellen und organisatorischen Logiken in Einrichtungen der Erziehungshilfe konstituiert. Im Vergleich der vier von uns untersuchten Einrichtungen ergaben sich interessante Differenzen, die auf ganz unterschiedliche Formen der Vermittlung dieser Logiken verweisen. Anschlussprojekte hierzu sind derzeit in Vorbereitung.


Sozialpädagogische Arbeit mit Familien

Vor dem Hintergrund einer Neujustierung des Verhältnisses von öffentlicher und famialer Erziehung stellen sich neue Anforderungen an die Gestaltung einer tragfähigen Zusammenarbeit zwischen sozialpädagogischen Einrichtungen und Eltern. Eine wichtige Rolle für die Haltung, mit der Professionelle Familien begegnen, spielen dabei biographisch vermittelte Bilder aber auch gesellschaftliche Leitbilder von Familie. Die Frage, wie diese Bilder in den handlungsleitenden Orientierungen von sozialpädagogischen Fachkräften sichtbar werden, steht im Mittelpunkt eines in der Ausarbeitung befindlichen Projektes.

Kontakt

Adresse:

Münzgasse 26

72070 Tübingen

Raum:

310

Telefon:

07071/29-76757

Fax:

07071/29-5738

Persönlich erreichbar im SoSe 2016:

Mi, 11:15-12:45 Uhr
Bitte melden Sie sich zur Sprechstunde im Sekretariat der Abteilung an.
Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit:
Mi, 27.07.2016,
13.00-14.30 Uhr
Mi, 14.09.2016,
11.00-13.00 Uhr
Mi, 05.10.2016,
10.00-12.00 Uhr