Das CIN – exzellente Hirnforschung im Verbund

Das Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter Exzellenzcluster. Von der genetischen Basis bis hin zur Funktionsverarbeitung in neuronalen Netzen erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des CIN, wie das Gehirn Wahrnehmung, Gedächtnis, Kommunikation und aktives Handeln ermöglicht. Der Tübinger Exzellenzcluster wurde im Dezember 2008 offiziell eröffnet und ist Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.

 

In den integrativen Neurowissenschaften wird untersucht, wie Nervenzellen in kompliziert vernetzter Zusammenarbeit ein breites Spektrum unterschiedlicher Hirnfunktionen hervorbringen. Ein besseres Verständnis der Hirnfunktionen und ihrer Störungen soll in neue Ansätze für Therapien und technische Anwendungen münden, die Patienten mit sensorischen Defiziten oder Hirnkrankheiten zugutekommen. Zum interdisziplinären Stammpersonal des CIN gehören heute 23 Gruppenleiter, darunter fünf Professoren, 16 Nachwuchswissenschaftler und zwei Seniorprofessoren sowie deren Mitarbeiter. Insgesamt wurden rund 200 wissenschaftliche Stellen neu geschaffen.

Vielzahl von Partnern

Das CIN besteht aus Arbeitsgruppen von drei Fakultäten der Universität und arbeitet im Verbund mit dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart sowie einer Vielzahl interner und externer Partner. Geleitet wird es von Prof. Dr. Hans-Peter Thier von der Neurologischen Universitätsklinik.

 

Für den wissenschaftlichen Nachwuchs gibt es unter dem Dach des CIN drei inhaltlich komplementäre Graduate Schools, die sich der Ausbildung von internationalen Studierenden und Doktoranden in den Neurowissenschaften widmen:

 

  • die Graduate School of Neural and Behavioural Sciences / International Max Planck Research School
  • die Graduate School of Neural Information Processing / International Max Planck Research School
  • die Graduate School of Cellular and Molecular Neuroscience

 

Ergänzt werden sie durch das „Schülerlabor Neurowissenschaften“, dessen Ziel es ist, talentierte junge Menschen für ein naturwissenschaftliches Studium mit neurowissenschaftlichem Schwerpunkt zu begeistern.

 

Seit April 2012 ist das CIN im neu errichteten Forschungsgebäude für Integrative Neurowissenschaften (FIN) beheimatet, das sich, direkt angrenzend an das Hertie Institut für klinische Hirnforschung (HIH), auf dem Gelände der Uniklinik Berg befindet. In unmittelbarer Nachbarschaft entsteht derzeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) bereits das nächste Forschungsgebäude, das zusammen mit FIN und HIH den Tübinger „Neurowissenschaftlichen Campus“ bilden wird.

 

Die überwiegende Mehrzahl der CIN Arbeitsgruppen ist heute im Forschungsneubau untergebracht, dessen Finanzierung vom Bund, dem Land Baden-Württemberg, der Universität Tübingen sowie der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen ermöglicht wurde. 

Prof. Dr. Werner Reichardt (1924 - 1992)

Das CIN trägt den Namen Werner Reichardts, des Gründungsdirektors des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen. Reichardts Forschungen verbanden theoretische und experimentelle Ansätze in der Analyse des Sehsystems von Insekten und prägten so maßgeblich die Entwicklung der Neurowissenschaften in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.  

Kontakt

Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN)
Geschäftsstelle
Otfried-Müller-Straße 25
72076 Tübingen
Tel. 0 70 71/29-89183
Fax 0 70 71/29-25007
E-Mail: cin[at]uni-tuebingen.de 

   

Zur Homepage des CIN

  

Film über das CIN von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)