SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 923 „Bedrohte Ordnungen“
Der Arabische Frühling, die Finanzkrise und die Atomkatastrophe in Fukushima haben weltweit tiefe Spuren in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur hinterlassen. Extreme Situationen wie Aufruhr, Revolutionen und Katastrophen beeinträchtigen das alltägliche Leben. Sie machen uns bewusst, wie brüchig und voraussetzungsvoll die Grundlagen unseres Lebens und Handelns sind. Extreme Situationen können auch zu einem raschen Wandel der sozialen Wahrnehmungs- und Handlungsmuster führen.
Ausgehend von den oben beschriebenen Bedrohungsszenarien wollen die ForscherInnen des SFB 923 herausfinden, ob und wie sich Ordnungen ändern, die soziale Gruppen oder ganze Gesellschaften strukturieren, sobald sie mit existenzgefährdenden Bedrohungen konfrontiert werden.
Den Untersuchungsschwerpunkt bildet Europa von der vorchristlichen Antike bis zur Gegenwart. Einige Teilprojekte gehen weit darüber hinaus, und bearbeiten afrikanische, nordamerikanische, chinesische und australische Beispiele.
Die interdisziplinären Projektbereiche Aufruhr, Katastrophen, Ordnungszersetzung und Ordnungskonkurrenz des Sonderforschungsbereichs erreichen langfristig vier Forschungsziele:
1. Die Wahrnehmung und Interpretation aktueller Krisendiagnostiken werden verändert
2. Die Art und Weise des schnellen sozialen Wandels wird untersucht
3. Die Raum- und Zeitkategorien in den Sozial- und Kulturwissenschaften werden erneuern und
4. über die Grundlagen der teilnehmenden Disziplinen in Zeiten der Globalisierung wird reflektiert.
Sekretariat:
Ute Lutterschmid
SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“
Brunnenstraße 30, Zi. 18
72074 Tübingen
Telefon: +49 7071 29-77124
E-Mail: ute.lutterschmid@uni-tuebingen.de
Koordination/Geschäftsführung:
Andrea Kirstein
SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“
Brunnenstraße 30, Zi. 16
72074 Tübingen
Telefon: +49 7071 29-75095
E-Mail: andrea.kirstein@uni-tuebingen.de
Aktuelles
Tagungsbericht Konferenz "Bedrohte Ordnungen I"
Veröffentlichung des Berichts zur Konferenz 29.-31.3.2012
[mehr]Deadline. Katastrophen und Eskalationen im Betrieb der Massenmedien
25. Mai 2012, 14 Uhr: Dr. Johan Schloemann (Süddeutsche Zeitung)
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