Finanzkrisen, Natur- und Technikkatastrophen, Terroranschläge und die Flucht vor Terror haben weltweit tiefe Spuren in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur hinterlassen. Extreme Situationen beeinträchtigen das alltägliche Leben. Sie machen uns bewusst, wie brüchig und voraussetzungsvoll die Grundlagen unseres Lebens und Handelns sind. Extreme Situationen können auch zu einem raschen Wandel der sozialen Wahrnehmungs- und Handlungsmuster führen. 

 

Ausgehend von den oben beschriebenen Bedrohungsszenarien untersuchen die ForscherInnen des Sonderforschungsbereiches (SFB) 923, ob und wie sich Ordnungen ändern, die soziale Gruppen oder ganze Gesellschaften strukturieren, sobald sie mit existenzgefährdenden Bedrohungen konfrontiert werden.

 

Der SFB fragt deshalb danach, was in Ordnungen passiert, wenn Akteure zu der Überzeugung gelangen, dass Handlungsoptionen unsicher werden, Verhaltensweisen und Routinen infrage stehen, sie sich jetzt oder in naher Zukunft nicht mehr aufeinander verlassen können, und wenn es ihnen gelingt, eine Bedrohungskommunikation zu etablieren. 

 

In seiner zweiten Förderphase (2015-2019) gliedert sich der SFB 923 in die drei Projektbereiche "Bedrohungsdiagnose - Bewältigungspraxis", "Mobilisierung" und "Reflexion". Darin integriert sind 19 Teilprojekte mit insgesamt 41 Einzeluntersuchungen, die interdisziplinär, historisch oder gegenwartsnah sowie raumübergreifend angelegt sind und dem SFB helfen sollen, seine vier langfristige Forschungsziele zu erreichen:

 

  1. Historisierung aktueller Krisendiagnosen
  2. Untersuchung der Modi schnellen sozialen Wandels
  3. Erneuerung der Raum- und Zeitkategorien der Sozial- und Kulturwissenschaften
  4. Grundlagenreflexion in den Sozial- und Kulturwissenschaften unter den Bedingungen der Globalisierung.

 

 

Koordination/Geschäftsführung

 

Andrea Kirstein

 

SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“

Keplerstraße 2, Zi. 190n

72074 Tübingen

Telefon: 07071 29 77 381

E-Mail: andrea.kirstein@uni-tuebingen.de

  

Sekretariat

 

Cornelia Stoll

 

SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“

Keplerstraße 2, Zi. 189n

72074 Tübingen

Telefon: 07071 29 77 124

Fax: 07071 29 55 79

E-Mail: sekretariat[at]sfb923.uni-tuebingen.de

  

Wissenschaftskommunikation

 

Roman Krawielicki

 

SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“

Keplerstraße 2, Zi. 191n

72074 Tübingen

Telefon: 07071 29 750 95

E-Mail: roman.krawielicki[at]uni-tuebingen.de

Aktuelles

01.12.2016

Antizipationen des nächsten Anschlags: Terrorszenarien zwischen Sicherheitsdiskurs und Fiktion

PD Dr. Michael C. FrankHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf Donnerstag, 15. Dezember 2016 | 13:30 UhrKeplerstr. 2, Raum 0.81 Teilprojekt G07 „Mediale Reflexionen. Bedrohungskommunikation und die US-amerikanische Ordnungnach...

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29.11.2016

Mittelalterhistoriker Helmut Reimitz zu Gast im SFB 923

Prof. Dr. Reimitz (Princeton University) ist vom 19. November bis 17. Dezember 2016 Gastwissenschaftler des Tübinger SFB

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28.11.2016

Das bedrohte Eigene – das bedrohliche Fremde

SFB-Wissenschaftler veranstalten trilaterale Forschungskonferenz in der Villa Vigoni

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24.11.2016

Dynamische Stabilisierung und die Eskalationslogik der Moderne

Prof. Dr. Hartmut RosaFriedrich-Schiller-Universität Jena Freitag, 9. Dezember 2016 | 14 Uhr c.t.Keplerstraße 2, Hörsaal

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24.11.2016

Neue Publikation in der Reihe "Bedrohte Ordnungen"

"Arme adlige Frauen im Deutschen Kaiserreich" von Dr. Johanna M. Singer.

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10.11.2016

Die Agency des Bildes und die Bilderfeindlichkeit der Geschichtswissenschaft

Prof. Dr. Stefan Haas(Georg-August-Universität Göttingen) Freitag, 18. November 2016 | 14 Uhr c.t. Keplerstraße 2, Hörsaal

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Aktuelle Publikationen

Arme adlige Frauen im Deutschen Kaiserreich

Johanna M. Singer

 

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„Bedrohte Ordnungen“ 


Keplerstraße 2

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