Uni-Tübingen

Allgemeine Informationen zur Promotion an der Universität Tübingen

Der Doktorgrad ist der wichtigste akademische Grad, den eine Universität vergibt. Die Verleihung des Doktorgrades ist an das Promotionsrecht einer Hochschule gebunden.

Innerhalb der Hochschule sind in der Regel die Fakultäten für die Promotion und damit für die Verleihung dieses akademischen Grades zuständig.

An der Universität Tübingen sind derzeit 7 Fakultäten eingerichtet, die nach Größe und Struktur, nach Alter, Entwicklung und Fächerstruktur sehr verschieden sind. Eine Übersicht über die Gliederung der Universität Tübingen in ihre Fakultäten mit den dort angesiedelten Fachdisziplinen, sowie die Anschriften der Dekanate finden Sie hier:

Doktorgrade der Fakultäten in Tübingen

Die Fakultäten an der Universität Tübingen verleihen nach Abschluss des Promotionsverfahrens folgende Doktorgrade:

Dr. theol.

Evangelisch-Theologische Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät

Dr. jur.

Juristische Fakultät

Dr. rer. pol. , Dr. rer. soc.

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Dr. med., Dr. med. dent., Dr. sc. hum., PhD Experimentelle Medizin

Medizinische Fakultät

Dr. phil.

Philosophische Fakultät

Dr. rer. nat.

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Formale Voraussetzungen und Vorbereitung einer Promotion

Die formalen Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion sind in der Promotionsordnung der Fakultät beschrieben und festgelegt. Bitte informieren Sie sich auf den Seiten der Fakultät, bei der Sie den Doktorgrad erwerben wollen.

Die Promotionsleistung besteht in der Anfertigung der Dissertation (einer wissenschaftlichen Abhandlung), einer mündlichen Prüfung sowie in der Verpflichtung zur Veröffentlichung der Dissertation und der kostenlosen Ablieferung einer bestimmten Zahl von Exemplaren an die Fakultät. Die Zeit für die Erlangung eines Doktorgrades liegt je nach Fachrichtung, Thema der Arbeit und persönlicher Disposition zwischen zwei und fünf Jahren.

Eine wichtige formale Voraussetzung ist der Nachweis eines abgeschlossenen Studiums mit erfolgreich abgelegtem Examen. Wurde dieser Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule erworben, so muss dieser Abschluss einem deutschen Hochschulabschluss, der zur Promotion berechtigt, gleichwertig sein. Die hierzu erforderliche Äquivalenzentscheidung trifft die Fakultät. Teilweise werden weitere Voraussetzungen in den Promotionsordnungen verlangt, so z.B. ein vorangehendes 2-semestriges Studium an dieser Fakultät, spezielle Fremdsprachenkenntnisse, Studien in ergänzenden Nebenfächern oder Kenntnisstandprüfungen. Sollte die Fakultät Nachforderungen an Sie haben, so wird Ihnen dies auf Ihrer Annahme zur Promotion mitgeteilt. Die Annahme kann in diesem Fall auch befristet ausgestellt, die endgültige Annahme der Fakultät erfolgt dann, sobald Sie die Nachforderungen erfüllt haben.

Empfehlungen für internationale Promotionsbewerberinnen und –bewerber

Promotionsstudium und Immatrikulation während der Promotion

Während der Arbeit an der Dissertation können die von der Fakultät angenommenen Doktoranden den Status eines Studenten, also die Immatrikulation an der Universität beantragen. Die Eigenart des Promotionsstudiums im derzeit noch meist üblichen freien Promotionsverfahren besteht darin, dass der Doktorand nicht, wie die übrigen Studierenden, an offiziell vorgegebenen Lehrveranstaltungen teilnimmt, sondern seine Studien und seinen Lern- und Erkenntnisprozess ausschließlich im Zusammenhang mit der Fertigstellung seiner Dissertation vorantreibt. Durch die Immatrikulation erhalten Doktorandinnen und Doktoranden jedoch das Recht, auch die nur für Studenten vorgesehenen Hochschuleinrichtungen zu benutzen, während er fachlich seinem wissenschaftlichen Thema und seinem betreuenden Hochschullehrer ("Doktorvater/mutter") verantwortlich bleibt.