Aktuelles
Das Religiöse und der kulturelle Konservatismus. Zur kulturellen Funktion der Religionen in den sich wandelnden Gesellschaften Deutschlands und Japans
Gemeinsame Tagung der Rikkyô-Universität, Tôkyô, und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
3. / 4. November 2011
Universität Tübingen, Tagungsraum der Juristischen Fakultät, Neue Aula, R 237
Referentinnen und Referenten:
Jeong Hwa Choi (Seoul), Hidetaka Fukasawa (Tôkyô), Hiroshi Kubota (Tôkyô), Ryôzo Maeda (Tôkyô), Masaki Saito (Tôkyô), Lisette Gebhardt (Frankfurt),
Birgit Staemmler (Tübingen), Birgit Weyel (Tübingen), Michael Wachutka (Tübingen/Kyôto), Klaus Antoni (Tübingen).
Im Prozess der rapiden Modernisierung Deutschlands und Japans während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die oft als Modernisierung von oben, bzw. verspätete Modernisierung bezeichnet wird, traf der gesamtgesellschaftliche Modernisierungsprozess in beiden Ländern - ungeachtet der unterschiedlichen historischen Voraussetzungen und sozialen Bedingungen - auf kulturell konservative Bewegungen, die für die Formierung eines explizit fortschrittsfeindlichen Kulturdiskurses die zentrale Rolle spielen sollten. Die Tagung, der im Jahr 2012 eine weitere in Tôkyô folgen wird, fragt nach der Funktion von Religion in diesem Prozess in einer transkulturellen Perspektive. Aufgegriffen und analysiert werden sollen nicht nur verschiedene Vertreter restaurativ-konservativer religiöser Bewegungen, sondern auch prominente Beispiele aus Literatur, Kunst und Wissenschaft und ihre Position zum Religiösen.