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Ausrottbarkeit von Filarienerkrankungen
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Die Ausrottung einer Filarienerkrankung ist nicht nur eine Sache der
praktischen Machbarkeit, sondern auch eine Sache der Theorie.
Die Parasit-Wirt-Beziehung hat sich im Laufe von Millionen von Jahren
in einen Zustand entwickelt,
wo der Mensch lernte, den Parasiten zu kontrollieren,
während der Parasit lernte, im Menschen zu persisiteren.
Beide - Parasit und Mensch - haben Mechanismen entwickelt,
mit denen sie ihre Koexistenz regulieren, und diese Mechanismen bestimmen,
wie effizient der Parasit den Bekämpfungsstrategien
des Menschen entkommen kann.
Die Auswirkungen solcher Regulationsprozesse in der Parasit-Wirt-Beziehung
können durch mathematische Modelle untersucht werden,
die Sensitivitätsanalysen zum Erfolg von Interventionsmaßnahmen erlauben.
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Die Ausrottbarkeit von Filarieninfektionen kann durch
Persistenz-Grafen veranschaulicht werden.
Diese zeigen, wie die Parasitenlast,
Übertragungsschwellen und sogenannte Bruchpunkte von der Zahl
der Kontakte zwischen Mensch und Überträgermücke abhängen.
Diese Grafen erlauben, die Ausrottbarkeit einer
Filarienerkrankung zu quantifzieren.
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Dichteabhängige Regulationsprozesse können in die beiden Typen
Facilitation und Limitation eingeteilt werden. Sie wurden
am ausführlichsten am Beispiel der Onchozerkose untersucht.
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Dichteabhängige Regulationsprozesse in der Parasit-Wirt-Beziehung
bestimmen die Lage von Übertragungsschwellen und Bruchpunkten.
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Persistenz-Grafen werden mit Hilfe von mathematischen Modellen
aus ABR-spezifischen Gleichgewichtslösungen abgeleitet.
Ein sehr einfaches und grundlegendes, mathematisches Modell wird
auf einer extra Seite beschrieben.
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Vorhersagen zur Ausrottbarkeit einer Filarieninfektion sind nur verlässlich,
wenn wir die Wechselwirkungen zwischen Parasit und Mensch
genügend verstanden haben, und wir die oft komplexen Folgen
von Interventionen ausreichend erfassen können.
Modellierungsergebnisse zeigen, dass schon ein geringer,
dichteabhängiger Effekt in der Wirksamkeit eines
mikrofilariziden Medikamentes ausreicht,
um die Lage von Übertragungsschwellen und Bruchpunkten
um Größenordnungen zu verschieben.
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