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Lutz Ilisch
*1950
Geboren 1950 in Billerbeck/Westf.
Nach Schulbesuch und Abitur in Münster 1971 studierte er Islamkunde,
Ur- und Frühgeschichte und Historische Hilfswissenschaften
mit Spezialisierung in der Numismatik an der Universität Münster,
1978 mit M.A. abgeschlossen (Münzgeschenke und Geschenkmünzen
in der mittelalterlichen islamischen Welt).
Promotion 1985 mit einer Arbeit
über die Geschichte der Artuqidenherrschaft von Mardin zwischen
Mamluken und Mongolen 1260-1410 AD. Als Student Mitarbeit am Stockholmer
Projekt Corpus Nummorum Saeculorum IX-XI mit der Bearbeitung einiger
wikingerzeitlicher Schatzfunde arabischer Münzen, 1978-1985 Redaktion
der Münsterschen Numismatischen Zeitung.
Nach der Promotion arbeitete
Dr. Ilisch fünf Jahre lang als Angestellter im Münzhandel
bei der Münzen und Medaillen AG, Basel, an mittelalterlichen
und neuzeitlichen Münzen bei gleichzeitigen numismatischen Lehraufträgen
an den Universitäten Basel und Freiburg.
Nach der Gründung der Forschungsstelle
für islamische Numismatik (FINT) 1990 als deren Leiter eingestellt,
gelang es ihm, die Universitätssammlung auf gegenwärtig
ca. 60.000 islamische Münzen auszubauen. Für ihre Veröffentlichung
richtete er die Reihe Sylloge
Numorum Arabicorum Tübingen ein. 1996-98 koordinierte er
das mit Metallurgen und Prähistorikern gemeinschaftlich unternommene
und von der Volkswagenstiftung geförderte Projekt zur mittelalterlichen
Münzprägung in Bergbaugebieten.
Als Generalist
innerhalb der islamischen Numismatik liegt sein Arbeitsschwerpunkt
bei der Erfassung und historischen Interpretation mittelalterlicher
Schatz- und Grabungsfunde islamischer Münzen des Mittelalters
im Ostseeraum wie im islamischen Orient.
Veröffentlichungen (u.a.):
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