Neuerscheinung:


Heinz Halm

Die Kalifen von Kairo.
Die Fatimiden in Ägypten 973 - 1074


(Klappentext des Verlags:)

Kairo, die 969 n. Chr. gegründete Palaststadt am Nil, entwickelte sich rasch zu einer der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Metropolen der islamischen Welt. Heinz Halm erzählt in diesem Buch keine orientalischen Märchen, die noch immer unseren Blick auf die islamische Welt verstellen, sondern bietet Fakten, welche die überreiche arabische Geschichtsschreibung uns überliefert Geschichten aus tausendundeinem Alltag.
Die Zeit, da die Familie der Fatimiden über das Nilland herrschte, 969 bis 1171 n.Chr., gehört zu den glänzenden Perioden der Geschichte Ägyptens unter dem Islam. In diesem Jahrhundert erreichte das Kalifat von Kairo den Gipfel seiner Macht. Die Kalifen von Kairo regierten das Nilland wie neue Pharaonen. Die heiligen Städte des Islam, Mekka und Medina, wurden nun von Ägypten aus verwaltet, das auch die Pilgerfahrt dorthin organisierte. Als Bindeglied zwischen dem Mittelmeer auf der einen und dem Roten Meer sowie dem Indischen Ozean auf der anderen Seite wurde Ägypten zur Drehscheibe des damaligen Welthandels und begründete damit seine wirtschaftliche Vorrangstellung, die zu einer ungeahnten kulturellen Blüte führte. Das Nilland selber mit seiner christlichen Bevölkerungsmehrheit, einer islamisch-sunnitischen Minderheit und einem schiitisch-ismailitischen Herrscherhaus sowie bedeutenden jüdischen Gemeinden bot das Bild einer komplexen, in vielen Farben schillernden Gesellschaft.
Anhand der zeitgenössischen Quellen breitet Heinz Halm das Panorama des mittelalterlichen ägyptischen Imperiums und seiner geschäftigen Hauptstadt am Vorabend der Kreuzzüge vor dem Leser aus.

2003. Etwa 520 Seiten mit 15 Abbildungen und 12 Karten.
Gebunden etwa Euro 39,90 (D)/ sFr 67.-/ Euro 41,10 (A).
ISBN 3-406-48654-1.
C.H.Beck Verlag.

Rezension in der Süddeutschen Zeitung (23. Juni 2003, Gennaro Ghirardelli)