Das Brasilien-Zentrum

Das Brasilien-Zentrum wurde im Jahr 2000 eingerichtet, nachdem zwischen den beiden Bundesländern Baden-Württemberg und Rio Grande do Sul ein Regierungsabkommen vereinbart wurde, um besonders die wissenschaftlichen Kooperationen zu intensivieren. Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg koordiniert das Brasilien-Zentrum diese Aufgaben. Sie richten sich an

 

Das Brasilien-Zentrum ist in Baden-Württemberg hochschulübergreifend tätig. Es berät alle Universitäten und Hochschulen. Darüber hinaus besteht ein Netzwerk zu den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern. In Rio Grande do Sul ist im Universitätsbereich als Träger die FAPERGS verantwortlich, eine landeseigene Forschungsfördereinrichtung.

 

In Baden-Württemberg können Bewerbungen für einen Forschungsaufenthalt einschließlich Beantragung von Reisekosten beim Brasilien-Zentrum eingereicht werden. Ein Formular für die Anmeldung steht online zur Verfügung.

 

Informationen für brasilianische Bewerber über Studienmöglichkeiten in Baden-Württemberg sind hier abrufbar. Für brasilianische Teilnehmer am wissenschaftlichen Austausch stehen in Baden-Württemberg einige Stipendien für Doktoranden und für PostDocs zur Verfügung. Die Stipendien werden für in der Regel ein Jahr bewilligt, Für Gastprofessoren müssen ergänzende Finanzierungen seitens der einladenden Institutionen arrangiert werden.

 

Weitere Aufgaben des Brasilien-Zentrums

Zu den Aufgaben des Brasilien-Zentrums gehören neben der Organisation des wissenschaftlichen Austausches auch die Mitbetreuung des Tübinger Stützpunktes auf dem Campus der PUCRS in Porto Alegre. In der Forschungsstation des Araukarienwald-Schutzgebietes Pró-Mata sind Arbeitsplätze für Diplomanden, Doktoranden und Gastwissenschaftlern aus Baden-Württemberg vorhanden. Die Organisation und Verwaltung dieses Zentrums für Forschung und Naturschutz (Centro de Pesquisas e Conservação da Natureza, CPCN) obliegt dem Umwelt-Institut (IMA) der PUCRS. Das Brasilien-Zentrum kann eine Beteiligung baden-württembergischer Arbeitsgruppen an dort durchzuführenden Forschungsprojekten vermitteln.

 

Alle 2 Jahre findet das interdisziplinäre Deutsch-Brasilianische Symposium zur Nachhaltigen Entwicklung abwechselnd in beiden Ländern statt. Brasilianische und deutsche Wissenschaftler diskutieren eine Woche lang aktuelle umweltrelevante Themen. Das Brasilien-Zentrum ist hierfür die Koordinierungsstelle in Deutschland. Nach 2015 in Heidelberg wird das nächste Symposium 2017 turnusmäßig wieder in Brasilien stattfinden: an der Tübinger Partner-Universität PUCRS in Porto Alegre.

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